Glossar
Glossar der Begriffe, die in diesem Informationsangebot verwendet werden.
B-Lymphozyten
syn. B-Zellen
Unterform der Lymphozyten; entwickeln sich im Knochenmark (englisch: bone marrow) und sind für die Erkennung von Krankheitserregern und die Bildung von Antikörpern verantwortlich.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Eine bösartige Veränderung (Entartung) der B-Lymphozyten kann, je nachdem, auf welcher Reifungsstufe die Entartung stattfindet, zu verschiedenen bösartigen Erkrankungen (z.B. B-Zell Non-Hodgkin-Lymphom; lymphoblastische B-Zell-Leukämie) führen.
Querverweise:
Antikörper
-
Knochenmark
-
Lymphozyten
-
Non-Hodgkin-Lymphom
-
Leukämie
B-Symptome
syn. B-Symptomatik
bestimmte unspezifische Symptome, die bei einer Krebserkrankung häufig gemeinsam auftreten: wiederkehrendes Fieber (über 38 °C) ohne erkennbaren Grund, nächtliches Schwitzen und unbeabsichtigter Gewichtsverlust (mehr als 10 % in sechs Monaten). Die drei Symptome werden unter dem Begriff B-Symptomatik zusammengefasst. Sie treten in dieser Kombination vor allem beim Hodgkin-Lymphom und den Non-Hodgkin-Lymphomen auf und sind mit einer ungünstigen Prognose verbunden.
Querverweise:
Symptom
-
Non-Hodgkin-Lymphom
-
Hodgkin-Lymphom
B-Zellen
syn. B-Lymphozyten
Unterform der Lymphozyten; sind für den komplexen Vorgang der Erkennung eines Krankheitserregers und der Antikörperbildung verantwortlich. Dabei durchlaufen sie eine Entwicklung von der Stammzelle bis zur Plasmazelle. Auf jedem dieser Entwicklungsschritte können Störungen auftreten, die letztlich zu einer bösartigen Erkrankung der B-Lymphozyten (z.B. B-Zell Non-Hodgkin-Lymphome; lymphoblastische B-Zell-Leukämie) führen können.
Querverweise:
Antikörper
-
Leukämie
-
Lymphozyten
-
Non-Hodgkin-Lymphom
Bakterien
kleinste Lebewesen, die aus einer einzigen Zelle ohne Zellkern bestehen und zahlreiche Krankheiten (bakterielle Infektionen) auslösen können, die man größtenteils erfolgreich mit Antibiotika behandeln kann
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Im Rahmen einer Krebsbehandlung besteht für die betroffenen Patienten durch die immunsupprimierende Wirkung der Zytostatika ein erhöhtes Risiko für bakterielle Infektionen
Querverweise:
Antibiotikum
-
Chemotherapie
-
Immunsuppression
-
Infektion
-
Zelle
-
Zellkern
-
Zytostatikum
Barth-Syndrom
Angeborene Stoffwechselstörung. Das Barth-Syndrom ist eine vererbte Störung des Eiweiß-(Aminosäure-) Stoffwechsels. Die Kinder scheiden Vorstufen dieses Eiweißes im Harn aus. In der Regel leiden sie außerdem meist an einer Herzschwäche, an Wachstumsstörungen und an einer schweren chronischen Neutropenie.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Das Barth-Syndrom kann Ursache einer angeborenen Blutkrankheit, der schweren Neutropenie, sein.
Querverweise:
Neutropenie
-
Aminosäure
-
Syndrom
Basalganglien
syn. Stammganglien
Gruppen von Nervenzellkernen (graue Substanz), die in der Tiefe der weißen Substanz der beiden Großhirnhemisphären liegen. Sie sind für bestimmte Muskelaktivitäten (extrapyramidal-motorisches System) zuständig, die für die Steuerung der Grobmotorik von Bedeutung sind. Im Zusammenspiel mit dem Kleinhirn, welches für die Feinmotorik steuert, sind die Basalganglien an der Planung von Bewegung beteiligt.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Bei einer Schädigung der von den Basalganglien ausgehenden Nervenbahnen (extrapyramidal-motorisches System), zum Beispiel durch einen Hirntumor, kann es unter anderem zu Störungen der Muskelspannung oder zu gesteigerten Muskelbewegungen kommen.
