Glossar
Glossar der Begriffe, die in diesem Informationsangebot verwendet werden.
familiäre adenomatöse Polyposis
(Abk.: FAP)
erbliches Krebs-Syndrom, bei dem es zum Auftreten zahlreicher drüsenartiger Polypen im Dick- und Enddarm kommt, mit deren Größenzunahme auch das Entartungsrisiko zunimmt (Übergang in so genannte Adenokarzinome). Ein großer Teil der Polyposispatienten hat ein erhöhtes Risiko, auch außerhalb des Darms Tumoren zu entwickeln.
Querverweise:
Krebssyndrom
-
Karzinom
Fanconi-Anämie
erbliche Blutbildungsstörung; sie ist u.a. gekennzeichnet durch eine fortschreitende Funktionsstörung des Knochenmarks, die zu einer verminderten Bildung von Blutzellen führt (Knochenmarkinsuffizienz), sowie durch chronische Anämie und ein hohes Krebsrisiko (v.a. für akute myeloische Leukämien). Zu den weiteren Begleiterscheinungen gehören Skelettfehlbildungen (z.B. Kleinwuchs, Fehlbildungen der Daumen und Arme). Die Fanconi-Anämie zählt zu den erblichen Krebssyndromen. Auf zellulärer Ebene zeigt sich eine erhöhte Chromosomenbrüchigkeit; diese führt zu Chromosomenveränderungen und, damit einhergehend, zu Störungen der Zellzykluskontrolle.
Querverweise:
Anämie
-
Chromosom
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Leukämie
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Zellzyklus
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Knochenmark
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akute myeloische Leukämie
-
erbliche Krebssyndrome
feingeweblich
syn. histologisch
Querverweise:
Histologie
Feinnadelbiopsie
syn. Feinnadelpunktion, Feinnadelaspirationsbiopsi
Diagnoseverfahren, bei dem mit Hilfe einer dünnen Hohlnadel Zellen aus einem inneren Organ zur feingeweblichen Untersuchung gewonnen werden. Das Einführen der Hohlnadel kann gezielt unter der Kontrolle eines Bild gebenden Verfahrens (wie Ultraschall) erfolgen.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Die Feinnadelbiopsie kann bei einem Krebsverdacht sinnvoll sein.
Querverweise:
Zelle
-
Punktion
-
Biopsie
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Ultraschall
Ferritin
Eiweißstoff, der der Speicherung von Eisen im Körper dient. Der Gehalt an Ferritin im Blut gibt Auskunft über den Zustand des gesamten Eisenspeichers des Organismus.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Bei einer Eisenmangelanämie, der häufigsten erworbenen Form der Blutarmut bei Kindern und Jugendlichen, ist das Ferritin im Blut typischerweise erniedrigt.
fetal
Die Entwicklungsphase des menschlichen Embryos ab dem 61. Schwangerschaftstag (Fetogenese)
Querverweise:
Fetus
-
Alpha-1-Fetoprotein
Fetus
Bezeichnung für die Frucht im Mutterleib in der Zeit nach Abschluss der Organentwicklung (Embryonalzeit) bis zum Ende der Schwangerschaft
Fibrin
Eiweißkörper, der im menschlichen Blut als lösliches Fibrinogen vorkommt und als Klebstoff bei der plasmatischen Blutgerinnung funktioniert: Fibrinogen gerinnt mit Luftsauerstoff unter Einwirkung des Blutenzyms Thrombin zu Fibrin und verklebt (als Blutgerinnsel) die verletzten Blutgefäße.
Querverweise:
Blutgerinnung
-
Thrombus
fokal
von einem Herd (Fokus) ausgehend
Querverweise:
Fokus
Fokus
lateinisch focus: Herd, Streuherd; Sitz eines lokalen Krankheitsprozesses, der über die direkte Umgebung hinaus krankhafte (pathologische) Fernwirkungen auslösen kann
Querverweise:
fokal
Follikel-stimulierendes Hormon
(Abk.: FSH)
syn. Follitropin
in der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) gebildetes Hormon, das die Entwicklung und Funktion der Geschlechtsdrüsen (»Keimdrüsen, Gonaden) stimuliert: bei der Frau ist FSH an der Regulation des Menstruationszyklus beteiligt, beim Mann fördert es die Entwicklung der Samenzellen.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Im Rahmen einer Krebsbehandlung (z.B. mittels Chemotherapie, Bestrahlung des Gehirns, Stammzelltransplantation, Operation [bei einem Hirntumor]) kann es zu einer Störung der Hypophysenfunktion und damit u.a. auch der FSH-Produktion kommen. Das daraus resultierende Risiko für Wachstums- und Entwicklungsstörungen wird im Rahmen regelmäßiger, fachgerechter Nachsorgeuntersuchungen durch pädiatrische Onkologen und Endokrinologen überwacht.
Querverweise:
Hormon
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Hypophyse
-
Pubertät
Folsäure
syn. Folat, Vitamin B9
Vitamin aus dem B-Komplex Mangelnde Folsäureversorgung von schwangeren Frauen führt zur Geburt von Kindern mit Neuralrohrfehlbildungen. Zu den natürlichen Folsäurelieferanten gehören sowohl pflanzliche als auch tierische Produkte wi beispielsweise Hefen, Weizenkeime und -kleie sowie Kalbs- oder Geflügelleber.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Kinder und Jugendliche mit bestimmten Formen der Blutarmut (hämolytischen Anämien) wie bei der Sichelzellkrankheit, oder mit Infektionen wie Malaria oder Hepatitis haben einen erhöhten Folsäurebedarf. Umgekehrt kann ein Folsäuremangel zu Blutblidungsstörungen führen.
Querverweise:
Infektion
-
Hepatitis
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Malaria
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Anämie
Fontanelle
natürliche Knochenlücke des Schädeldachs, die bindegewebig überdeckt ist und sich normalerweise bis zum zweiten Lebensjahr schließt
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Eine vorgewölbte Fontanelle kann Zeichen für einen erhöhten Druck im Schädelinneren eines Säuglings/Kleinkindes (z.B. im Rahmen einer Hirntumorerkrankung, Entzündungen des Gehirns, unbehandeltem, drainagepflichtigem Hydrozephalus) sein. Eine eingezogene Fontanelle kann Hinweis für einen Flüssigkeitsmangel (z.B. im Rahmen von Infektionen, häufigem Erbrechen/Durchfall) bei einem Säugling/Kleinkind sein.
Querverweise:
Diarrhö
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Emesis
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Hirntumor
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Hydrocephalus
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Infektion
Fraktur
Knochenbruch
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Knochentumoren können die Brüchigkeit eines Knochens erhöhen und zu so genannten pathologischen Frakturen führen, d.h. Knochenbrüchen, die nicht mit einer Verletzung einhergehen, sondern spontan oder bei nur geringfügiger Belastung entstehen.
Querverweise:
Osteosarkom
French-American-British-Klassifikation
(Abk.: FAB-Klassifikation)
Einteilungssystem der akuten myeloischen Leukämie nach den strukturellen (morphologischen) und immunologischen Eigenschaften der Leukämiezellen; so benannt nach einer Gruppe von Hämatologen, die diese Einteilung entwickelt haben.
Querverweise:
akute myeloische Leukämie
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immunologisch
frontal
stirnwärts, stirnseitig





