Glossar

Glossar der Begriffe, die in kinderkrebsinfo und kinderblutkrankheiten verwendet werden.

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c-myc syn. MYCN
steht für c-myc-Onkogen (auch MYCN-Onkogen), ein krebserzeugendes Gen, das sich in verschiedenen Tumorarten feststellen lässt, zum Beispiel bei manchen Neuroblastomen und Medulloblastomen.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: siehe MYCN-Onkogen
Querverweise: Onkogen - MYCN-Onkogen - Neuroblastom - Medulloblastom

C-reaktives Protein (Abk.: CRP)
Eiweiß, das in der Leber hergestellt wird und eine wichtige Rolle bei (infektiösen und nicht-infektiösen) Entzündungen spielt. Erhöhte CRP-Werte lassen sich im Blut (Serum oder Blutplasma) nachweisen. CRP steigt bei akuten Entzündungen innerhalb von Stunden um das 10- bis 1000-fache an. Wenn die Entzündung vorbei ist, fällt es rasch wieder ab (so genanntes Akut-Phase-Protein). CRP wird auch bei den meisten (Bakterien-)Infektionen neu gebildet. Das Protein hilft, tote Zellen, Zelltrümmer und giftige Substanzen aus geschädigtem Gewebe zu entfernen und bindet an körperfremde Strukuren, zum Beispiel von Bakterien und Pilzen.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Der CRP-Wert ist für die Diagnose von Infektionskrankheiten sowie akuten und chronischen Entzündungen sehr wichtig. Er wird auch im Krankheitsverlauf bestimmt um zu prüfen, ob eine Behandlung mit Antibiotika oder antientzündlichen Medikamenten wirkt.
Querverweise: Diagnostik - Infektion - Protein - Serum - Antibiotikum - Bakterien - Zelle - Blutplasma

Cafe-au-lait-Fleck
umschriebener, milchkaffeefarbener Fleck auf der Haut, der einzeln und mit der Geburt vorhanden sein oder in größerer Zahl bei Neurofibromatose vorkommen kann
Querverweise: Neurofibromatose

Calcium (Abk.: Ca)
für den Menschen lebensnotwendiger Mineralstoff, der vor allem im Knochengewebe deponiert ist. Calcium hat wichtige Aufgaben bei der Blutgerinnung, für die Erregbarkeit von Nerven, beim Knochenstoffwechsel und für die Funktion von Muskelzellen; Die Gesamtkonzentration von Calcium wird in der Regel im Blut nachgewiesen. Abweichungen des Calciumspiegels von den altersentsprechenden Normwerten kann auf Störungen / Krankheiten im Organsimus hinweisen.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Im Zusammenhang mit Elektrolyt-Schwankungen kann ein zu niedriger Calciumspiegel (Hypokalzämie) z.B. Zeichen einer Sepsis, Nierenfunktionsstörung oder Störung des Knochenstoffwechsels sein. Ein erhöhter Calciumspiegel (Hyperkalzämie) kann u.a. auf ein Tumorlyse-Syndrom oder eine Störung des Knochenstoffwechsels hinweisen.
Querverweise: Elektrolyte - Tumorlyse-Syndrom - Sepsis

Carbamacepin
Antiepileptikum
Querverweise: Antiepileptikum

Cephalgien
Kopfschmerzen
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: z.B. Kopfschmerzen bei: Anämie; Hirnhautentzündung (Meningitis); bei Flüssigkeitsmangel (z.B. im Zusammenhang mit Durchfall, Erbrechen); erhöhtem Druck im Schädelinneren (Hydrocephalus); als Nebenwirkung mancher Zytostatika oder von Strahlentherapie; bei Migräne
Querverweise: Anämie - Hirntumor - Hydrocephalus - Meningitis - Migräne - Strahlentherapie - Zytostatikum

Chediak-Higashi-Syndrom
sehr seltene Erbkrankheit, die sich u.a. durch verminderte Pigmentierung von Haut, Haar und Augen (Albinismus) , vergrößerte Leber und Milz (Hepatosplenomegalie), Lymphknotenschwellungen und wiederholte Infektionen der Haut und Atemwege äußert. Es besteht ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung bösartiger Tumore. Die Krankheit wird autosomal-rezessiv vererbt und beruht auf Funktionsstörungen verschiedener weißer Blutzellen.
Querverweise: Lymphknoten - Infektion - autosomal-rezessiv

Chemotherapeutika
Sammelbezeichnung für natürlich vorkommende oder synthetisch hergestellte niedermolekulare Substanzen mit (weitgehend) selektiv schädigender Wirkung auf Krankheitserreger und Tumorzellen durch Blockade des Stoffwechsels (z.B. Antibiotika, Antimykotika; Zytostatika)
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Einsatz von Zytostatika im Rahmen der Krebsbehandlung
Querverweise: Chemotherapie - Zytostatikum

