Projekt VIVE
Die VIVE-Studie beschäftigt sich mit der Erfassung und Auswertung von Spätfolgen nach Krebs im Kindes- und Jugendalter. Etwa 9.000 ehemalige Patienten werden dazu angeschrieben. Das Projekt verfolgt das Ziel, die Lebensqualität der langzeitüberlebenden Patienten nachhaltig zu verbessern. VIVE-Kooperationspartner sind das Deutsche Kinderkrebsregister (Mainz) und das LESS-Register für Spätfolgen (Erlangen). Nähere Informationen hier:
 
» Home » Fachinformationen » Nachsorge  · 

Nachsorge

Autor: Ursula Creutzig/ Ingrid Grüneberg, Redaktion: Prof. Dr. med. Ursula Creutzig, Zuletzt geändert: 25.03.2013

Etwa 80 % aller Kinder und Jugendlichen mit einer bösartigen Erkrankung können heute geheilt werden. Die Etablierung zentralisierter, nationaler pädiatrisch-onkologischer Therapiestudien und die Einrichtung von Schwerpunktabteilungen in vielen Kinderkliniken haben zu einer derart positiven Entwicklung beigetragen.

Die Erfassung der Erkrankungs- und Therapienebenwirkungen auf den Gesundheitszustand und das Wohlbefinden der Patienten gewinnt zunehmend an Bedeutung. Während der Behandlungsphase erleben die Kinder den Verlust sozialer Kontakte und von Freundschaften. Die Patienten müssen Belastungen wie Hospitalismus, Schmerzen und Haarverlust ertragen, die durch die Therapie hervorgerufen werden.
 
Nach Behandlungsende treten die Langzeitfolgen mehr und mehr in den Vordergrund.
Sie sind abhängig von der individuellen Krankheitsgeschichte. Die Langzeitfolgen können sein: Verändertes Größenwachstum, verzögerte Pubertätsentwicklung bis zur Unfruchtbarkeit als auch die eingeschränkte Funktion von Organsystemen wie Gehör, Niere, Herz oder Lunge. Psychosoziale Probleme wie eine erschwerte Reintegration können ebenfalls auftreten. Einen weiteren, maßgeblichen Faktor im Bereich der Nachsorge stellt das Risiko der Entwicklung von Zweitmalignomen dar.


Nachsorge-Sprechstunde
in Freiburg
Am Universitätsklinikum Freiburg steht seit 2010 die deutschlandweit erste spezialisierte Vorsorge- und Beratungssprechstunde für junge Erwachsene nach einer Krebserkrankung im frühen Lebensalter zur Verfügung. Die Sprechstunde wird interdisziplinär von einem Team aus Kinderonkologen und Internisten geleitet. Im Mittelpunkt steht die Vorbeugung von krankheits- und therapiebedingten Langzeitfolgen.  urlmehr
zu (Langzeit-) Nachsorge, (Langzeit-) Nachbeobachtung und Spätfolgenerhebung
Vorgelegt im Auftrag der GPOH vom 08.06.2006  urlZum Text
Long-Term Follow-Up Guidelines
Die COG Guidelines sind vorrangig gedacht für das Fachpersonal. Die Empfehlungen zur Langzeit-Nachsorge beinhalten mögliche Folgen und Maßnahmen nach Chemotherapie, Bestrahlung und Operationen. Zur neusten Version der Guidelines  urlhier


 
Logo KPOH Logo GPOH      Logo Deutsche Kinderkrebsstiftung       Logo Charite      HONcode accreditation seal