Hauptinformationsseite:
Aufbau und Funktion des Zentralnervensystems (ZNS)
Base
syn. Lauge
chemische Verbindung mit verschiedenen Aufgaben: a) vier verschiedene Basen, so genannte Nukleinbasen (Adenin, Thymin, Cytosin, Guanin), von denen jeweils zwei immer zueinander passen (komplementär sind), bilden durch Paarung und Aneinanderreihung in bestimmter, genetisch festgelegter Reihenfolge (Basensequenz) die Doppelstränge der Desoxyribonukleinsäure (DNS); b) wichtiger Faktor zur lebensnotwendigen Aufrechterhaltung des Stoffwechselgleichgewichts/Säure-Basen-Gleichgewichts im Körper bzw. in den verschiedenen Gewebeflüssigkeiten
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Manche Zytostatika können mit den Nukleinbasen Verbindungen eingehen und so die Verdopplung der DNS bei der Zellteilung stören oder verhindern
Querverweise:
Desoxyribonukleinsäure
-
Säure-Basen-Gleichgewicht
-
Zytostatikum
Basenpaarung
Ausbildung von Wasserstoffbrückenbindungen zwischen zwei komplementären Basen; die Basenpaarung stabilisiert die Struktur der Nukleinsäuren; in der DNS kombinieren ausschließlich bestimmte Basen der beiden DNS-Stränge (Adenin mit Thymin, Guanin mit Cytosin) miteinander. Basenpaarungen finden außerdem u.a. bei der Verdopplung der DNS, bei der Transkription und der Proteinbiosynthese statt.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: s. Base
Querverweise:
Base
-
Desoxyribonukleinsäure
-
Protein
bcl-2
Eiweiß; kann u.a. durch Beeinflussung anderer Stoffe Apoptose verhindern
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Manche Krebszellen haben hohe bcl-2-Konzentrationen. Dadurch kann es zu Resistenz gegenüber bestimmten Zytostatika kommen.
Querverweise:
Apoptose
-
Zytostatikum
Beckwith-Wiedemann-Syndrom
(Abk.: BWS)
syn. Exomphalos-Makroglossie-Gigantismus-Syndrom
angeborenes oder erworbenes Krankheitsbild, gekennzeichnet u.a. durch ein krankhaft verstärktes Längenwachstum des Körpers, Leber-, Milz- oder Nierenvergrößerung, erheblich vergrößerte Zunge, Nabel(schnur)bruch, Fehlentwicklung der Ohrmuscheln, Nierenanomalien und ein erhöhtes Risiko für bestimmte bösartige Erkrankungen (insbesondere Wilms-Tumoren). Das BWS, auch Wiedemann-Beckwith-Syndrom genannt, gehört zu den erblichen Krebssyndromen und wird durch verschiedene genetische Veränderungen (auf Chromosom 11) hervorgerufen.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Kinder und Jugendliche mit BWS haben ein erhöhtes Risiko, zum Beispiel an einem Wilms-Tumor, einem Lebertumor (Hepatoblastom), einem Weichteilsarkom (Rhabdomyosarkom) oder einem Neuroblastom zu erkranken.
Querverweise:
Hepatoblastom
-
Krebssyndrom
-
Rhabdomyosarkom
-
Syndrom
-
Weichteilsarkome
-
Wilms-Tumor
-
Chromosom
-
erbliche Krebssyndrome
Bedside-Test
Kontrolle der Blutgruppen von Spender- und Empfängerblut unmittelbar vor einer Transfusion von Blut-Plasma-Produkten , z.B. Erythrozyten- oder Thrombozytenkonzentrat
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Vor jeder Transfusion von Blutprodukten, z.B. bei Patienten mit Anämie, muss überprüft werden, ob die Blutgruppe des Spenders zu der des Empfängers passt, damit es nicht zu einer Abstoßungs- bzw. Unverträglichkeitsreaktion kommt.
