Glossar
Glossar der Begriffe, die in diesem Informationsangebot verwendet werden.
G-CSF
Abk. für Granulozyten-stimulierender Faktor: gentechnologisch herstellbarer Wachstumsfaktor, der die Bildung von Granulozyten im Knochenmark fördert und schließlich zu einer Ausschwemmung von Blutstammzellen aus dem Knochenmark in das Blut führt.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: G-CSF wird bei manchen Patienten (z.B. mit Leukämie) bei einem akuten Mangel an Granulozyten (Neutropenie) und dadurch bedingten schweren, lebensbedrohlichen Infektionen eingesetzt. Durch die Wirkung von G-CSF kann die Dauer der Blutzellarmut nach zytostatischer Behandlung (Chemotherapie) und damit der Krankenhausaufenthalt verkürzt werden. Im Rahmen einer Stammzelltransplantation dient G-CSF der ausreichenden Gewinnung von Blutstammzellen aus dem Blutkreislauf eines geeigneten Spenders: Stammzellen sind im Blut unter normalen Bedingungen nur in geringen Mengen vorhanden; die Gabe von G-CSF einige Tage vor der Stammzellentnahme führt zu einer erhöhten Konzentration von Stammzellen im Blut.
Querverweise:
Granulozyten
-
Granulozyten-stimulierender Faktor
-
Knochenmark
-
Blutstammzellen
-
Neutropenie
-
Stammzelltransplantation
-
Chemotherapie
G6PC3-Neutropenie
Angeborene Erkrankung, bei der die Bildung weißer Blutzellen und andere Organfunktionen gestört sind. Kinder und Jugendliche mit krankhaften Veränderungen (Mutationen) des G6PC3-Gens leiden neben einem schweren Mangel an weißen Blutzellen (Neutropenie) auch unter Minderwuchs oder Wachstumsverzögerung, Fehlbildungen des Herzens und des Harntraktes sowie einer Innenohrschwerhörigkeit. Besonders auffällig bei Kindern mit der chronischen G6PC3-Neutropenie sind die vielen, durch die Haut scheinenden Unterhautvenen. Aufgrund der Seltenheit dieser Erkrankung sind bisher möglicherweise noch nicht alle Krankheitszeichen erfasst.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Die schwere chronische G6PC3-Neutropenie ist eine angeborene Blutkrankheit der weißen Zellreihe (siehe Kinderblutportal). Patienten mit einer angeborenen schweren chronischen Neutropenie haben ein erhöhtes Risiko, an Blutkrebs (Leukämie) zu erkranken (siehe Kinderkrebsinfo).
Querverweise:
Gen
-
Mutation
-
Neutropenie
-
chronisch
Gammaglobulin
frühere Bezeichnung für Immunglobulin (s. Immunglobulin)
Querverweise:
Immunglobuline
Gammakamera
Bild gebende Apparatur in der nuklearmedizinischen Diagnostik
Querverweise:
Szintigraphie
Gammastrahlung
energiereiche, elektromagnetische Strahlung (Photonenstrahlung), die hohe Durchdringungsfähigkeit besitzt
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Anwendung in der Strahlentherapie
Querverweise:
Strahlentherapie
Gastritis
Magenschleimhautentzündung
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: kann als Nebenwirkung einer Behandlung mit Zytostatika auftreten
Querverweise:
Zytostatikum
Gefrierschnitt
syn. Schnellschnitt
feingeweblicher (histologischer) Schnitt von gefrorenem Gewebe
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: dient z.B. im Rahmen der Erstdiagnostik einer Krebserkrankung der Untersuchung einer Gewebeprobe unmittelbar nach deren Entnahme während einer Operation oder Biopsie. Das entnommene Gewebestück wird direkt dem Pathologen übergeben, der es dann schnell einfriert, schneidet und die Gefrierschnitte dann unter dem Mikroskop untersucht (Schnellschnittdiagnostik). So kann er innerhalb von fünf bis zehn Minuten dem Operateur wichtige Informationen (z.B. über die Gut- oder Bösartigkeit des Gewebes) geben, die für das weitere Vorgehen während einer Operation wichtig sind. Zur Befundsicherung werden im Anschluss jedoch immer noch Paraffinschnitte angefertigt, nach deren Beurteilung erst die endgültige Diagnose gestellt wird.
