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Behandlung von Rückfällen (Rezidiven)

Autor: Dr. med. Gesche Tallen, Zuletzt geändert: 29.07.2009

Im Prinzip kann jede Krebserkrankung trotz Remission nach der Erstbehandlung jederzeit wieder auftreten (Rezidiv), da möglicherweise vereinzelte Krebszellen die Behandlung überlebt haben, sich während der Remission lediglich in der Ruhephase des Zellzyklus befunden und plötzlich wieder angefangen haben sich zu teilen.

Dank intensiver Grundlagen- und klinischer Forschung ist es bei manchen Erkrankungen bereits gelungen, molekulargenetische Nachweismethoden für möglicherweise verbliebene Krebszellen zu entwickeln (Minimale Resterkrankung/MRD-Diagnostik), so dass bei positivem Nachweis das Therapiekonzept geändert werden kann.

Grundsätzlich kann eine Rezidivbehandlung kurativ oder palliativ ausgerichtet sein. Behandlung und Prognose richten sich jeweils nach der Grunderkrankung und der individuellen Gesamtsituation des Patienten (Verlauf der Erstbehandlung, Dauer der Remission, Anzahl der Rezidive, Ort des Rezidivs).

Rückfälle einer Krebserkrankung bei Kindern und Jugendlichen werden in Deutschland überwiegend im Rahmen von Rezidivbehandlungsprotokollen behandelt.

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