Querverweise:
Bluttransfusion
-
Kreuzprobe
benigne
gutartig
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: gutartige Tumoren
Benignität
Gutartigkeit
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: gutartige Tumoren
Bestrahlung
kontrollierte Anwendung ionisierender Strahlen zur Behandlung von bösartigen Erkrankungen
Querverweise:
ionisierende Strahlen
Bild gebende Verfahren
Untersuchungsmethoden, die Bilder vom Körperinneren erzeugen; hierzu zählen z.B. die Ultraschall- und Röntgenuntersuchung, Computertomographie, Magnetresonanztomographie und Szintigraphie.
Querverweise:
Ultraschall
-
Röntgenuntersuchung
-
Computertomographie
-
Magnetresonanztomographie
-
Szintigraphie
Hauptinformationsseite:
Bild gebende Verfahren
Bilirubin
Blutbestandteil; gelbbrauner Gallenfarbstoff; Abbauprodukt des Hämoglobins
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: eine Erhöhung des Bilirubins im Serum und/oder im Urin über den altersentsprechenden Normalwert kann Zeichen einer Leberstörung und/oder einer Störung des Gallensystems sein
Querverweise:
Hämoglobin
-
Serum
Bindegewebe
Füllgewebe in organfreien Körperräumen; Stützgewebe (z.B. Knorpel, Knochen); Hüllgewebe (z.B. Kapseln von Organen); Speichergewebe (z.B. Fettgewebe); Gerüstgewebe von Organen; Leitgewebe von Organen (z.B. Nerven)
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Manche Tumoren entstehen durch Entartung von Vorläuferzellen des Bindegewebes (z.B. Osteosarkome)
Querverweise:
Osteosarkom
-
Osteosarkom
Biopsie
Entnahme einer Gewebeprobe zwecks anschließender (v.a. mikroskopischer) Untersuchung; sie kann z.B. durch Punktion mit einer Hohlnadel, unter Anwendung spezieller Instrumente (z.B. Zangen, Stanzinstrumenten, Sonden) oder operativ mit dem Skalpell erfolgen.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: wichtiges Untersuchungsverfahren bei der Diagnose einer Krebserkrankung. Häufig kann erst durch eine Biopsie eine eindeutige Diagnose erfolgen, d.h. Art, ggf. Unterart, Bösartigkeit und Prognose der Erkrankung bestimmt werden.
Querverweise:
Punktion
Blackfan-Diamond-Anämie
Erbliche Blutkrankheit, gekennzeichnet durch eine Störung der Knochenmarksfunktion. Es besteht ein erhöhtes Risiko, an einer akuten myeloischen Leukämie oder einem myelodysplastischen Syndrom (MDS) zu erkranken.
Querverweise:
akute myeloische Leukämie
-
Knochenmark
-
Leukämie
-
myelodysplastisches Syndrom
Blasenkatheter
Instrument zur einmaligen oder längerfristigen künstlichen Harnableitung bei Abflussbehinderungen des Urins unterhalb der Harnblase;
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: z.B können manche Tumoren durch ihre Lokalisation zu Abflussbehinderungen des Urins führen, so dass zeitweilig eine künstliche Urinableitung erforderlich ist
Querverweise:
Katheter
Blastem
Keimgewebe aus teilungsfähigen Stammzellen
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Wilms-Tumoren entstehen z.B. aus entartetem Keimgewebe, das meist aus Vorläuferzellen von Nierenzellgewebe besteht
Querverweise:
Wilms-Tumor
Blasten
unreife (hier auch entartete) Vorläuferzellen der weißen Blutzellen (Leukozyten) bzw. deren Unterformen (z.B. Granulozyten, Lymphozyten)
Querverweise:
Granulozyten
-
Leukozyten
-
Lymphozyten
Blastom
embryonale Tumore, die während der Gewebe- oder Organentwicklung entstehen. Aufgrund der geringen Ausreifung (Differenzierung) der Zellen ist die Herkunft der Tumore oftmals nicht genau bekannt.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter sind häufig Blastome. Zu ihnen zählen z.B. Medulloblastom, Neuroblastom, Nephroblastom, Hepatoblastom und Retinoblastom.