Querverweise:
Biopsie
-
Histologie
-
histologisch
-
Pathologe
Gehirn
der im Kopf gelegene Teil des Zentralnervensystems (ZNS). Das Gehirn liegt geschützt in der Schädelhöhle, wird umhüllt von den Hirnhäuten und besteht hauptsächlich aus Nervengewebe.
Querverweise:
Zentralnervensystem
-
Hirnhäute
-
Nervengewebe
Hauptinformationsseite:
Aufbau und Funktion des Zentralnervensystems (ZNS)
Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit
syn. Liquor cerebrospinalis; Liquor, Nervenwasser,
Flüssigkeit, die von Zellen der Hirnventrikel gebildet wird. Sie umspült Gehirn und Rückenmark, um diese vor Verletzungen zu schützen und mit Nährstoffen zu versorgen.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Die Untersuchung der Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit zum Ausschluss bzw. frühzeitigen Erkennen von Metastasen ist wichtiger Bestandteil bei der Diagnostik und Therapieplanung zahlreicher Krebserkrankungen und Infektionen. Die Liquor-Gewinnung erfolgt mittels Lumbal- oder Ventrikelpunktion.
Querverweise:
Hirnventrikel
-
Infektion
-
Liquor
-
Lumbalpunktion
-
Metastase
-
Ventrikelpunktion
Hauptinformationsseite:
Aufbau und Funktion des Zentralnervensystems (ZNS)
Gelbes Heft
"Kinder-Untersuchungsheft" des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen. Es wird bei der Geburt jedes Kindes in Deutschland den Eltern ausgehändigt und enthält die Eintragungen der kinderärztlichen Untersuchungsbefunde von den Früherkennungsuntersuchungen U1 - U9, d. h. vom 1. Lebenstag bis zum 64. Lebensmonat.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Hilfreich für die Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) im Rahmen der Diagnostik u.a. von bösartigen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter
Querverweise:
Anamnese
-
Diagnostik
Gemeinsamer Bundesausschuss
(Abk.: G-BA)
das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland. Der gemeinsame Bundesausschuss beschließt Maßnahmen der Qualitätssicherung für den ambulanten und stationären Bereich des Gesundheitswesens.
Querverweise:
ambulant
-
stationär
Gen
Einheit der Erbinformation im Erbgut der Lebewesen; ein Gen enthält die genetische Information - den Bauplan - für ein bestimmtes Genprodukt (Eiweiß oder RNA). In den meisten Organismen liegt die Gesamtheit aller Gene, das Genom, als Desoxyribonukleinsäurekette (DNS; engl: DNA) vor, die im Zellkern die Chromosomen bildet. Die Information eines Gens wird durch eine bestimmte Reihenfolge der Nukleinsäure-Bausteine Adenin, Guanin, Cytosin und Thymin vermittelt.
