Flieg mich weg - Dokumentation der Fotoausstellung im Mai 2005
Autor: Dipl.-Psych. Anja Neise, Dipl.-Psych. Elène Misbach, erstellt 12.10.2005, Redaktion: Dr. med. Ralf Herold, Zuletzt geändert: 23.07.2009
Anlässlich des Kinderkrebstages am 15. Februar 2005 wurde von der Internationalen Elterngruppenvereinigung ICCCPO die Fotoaktion "Through My Eyes" ins Leben gerufen. Weltweit wurden Kinder und Jugendliche, die sich in onkologischer Behandlung befanden, aufgerufen, ihre Welt, so wie sie sich ihnen darstellt, zu fotografieren.
In der Charité (Berlin) haben sich 22 Kinder und Jugendliche im Alter von 4 bis 17 Jahren an dieser Aktion beteiligt. Es entstand eine eigene interne Ausstellung mit dem Titel "Flieg mich weg." Sie wurde gemeinsam von der Psychologin Anja Neise und der Künstlerin Susanne Brandhorst konzipiert.
Die Kinder und Jugendlichen bekamen einen eigenen Rahmen für die ausgewählten Bilder und Texte, um die Intimität der Eindrücke zu schützen. In individuellen Arrangements wurde durch Vergrößerung oder Verkleinerung, manchmal auch durch eine weitere Reduktion der von den Kindern und Jugendlichen eingereichten Bilder, eine Verdichtung des Themas und der Atmosphäre erreicht.
Die Bilder
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Zur Berliner Ausstellung "Flieg mich weg"
Der Blick durch die Kamera richtet sich auf Eltern und Freunde, aber auch auf den eigenen Körper, auf Tröster und Helfer. Wir sehen Kuscheltiere ebenso wie medizinische Behandlungsräume und Gegenstände - sehr persönliche Einblicke in den Klinikalltag oder das Leben zu Hause.
Die Fotos und Texte offenbaren auch individuelle Strategien, mit Krankheit und Belastung umzugehen. Häufig präsentieren sie die Sicht auf etwas Schönes, Kraftspendendes und zeigen Selbstbewusstsein, Ironie und Humor. Die Gabe, wach und neugierig zu sein und im Moment zu leben, bildet sich insbesondere in den Bildern der jüngeren Kinder ab.
Nach der Ausstellungseröffnung Ende Mai 2005 in Anwesenheit der jungen Fotografen, ihrer Familien, Freunde und des Behandlungsteams waren die Bilder noch zwei Wochen lang öffentlich in der Charité zu sehen.