Querverweise:
Differenzierung
-
embryonal
-
Hepatoblastom
-
Medulloblastom
-
Neuroblastom
-
Retinoblastom
-
Zelle
Bloom-Syndrom
(Abk.: BS)
seltene erbliche Erkrankung, gekennzeichnet durch Wachstumsstörungen, Pigmentfehler, Lichtempfindlichkeit, Störungen der Fruchtbarkeit, verstärkte Infektanfälligkeit und erhöhtes Krebsrisiko (Leukämien und solide Tumoren) Betroffene Patienten entwickeln bereits in den ersten zwei Lebensjahren mehrere, in der übrigen Bevölkerung selten auftretende Tumoren. Das Bloom-Syndrom zählt daher zu den vererbbaren Krebssyndromen.
Querverweise:
Krebssyndrom
-
Leukämie
-
solide
-
Tumor
Blut-Hirn-Schranke
Schranke zwischen Blut und Zentralnervensystem (ZNS), die nur für bestimmte körpereigene und -fremde Stoffe durchlässig ist und dadurch eine aktive Kontrolle über den Stoffaustausch mit dem ZNS ermöglicht. (Besteht vermutlich aus speziellen Zellen in den Wänden und der Umgebung der Hirngefäße.)
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Manche Zytostatika können aufgrund ihrer chemischen Eigenschaften die Blut-Hirn-Schranke nicht passieren und werden deshalb bei der Behandlung von Hirntumoren oder Hirnmetastasen anderer Krebserkrankungen nicht intravenös, sondern in den Liquorraum (intrathekal) verabreicht (z.B. Methotrexat; Ara-C).
Querverweise:
intrathekal
-
Liquor
-
Zentralnervensystem
Blutaustauschtransfusion
Bluttransfusion, bei der das gesamte Blut eines Patienten durch das Blut eines Spenders ersetzt wird
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Blutaustauschtransfusionen werden beispielsweise bei schweren Komplikationen der Sichelzellkrankheit vorgenommen.
Querverweise:
Bluttransfusion
Blutbild
(Abk.: BB)
syn. engl.: complete blood count (CBC)
Blutanalyse zur Bestimmung der qualitativen und quantitativen Zusammensetzung des Blutes in einer Blutprobe: Untersucht werden u.a. die Zahl der roten und weißen Blutkörperchen sowie der Blutplättchen, der Hämoglobingehalt (Hb-Wert) des Blutes und der Volumenanteil der roten Blutkörperchen am Gesamtblut (Hämatokrit).
Das "große Blutbild" beinhaltet zusätzlich ein so genanntes Differentialblutbild, bei dem speziell die weißen Blutzellen genauer auf ihre Zusammensetzung (prozentuale Anteile der verschiedenen Unterformen) und ihr Aussehen überprüft werden.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: diagnostische Maßnahme insbesondere bei Blutkrankheiten, Leukämien und Lymphomen, bei Infektionen, während der Behandlung von Blut- und Krebserkrankungen zur Kontrolle der Knochenmarkfunktion.
Querverweise:
Erythrozyten
-
Hämoglobin
-
Infektion
-
Knochenmark
-
Leukämie
-
Leukozyten
-
Thrombozyten
-
Hämatokrit
-
Differentialblutbild
Blutgasanalyse
(Abk.: BGA)
Bestimmung der Gase (z.B. Sauerstoff, Kohlendioxyd) im arteriellen und/oder venösen Blut nach einer Blutentnahme
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: diagnostische Maßnahme bei Patienten mit Störungen, die die Lunge betreffen (pulmonale Störungen); zum Beispiel ausgelöst durch die Raum fordernde Wirkung eines Tumors im Bereich des Mediastinums, durch eine Infektion oder Sepsis.