Querverweise:
Chromosom
-
Desoxyribonukleinsäure
-
Genom
-
DNA
-
RNA
-
Nukleinsäuren
-
Zellkern
-
Base
Genamplifikation
Vervielfachung einzelner Gene oder Genomteile, z.B. zur vermehrten Produktion von ribosomaler Ribonukleinsäure (RNS) im Rahmen erhöhter Eiweißsynthese, besonders während der Embryonalentwicklung und in stoffwechselaktiven Zellen, oder im Zusammenhang mit Tumorerkrankungen
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Amplifikationen von Onkogenen (wie MYCN) stehen mit der Entstehung und/oder der Ausbreitung mancher Tumorerkrankungen im Zusammenhang
Querverweise:
Gen
-
MYCN-Onkogen
-
Onkogen
-
Ribonukleinsäure
Gendefekte (vererbbare)
Vererbbare Genveränderungen, die für die Ausbildung bestimmter Erkrankungen bzw. Syndrome verantwortlich sind. Im Rahmen dieser Veränderungen bzw. Defekte können z.B. eine allgemeine Instabilität des Genoms, die mit einer erhöhten Empfindlichkeit gegenüber DNS-schädigenden Einflüssen einhergehen kann, und/oder gestörte DNS-Reparaturmechanismen, Störungen in der Steuerung des Zellwachstums u.a.m. vorliegen.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Insgesamt spielen Tumoren, denen eine erbliche Ursache zugrunde liegt, in der Kinderkrebsheilkunde eine eher untergeordnete Rolle. Ihr Studium ist allerdings für das Verständnis der Mechanismen, die der Tumorentstehung zugrunde liegen, von großer Bedeutung. Als Beispiele für erbliche Faktoren mit einem als gesichert geltenden und für das Kindes- und Jugendalter bedeutsamen erhöhten Tumorrisiko gelten z.B.: die Fanconi-Anämie für die AML; die Ataxia teleangiectasia für manche ZNS-Tumoren; die Neurofibromatose für manche ZNS-Tumoren, Rhabdomyosarkome, Wilms-Tumoren, Leukämien; das Li-Fraumeni-Syndrom für viele Arten von bösartigen Tumoren und das Down-Syndrom für akute Leukämien.
Querverweise:
Ataxia teleangiectatica
-
Desoxyribonukleinsäure
-
Down-Syndrom
-
Fanconi-Anämie
-
Gen
-
Genom
-
Li-Fraumeni-Syndrom
-
Neurofibromatose
generalisiert
den ganzen Körper bzw. den gesamten Organismus betreffend
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Krebserkrankungen sind immer generalisierte Erkrankungen
Genese
Entstehung; Erzeugung; Entwicklung
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: z.B. Tumorgenese
Genetik
Wissenschaft, die sich mit der Funktion von Genen, mit ihrer molekularen Struktur sowie mit den Grundlagen und Gesetzmäßigkeiten der Vererbung befasst
Querverweise:
Gen
genetisch
die (Ebene der) Vererbung bzw. Gene betreffend; vererbt
Querverweise:
Gen
Genexpression
Bildung (Biosynthese) des so genannten Genprodukts: Bildung von Ribonukleinsäure (RNS) und/oder Protein gemäß der Basensequenz, die das betreffende Gen charakterisiert
Querverweise:
Base
-
Gen
-
Genprodukt
-
Protein
-
Ribonukleinsäure
Genom
Gesamtheit der genetischen Information, der Erbinformation eines Individuums. Der größte Teil des Genoms liegt auf den Chromosomen, ein geringer Teil außerhalb des Zellkerns in den so genannten Mitochondrien.
Querverweise:
Chromosom
-
Gen
-
Mitochondrium
Genotyp
bezeichnet (a) die Gesamtheit aller Erbanlagen eines Organismus, die das Erscheinungsbild (Phänotyp) bestimmen, und (b) die genetische Ursache einer speziellen Eigenschaft, z.B. der Blutgruppen
Genprodukt
Molekül, d.h. kleines Teilchen, dessen Bildung von einem bestimmten Gen kodiert wird, z.B. die Eiweißketten zum Aufbau des roten Blutfarbstoffs
Querverweise:
Gen
-
Protein
-
Ribonukleinsäure
Gentherapie
experimentelle Therapieform zur Ausschaltung von genbedingten Fehlfunktionen bzw. zur Wiederherstellung einer normalen Genfunktion bei Erkrankungen, die durch die Ausschaltung oder Bereitstellung eines bestimmten Proteins zu beeinflussen sind
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: experimentelle Behandlungsform bei manchen Krebserkrankungen
Querverweise:
Protein
Gesichtsfeld
Bereich, in dem ein Mensch oder Tier Gegenstände oder Bewegungen wahrnehmen kann, ohne Augen, Kopf oder Körper zu bewegen. Die Größe des Gesichtsfeldes ist abhängig vom Grad der Adaptation der Augen (d.h. der Anpassung der Augen an verschiedene Lichtverhältnisse) sowie von Größe, Helligkeit, Farbe und evtl. Bewegung des Objektes.