Chemotherapie
hier: Einsatz von Medikamenten (Chemotherapeutika, Zytostatika) zur spezifischen Hemmung von Tumorzellen im Organismus
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: wichtige Therapieform im Rahmen einer Krebsbehandlung im Kindes-und Jugendalter
Querverweise: Chemotherapeutika

Cholesterin syn. Cholesterol
lebenswichtiger Naturstoff tierischer Zellen und wichtiger Bestandteil der Zellmembran. Es trägt dazu bei, Signalstoffe in die Zellmembran hinein und hinaus zu transportieren, erhöht die Stabilität der Membran und dient im Körper u.a. auch als Vorstufe für Steroidhormone und Gallensäuren.
Querverweise: Zelle - Steroidhormon

Chromosom
Chromosomen sind die Träger des Erbgutes, also der genetischen Information einer Zelle; sie bestehen vor allem aus DNA und Eiweißen und sind Bestandteile des Zellkerns. Gestalt und Zahl sind artspezifisch. Der Mensch besitzt pro Körperzelle 46 Chromosomen (23 Chromosomenpaare).
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Die Untersuchung des Zellkerns und seiner Chromosomen (Zytogenetik) ist häufig Bestandteil diagnostischer Untersuchungen. Chromosomenveränderungen können u.a. dazu beitragen, dass aus einer gesunden Zelle eine Krebszelle wird.
Querverweise: Diagnostik - Zelle - Zellkern - Zytogenetik - genetisch - DNA

Chromosomen
Träger des Erbgutes, d.h. der genetischen Information einer Zelle; Chromosomen bestehen vor allem aus DNA und Eiweißen und sind Bestandteile des Zellkerns. Gestalt und Zahl der Chromosomen sind artspezifisch. Der Mensch besitzt pro Körperzelle 46 Chromosomen (23 Chromosomenpaare).
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Die Untersuchung des Zellkerns und seiner Chromosomen (Zytogenetik) ist häufig Bestandteil diagnostischer Untersuchungen. Chromosomenveränderungen können u.a. dazu beitragen, dass aus einer gesunden Zelle eine Krebszelle wird.
Querverweise: Diagnostik - genetisch - Zelle - Zellkern - Zytogenetik - DNA

Chromosomenaberration
Veränderung, die Struktur und/oder Zahl der Chromosomen betrifft
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Manche Zytostatika können Chromosomenaberrationen hervorrufen.
Querverweise: Chromosom

Chromosomenanalyse
Bestimmung von Zahl, Form, Größe, Aussehen der Chromosomen
Querverweise: Chromosom

chronisch
langsam sich entwickelnd, schleichend, von langer Dauer

Computertomographie (Abk.: CT)
bildgebendes, röntgendiagnostisches Verfahren; es erzeugt durch die computergesteuerte Auswertung einer Vielzahl von Röntgenaufnahmen aus verschiedenen Richtungen ein Bild. Dadurch können Schichtaufnahmen von Körperteilen (Tomogramme, Quer- oder Längsschnitte des menschlichen Körpers) hergestellt werden.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Wird bei der Diagnoste von Tumor- bzw. Krebserkrankungen häufig eingesetzt.
Querverweise: Diagnostik - Röntgenstrahlung - Tumor
Hauptinformationsseite: Computertomographie (CT)

Cortisol syn. Hydrocortison
Steroidhormon, das seine Hauptwirkungen im Zucker- und Fettstoffwechsel sowie beim Abbau von Körpereiweißen hat; Cortisol ist der Hauptvertreter der Glukokortikoide; es wird in der Nebennierenrinde gebildet und nach Anregung durch das Hypophysenhormon Corticotropin (ACTH) in den Blutkreislauf abgegeben.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Bei manchen Tumorerkrankungen (z.B. Hirntumoren im Bereich der Hypophyse) bzw. deren Behandlung (z.B. nach Bestrahlung des Gehirns) kann es zur verminderten Ausschüttung oder zum Ausfall des Hypophysenhormons ACTH (adrenocorticotropes Hormon) und folglich zu erniedrigten Cortisolspiegeln im Blut kommen. Dann wird längerfristig eine medikamentöse Behandlung mit Hydrocortison notwendig.
Querverweise: Hormon - Hypophyse - Nebennierenrinde

Cumarin
Cumarin ist ein in der Natur verbreitet vorkommender Pflanzeninhaltsstoff mit süßem, vanilleähnlichem, kräuterartigem und würzigem Duft. Enthalten ist Cumarin unter anderem in Waldmeister, in der Tonkabohne (spanisch cumarú) und in den verschiedenen Zimtsorten. Während Ceylon-Zimt nahezu frei von Cumarin ist, beträgt der Gehalt in Cassia-Zimt bis zu 12 g/kg.