Querverweise:
Infektion
-
Mediastinum
-
Sepsis
Blutgerinnung
phasenweises Erstarren des flüssigen Blutes; eine intakte Blutgerinnung ist z.B. wichtig bei der Blutstillung und Wundheilung während bzw. nach Operationen. Der Vorgang der Blutgerinnung ist vom Gleichgewicht vieler verschiedener Faktoren (Gerinnungsfaktoren, Thrombozytenfaktoren) abhängig. Eine herabgesetzte Blutgerinnung führt zu erhöhter Blutungsneigung und/oder verlängerter Blutungszeit (z.B. nach einer Verletzung). Eine erhöhte Blutgerinnung kann z.B. Thrombosen verursachen.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Die Blutgerinnung kann z.B. durch regelmäßige Einnahme bestimmter Medikamente wie Acetylsalicylsäure (ASS), als Nebenwirkung mancher Zytostatika (z.B. Asparaginase) und auch im Rahmen einer krankheits- und/oder behandlungsbedingten Thrombozytopenie beeinträchtigt sein. Während einer Krebsbehandlung muss sie entsprechend regelmäßig kontrolliert werden.
Querverweise:
Thrombozyten
-
Thrombozytopenie
-
Thrombose
-
Zytostatikum
Blutgruppe
erbliche, meist stabile, auf den Zellwänden von Blut- und anderen Gewebezellen befindlichen Struktureigenschaften (Blutgruppenantigene) von Blutbestandteilen (z.B. ABNull-Blutgruppen);
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Vor jeder Transfusion von Blutprodukten, z.B. bei Patienten mit Leukämie oder Anämie, muss überprüft werden, ob die Blutgruppe des Spenders zu der des Empfängers passt, damit es nicht zu einer Abstoßungs- bzw. Unverträglichkeitsreaktion kommt. Bei Blutunverträglichkeit verklumpen die roten Blutkörperchen eines Menschen, wenn man sie mit dem Blutserum eines anderen mischt (Antigen-Antikörper-Reaktion).
Querverweise:
Antigen
-
Bluttransfusion
-
Anämie
-
Leukämie
-
Antikörper
-
Bedside-Test
Blutkonserve
ungerinnbar gemachtes, auf Blutgruppen geprüftes, serologisch und bakteriologisch einwandfreies Blut, das durch Blutspenden gewonnen, in Blutbanken aufbewahrt und bei Bedarf für Bluttransfusionen ausgegeben wird.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: für Transfusionen bei krankheits- oder behandlungsbedingter Anämie
Querverweise:
Anämie
-
Bedside-Test
-
Bluttransfusion
Blutkultur
Methode zum Nachweis bzw. zur Züchtung von Infektionserregern (z.B. Bakterien, Pilzen) aus einer Blutprobe; je nach Erregernachweis in der Blutkultur kann anschließend das wirksamste Antibiotikum ausgetestet werden (Antibiogramm)
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Bei Krebspatienten mit Verdacht auf ein erhöhtes Risiko für eine Infektion bzw. Patienten mit einer Infektion wird bei Fieber Blut für eine Blutkultur entnommen
Querverweise:
Antibiotikum
-
Infektion
Blutplasma
Bestandteil (etwa 60 %) des Blutes; gelblich-weiße Flüssigkeit, die sich v.a. aus Wasser (etwa 90 %), Eiweißen, Salzen, Spurenelementen und Vitaminen zusammensetzt
Blutstammzellen
syn. Stammzellen des Knochenmarks
Vorläuferzellen aller Blutzellen; aus ihnen entstehen die roten Blutkörperchen (Erythrozyten), die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) sowie die Blutplättchen (Thrombozyten) und einige andere Zellen. Dieser Prozess wird als Blutbildung bezeichnet. Die verschiedenen Blutzellen werden im Knochenmark gebildet und von dort teilweise ins Blut ausgeschwemmt.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Die Blutbildung kann infolge bösartiger Erkrankungen (z.B. Leukämien) und/oder einer Krebsbehandlung (mittels Chemo- oder Strahlentherapie) gestört sein; u. U. ist in der Folge eine Übertragung gesunder Blutstammzellen erforderlich (Stammzelltransplantation).