Gliazellen
syn. Neuroglia
Bestandteil des Nervengewebes; Gliazellen bilden in erster Linie das Stütz-, Hüll- und ernährende Gewebe des Nervensystems.
Querverweise:
Nervengewebe
-
Nervensystem
Hauptinformationsseite:
Feingeweblicher (histologischer) Aufbau des Zentralnervensystems
Glioblastom
zu den hochmalignen Gliomen zählender, sehr bösartiger und sehr schnell wachsender Tumor des Zentralnervensystems Das Glioblastom geht vom Nervenstützgewebe, den Gliazellen aus. Es wird nach der WHO-Klassifikation als Grad IV-Tumor eingestuft.
Querverweise:
Gliazellen
-
Zentralnervensystem
Gliom
Sammelbezeichnung für alle von Gliazellen ausgehenden, vor allem im Gehirn lokalisierten, echten Tumoren des Zentralnervensystems (z.B. Astrozytome, Oligodendrogliome, Glioblastome; Ependymome)
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Gliome im Kindes- und Jugendalter werden, abhängig vom Grad ihrer Bösartigkeit (Malignität), in niedrigmaligne und hochmaligne Gliome unterteilt und unterschiedlich behandelt.
Querverweise:
Astrozytom
-
Ependymom
-
Gliazellen
-
Glioblastom
-
Tumor
-
Zentralnervensystem
-
hochmaligne Gliome
-
niedrigmaligne Gliome
Hauptinformationsseite:
Hirntumoren - Tumoren des Zentralnervensystems (ZNS)
Glukokortikoid
Steroidhormon mit entzündungshemmender Wirkung. Glukokortikoide werden in der Nebennierenrinde gebildet und nach Anregung durch das Hormon Corticotropin (ACTH) aus der Hirnanhangsdrüse in den Blutkreislauf abgegeben. Sie haben ihre Hauptwirkungen im Zucker- und Fettstoffwechsel sowie beim Abbau von Körpereiweißen.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Bei manchen Tumorerkrankungen (z. B. Hirntumoren im Bereich der Hypophyse) bzw. deren Behandlung (z. B. nach Bestrahlung des Gehirns) kann es zur verminderten Ausschüttung oder zum Ausfall des Hypophysenhormons ACTH (adrenocorticotropes Hormon) und folglich zu erniedrigten Glukokortikoidspiegeln im Blut kommen. Dann wird längerfristig eine medikamentöse Behandlung mit Hydrocortison notwendig.
Bei der Behandlung mancher Krebserkrankungen (z. B. Leukämien, Hirntumoren) und Blutkrankheiten (z. B. schwere chronische Neutropenien) bei Kindern und Jugendlichen kommen künstlich hergestellte Glukokortikoide zum Einsatz.
Querverweise:
Nebennierenrinde
-
Hormon
Glukose
syn. Traubenzucker, Dextrose
kommt im Blut als Blutzucker vor und ist Bestandteil vieler Zucker-Eiweiß-Verbindungen (z.B. Immunglobuline); mengenmäßig wichtigster Einfachzucker (Monosaccharid) im Kohlenhydratstoffwechsel
Querverweise:
Immunglobuline
Glykogenose Typ 1b
Angeborene Stoffwechselerkrankung mit Störung der Zucker-Verwertung. Die Glykogenose Typ 1b ist die häufigste unter den sogenannten Glykogenspeicherkrankheiten. Sie wird autosomal-rezessiv vererbt. Glykogen wird von Leber - und Muskelzellen bei einem Überangebot an Kohlenhydraten aus Zucker- (Glukose-) Molekülen als Energiespeicher aufgebaut. Bei Energiebedarf (körperliche Aktivität, Krankheiten etc.) wird das gespeicherte Glykogen wieder zu Glukose aufgespaltet und diese dann über den Blutkreislauf dem Gesamtorganismus wieder zur Verfügung gestellt (Glykogenolyse). Dieser Prozeß ist bei Kindern mit einer Glykogenose gestört.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Die Glykogenose Typ 1b ist eine der angeborenen Ursachen für eine schwere chronische Neutropenie.
