Arbeitgemeinschaft für Pädiatrische Radioonkologie
Autor: Beate Timmermann, erstellt am: 06.09.2010, Redaktion: Ingrid Grüneberg, Zuletzt geändert: 11.08.2011 , Kurz-URL: www.kinderkrebsinfo.de/APRO
Die Arbeitgemeinschaft für pädiatrische Radioonkologie (APRO) wurde am 30.11.1990 im Rahmen der Herbsttagung der GPOH von Prof. Michael Bamberg (Tübingen) ins Leben gerufen. In der APRO tauschen sich Experten der pädiatrischen Radioonkologie untereinander aus, geben Erfahrungen weiter und sorgen so für verbesserte Behandlungsmöglichkeiten. Die pädiatrischen Radioonkologen arbeiten eng mit den pädiatrischen Onkologen und Kinderärzten zusammen, um das gemeinsame Ziel einer optimierten Therapie zu erreichen.
Die Geschäftsordnung der APRO ist zum 01.03.2011 in Kraft getreten.
Ziele
Die APRO bildet eine wichtige Schnittstelle zwischen der Deutschen Gesellschaft für Strahlentherapie/Radioonkologie (DEGRO) und der GPOH. Ihr Ziel ist es, die Strahlentherapie im Bereich der pädiatrischen Onkologie und deren interdisziplinären Netzwerk aus Onkologie, Chirurgie, Diagnostik, Pathologie und vielen anderen Fächern zu vertreten und einzubinden.
Aufgaben
Durch die Mitgestaltung zukunftsweisender Konzepte soll die Versorgung krebskranker Kinder kontinuierlich verbessert werden. Diese erfolgt interdisziplinär und im Rahmen der Therapieoptimierungsstudien der GPOH. In diesen Studien ist die Strahlentherapie mit ihren Konzepten und Richtlinien vertreten. Die Beratung erfolgt durch die strahlentherapeutischen Referenzzentren. In den Studienkommissionen sind Strahlentherapeuten vertreten und helfen bei der Erarbeitung neuer Therapiestrategien.
Arbeitsgruppen
In kleinen Arbeitsgruppen wird darüber hinaus die Erarbeitung spezieller Themen vorangetrieben. Die erste Arbeitsgruppe der APRO hat sich mit der Erfassung und Analyse von Nebenwirkungen der Bestrahlung von Kindern beschäftigt. Die Aktivität ging in das RiSK-Projekt auf (Verantwortlicher: N. Willich, Münster.). Eine weitere Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Einbindung der Partikeltherapie und anderer innovativer Techniken in die pädiatrische Onkologie (Verantwortliche: B. Timmermann, Essen). Die dritte Gruppe befasst sich dem Thema der palliativen Strahlentherapie für Kinder (Verantwortliche: K. Dieckmann, Wien).
Qualitätssicherung
Die Qualitätssicherung sowie die Umsetzung der Leitlinien und Studien in den jeweiligen Abteilungen für Strahlentherapie sind wichtige Vorbedingungen für eine gute Versorgung. Daher wird auf einen regelmäßigen Austausch zwischen den pädiatrischen und Fach-Radioonkologen Wert gelegt. Mindestens zweimal jährlich finden Treffen der Arbeitsgemeinschaft statt. Die Fortbildung der Deutschen Strahlentherapeuten im Sektor pädiatrische Onkologie wird von der DEGRO und GPOH unterstützt. 2001 wurde eine einheitliche Dokumentation der bestrahlten Kinder eingeführt (RiSK). Internationale Aktivitäten und eine Anbindung der Kinder-Strahlentherapie sind durch eine enge Kooperation mit der SIOP (International Society of Paediatric Oncology) und PROS (Paediatric Radiation Oncology Society) gewährleistet.
Positionspapier zur Partikeltherapie bei Kindern
In ihrem Positionspapier legt die APRO ihren Standpunkt zur Protonentherapie dar. Durch den Ausbau weiterer Anlagen wird in Deutschland der Zugang zur Partikeltherapie deutlich erleichtert werden. Gleichwohl sollte immer individuell geprüft werden, ob eine Protonentherapie sinnvoll und möglich ist. Auch zu diesem Aspekt bezieht das Positionspapier Stellung, lesen Sie es hier:

Positionspapier zur Protonentherapie der APRO (92KB)