Querverweise:
Erythrozyten
-
Leukozyten
-
Thrombozyten
-
Stammzellen
-
Stammzelltransplantation
Blutsystem
syn. Blutkreislauf
Blutumlauf im Körper mit den Blutgefäßen als Transportsystem, in denen das Blut als Transportmittel vom Herzen (Pumpe) bewegt wird; a) zur Versorgung der Körperzellen mit den erforderlichen Stoffen, b) zum Abtransport von Stoffwechselprodukten, die der Körper nicht mehr benötigt, c) zum Wärmetransport
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Über das Blutsystem können Tumorzellen innerhalb des ganzen Körpers verschleppt werden (Metastasierung)
Querverweise:
Metastase
Bluttransfusion
Übertragung von Blut (Vollblut) oder Blutbestandteilen (z.B. Erythrozytenkonzentrat, Thrombozytenkonzentrat) von einem Spender auf einen Empfänger;
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Bluttransfusionen sind bei vielen Patienten mit schwerer Blutarmut infolge einer angeborenen Blutkrankheit oder im Rahmen einer Krebsbehandlung notwendig. Vor einer Transfusion wird immer sichergestellt, dass Empfänger und Spender die gleiche Blutgruppe haben (Ausnahme bei Universalspenderblut der Blutgruppe 0).
Querverweise:
Anämie
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Blutkonserve
-
Knochenmarkdepression
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Thrombozytopenie
-
Erythrozyten
-
Thrombozyten
-
Transfusion
-
Blutgruppe
Bolus
große Pille; schnelle intravenöse Gabe eines Medikaments
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Manche Zytostatika werden als Bolus verabreicht.
Brachytherapie
syn. Kurzdistanzbestrahlung, interstitielle Bestra
Behandlung von Tumoren mit ionisierender Strahlung auf kurze Entfernung. Dabei wird in der Regel ein Strahlenträger (Iod- oder Ruthenium-Applikator) durch einen operativen Eingriff in den Bereich des Tumors eingebracht und dort so lange belassen, bis die gewünschte Strahlendosis erreicht ist. Da die Strahlung nur in Richtung des Tumors abgegeben wird, ist eine weitgehende Schonung des benachbarten Gewebes möglich.
Querverweise:
Strahlentherapie
Braunüle
syn. Flexüle, Viggo, Venflon (je nach Hersteller)
besondere Form der Kanüle. Sie dient der Flüssigkeitsergänzung oder der intravenösen Applikation von Medikamenten und kann im Allgemeinen mehrere Tage verwendet werden (Venenverweilkanüle oder Venenverweilkatheter). Der Patient wird auf diese Weise nicht mehrmals mit Einstichen belastet.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Wird zum Beispiel im Rahmen der Krebsbehandlung zur Verabreichung von Zytostatika verabreicht. Auch Bluttransfusionen werden im Allgemeinen über Venenverweilkanülen gegeben.
Querverweise:
Bluttransfusion
-
intravenös
-
Katheter
-
Zytostatika
Broviac-Katheter
zentraler Venenkatheter; Infusionsschlauch, dessen eines Ende in einem großen, herznahen Blutgefäß liegt. Das äußere Ende wird unterhalb des Schlüsselbeins durch die Haut heraus geleitet und kann, wenn eine Infusion erfolgen soll, mit dem Schlauchsystem des Infusionsbehälters verbunden werden. Bei Nichtgebrauch wird das nach außen ragende Katheterende verschlossen und steril verpackt.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Die meisten Patienten erhalten im Rahmen einer Krebsbehandlung (Chemotherapie) einen zentralen Venenkatheter, z.B. einen Broviac-Katheter.
Querverweise:
Chemotherapie
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Infusion
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Vene
-
zentraler Venenkatheter
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Katheterverweilsystem
Hauptinformationsseite:
Katheterimplantation
Bülau-Drainage
syn. Pleuradrainage
Methode zum fortlaufenden Entfernen von Luft und/oder pathologischen Flüssigkeitsansammlungen aus der Pleurahöhle (Brustfellhöhle)
Querverweise:
Pleuradrainage