Querverweise:
Molekül
-
Infektion
-
Neutropenie
-
Granulozyten
Gonaden
syn. Geschlechtsdrüsen, Keimdrüsen
s. Keimdrüsen
GPOH
Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH), die deutsche Fachgesellschaft für Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter; in der GPOH arbeiten u. a. Ärzte, Wissenschaftler, Pflegende und Psychologen zusammen an der Erforschung, Diagnose, Behandlung und Nachsorge von bösartigen Erkrankungen und Blutkrankheiten bei Kindern und Jugendlichen.
Hauptinformationsseite:
Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH)
Grading
(englisch to grade: einteilen); Einteilung bösartiger Tumorzellen und -gewebe nach ihrem Differenzierungsgrad (anhand histologischer Kriterien); Die Gradzahl (meist G1 bis G4) beschreibt, wie stark die Krebszellen von gesunden, reifen (differenzierten) Zellen abweichen. Man schließt daraus auf den Grad der Bösartigkeit (Malignität) des Tumors: Je höher die Gradzahl, umso weniger differenziert der Tumor und umso höher der Malignitätsgrad.
Querverweise:
Differenzierung
-
Malignitätsgrad
-
Tumor
-
Zelle
Granulozyten
Untergruppe der weißen Blutkörperchen (Leukozyten); sie sind vor allem für die Abwehr von Bakterien und anderen Krankheitserregern (wie Viren, Parasiten und Pilze) zuständig; auch an allergischen und entzündlichen Reaktionen sowie an der Eiterbildung sind sie beteiligt.
Die Granulozyten machen ca. 60-70% der Leukozyten im Blut aus. Aufgrund ihrer unterschiedlich anfärbbaren Körnchen (Granula) und ihrer unterschiedlichen Aufgaben werden sie in drei Unterformen eingeteilt: neutrophile (90%), eosinophile (2-4%) und basophile Granulozyten (bis 1%). Die neutrophilen Granulozyten (kurz: Neutrophile) spielen die wichtigste Rolle bei der Infektabwehr.
Querverweise:
Knochenmark
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Leukozyten
-
Viren
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Bakterien
-
Parasit
-
Infektion
Hauptinformationsseite:
Die Bestandteile des Blutes
Granulozyten-stimulierender Faktor
(Abk.: G-CSF)
gentechnologisch herstellbarer Wachstumsfaktor, der die Bildung von Granulozyten im Knochenmark fördert und schließlich zu einer Ausschwemmung von Blutstammzellen aus dem Knochenmark in das Blut führt.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: G-CSF wird bei manchen Patienten (z.B. mit Leukämie) bei einem akuten Mangel an Granulozyten (Neutropenie) und dadurch bedingten schweren, lebensbedrohlichen Infektionen eingesetzt. Durch die Wirkung von G-CSF kann die Dauer der Blutzellarmut nach zytostatischer Behandlung (Chemotherapie) und damit der Krankenhausaufenthalt verkürzt werden. Im Rahmen einer Stammzelltransplantation dient G-CSF der ausreichenden Gewinnung von Blutstammzellen aus dem Blutkreislauf eines geeigneten Spenders: Stammzellen sind im Blut unter normalen Bedingungen nur in geringen Mengen vorhanden; die Gabe von G-CSF einige Tage vor der Stammzellentnahme führt zu einer erhöhten Konzentration von Stammzellen im Blut.
Querverweise:
Chemotherapie
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Leukämie
-
Leukozyten
-
Neutropenie
-
Stammzelltransplantation
Granulozytopenie
verminderte Leukozytenzahl im Blut
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: häufige Nebenwirkung bei der Behandlung mit Zytostatika
Querverweise:
Knochenmarkdepression
-
Leukozyten
-
Zytostatikum
Granulozytopoese
Bildung und Entwicklung der Granulozyten; Teil der Hämatopoese
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: die Granulozytopoese kann bei Krebserkrankungen, die das Knochenmark betreffen, vermindert und/oder gestört sein (z.B. bei Leukämien; Knochenmarkmetastasen)
Querverweise:
Leukämie
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Knochenmark
-
Metastase
-
Hämatopoese
Grenzstrang
syn. Truncus sympathicus
beidseits der Wirbelsäule liegende Kette aus zahlreichen Nervenknoten (Ganglien) des sympathischen Nervensystems. Das sympathische Nervensystem ist Teil des autonomen Nervensystems.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Neuroblastome können aus entarteten Zellen des sympathischen Grenzstrangs entstehen
Querverweise:
Neuroblastom
-
autonomes Nervensystem
Grippe
syn. Influenza, Virusgrippe, "echte" Grippe
Durch Viren, meist der Gattung Influenzavirus A oder B , ausgelöste Infektionskrankheit mit hohem Fieber, Glieder- und Kopfschmerzen, Husten, Schnupfen und starkem Krankheitsgefühl im ganzen Körper Die Ansteckung erfolgt über die Inhalation oder andereb Kontakt mit Tröpfchen, die z. B. beim Niesen oder Husten von an Grippe erkrankter Personen entstehen. Die Influenzaviren und die durch sie ausgelösten Erkrankungen existieren weltweit, allerdings kommen im Gegensatz zu den anderen Virustypen (insbesondere A) die Influenza-C-Viren nur sehr selten als Erreger der Virusgrippe vor. Die Arbeitsgemeinschaft Influenza veröffentlicht unter der Federführung des Robert Koch-Instituts jährlich einen Saisonabschlußbericht, in dem die jeweiligen statistischen Jahresdaten des Verlaufes der Erkrankung in Deutschland festgehalten sind
Querverweise:
Infektion
-
Viren
Großhirn
syn. Endhirn, Cerebrum
größter und am höchsten entwickelter Gehirnabschnitt. Besteht aus zwei Hirnhälften (Hemisphären), die durch ein dickes Nervenbündel (Balken) miteinander verbunden sind. Jede Hirnhälfte ist auf bestimmte Aufgaben spezialisiert. Die äußerste Schicht des Großhirns, die Großhirnrinde, beherbergt u.a. die Lern-, Sprech- und Denkfähigkeit sowie das Bewusstsein und Gedächtnis. Hier liegen auch die Verarbeitungszentren für Informationen aus den Sinnesorganen (z.B. Augen, Ohren).
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Viele ZNS-Tumoren im Kindes- und Jugendalter wachsen im Großhirn, zum Beispiel Ependymome und niedrigmaligne Gliome im Bereich der Sehbahn.
Querverweise:
Ependymom
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Gliom
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ZNS
Hauptinformationsseite:
Aufbau und Funktion des Zentralnervensystems (ZNS)
Großhirnrinde
äußere Schicht des Großhirns; sie ist reich an Nervenzellen und beherbergt u.a. die Lern-, Sprech- und Denkfähigkeit sowie das Bewusstsein und Gedächtnis. Hier liegen auch die Verarbeitungszentren für Informationen aus den Sinnesorganen (z.B. Augen, Ohren).
Querverweise:
Großhirn
-
Nervenzellen
-
Gehirn
Hauptinformationsseite:
Aufbau und Funktion des Zentralnervensystems (ZNS)
grüner Star
syn. Glaukom
Sammelbezeichnung für verschiedene Augenerkrankungen, die u.a. mit einem erhöhten Augeninnendruck einhergehen
Querverweise:
Retinoblastom
Gürtelrose
syn. Herpes Zoster; Zoster; Varicella-Zoster-Virus
Viruserkrankung, ausgelöst i.d.R. durch eine Aktivierung von Varizella-Zoster-Viren, die nach einer Windpocken-Erkrankung im Körper verblieben waren; tritt z.B. bei einer Abwehrschwäche des Organismus auf, z.B. infolge einer Infektion oder einer immunsuppressiven Behandlung.
Querverweise:
Immunsuppression
-
Varizella-Zoster-Virus
-
Windpocken
Gynäkologie
Frauenheilkunde





