Glossar
Glossar der Begriffe, die in diesem Informationsangebot verwendet werden.
Halbwertszeit
(Abk.: HWZ)
Die HWZ gibt an, (a) nach welcher Zeit sich eine im Körper befindliche Substanz durch Stoffwechselvorgänge und/oder durch Ausscheidung um die Hälfte vermindert hat, (b) die Hälfte einer körpereigenen Substanz im Körper neu gebildet wird oder (c) die im Körper(-teil) gemessene Aktivität einer radioaktiven Substanz durch radioaktiven Zerfall oder Ausscheidung auf die Hälfte abgefallen ist.
häm-
Wortteil: das Blut betreffend
Hämangioblastom
syn. Lindau-Tumor
gutartiger Gefäßtumor des Zentralnervensystems, ausgehend von entarteten embryonalen Gefäßgewebezellen; tritt am häufigsten im Kleinhirn auf, seltener im Rückenmarkskanal oder im Großhirn. Treten mehrere Tumoren gleichzeitig auf, liegt meist ein Von-Hippel-Lindau-Syndrom vor. Bei dieser erblichen Erkrankung findet man Hämangioblastome auch in der Netzhaut.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: bei Kindern und Jugendlichen vorkommende, seltene Form der ZNS-Tumoren (Hirntumoren)
Querverweise:
embryonal
-
Hirntumor
-
Tumor
-
Von-Hippel-Lindau-Syndrom
Hämangioendotheliom
bösartiger, von den Blugefäßen ausgehender Tumor
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Hämangioendotheliome der Leber sind sehr selten vorkommende angeborene Tumoren, die bei Neugeborenen eine akute Herzinsuffizienz verursachen können.
Querverweise:
Tumor
Hämangiom
gutartige Neubildungen von Blutgefäßen (z.T. auch als Blutschwamm bezeichnet) v.a. in der Haut, aber auch, abhängig von der Art des Hämangioms, in anderen Organen; Hämangiome entwickeln sich in den ersten Lebenswochen oder sind bereits bei der Geburt vorhanden, bilden sich aber meist innerhalb von ein paar Jahren von selbst zurück.
Hamartom
syn. Hamartie
während der Embryonalentwicklung entstehende, gutartige tumorartige Fehlbildung aus atypisch differenziertem Keimgewebe; v.a. in Haut, Lunge und Leber
Querverweise:
embryonal
-
Differenzierung
Hämatokrit
(Abk.: HKT)
Anteil aller zellulären Bestandteile am Volumen des Blutes; der Hämatokrit hängt vor allem von der Konzentration der roten Blutzellen (Erythrozyten) ab. Da diese etwa 99 % der Zellbestandteile des Blutes ausmachen, erlaubt die Bestimmung des Hämatokrit-Wertes vor allem Rückschlüsse auf den Anteil der Erythrozyten im Blut.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Der Hämatokrit wird im Rahmen des Blutbildes bestimmt.
Querverweise:
Blutbild
-
Zelle
-
Erythrozyten
Hauptinformationsseite:
Die Bestandteile des Blutes
Hämatologe
Facharzt für Erkrankungen des Blutes und der Blut bildenden Organe
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Die häufigsten bösartigen Blutkrankheiten im Kindes- und Jugendalter sind akute Leukämien sowie Lymphome (Non-Hodgkin-Lymphom und Hodgkin-Lymphom).
Querverweise:
Hämatologie
-
Leukämie
-
Lymphom
-
Non-Hodgkin-Lymphom
-
Hodgkin-Lymphom
-
akute lymphoblastische Leukämie
-
akute myeloische Leukämie
Hämatologie
Die Lehre von den Erkrankungen des Blutes und der Blut bildenden Organe
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Die häufigsten bösartigen Blutkrankheiten im Kindes- und Jugendalter sind akute Leukämien sowie Lymphome (Non-Hodgkin-Lymphom und Hodgkin-Lymphom).
Querverweise:
Leukämie
-
Lymphom
hämatologisch
die Lehre von den Erkrankungen des Blutes betreffend
Hämatom
syn. blauer Fleck, Veilchen (am Auge)
Bluterguss Ein Hämatom ist ein Blutaustritt aus verletzten Blutgefäßen ins Körpergewebe oder in eine vorbestehende Körperhöhle.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Kinder und Jugendliche mit einem Mangel an Blutplättchen haben oft vermehrt Hämatome
Hämatom
syn. Bluterguss
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Kinder/Jugendliche mit Thrombozytopenie, z.B. im Rahmen einer Leukämie oder einer Chemotherapie, entwickeln häufig Hämatome - auch bereits nach leichten Verletzungen
Querverweise:
Chemotherapie
-
Leukämie
-
Thrombozytopenie
Hämatopoese
Bildung der Blutzellen im Knochenmark
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: die Hämatopoese kann bei Krebserkrankungen, die das Knochenmark betreffen, vermindert und/oder gestört sein (z.B. bei Leukämien; Knochenmarkmetastasen)
Querverweise:
Knochenmark
-
Leukämie
-
Metastase
Hämoglobin
(Abk.: Hb)
roter Blutfarbstoff in den roten Blutkörperchen (Erythrozyten); er besteht aus einem eisenhaltigen Protein und ist für den Sauerstofftransport im Organismus verantwortlich.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Bei einer Anämie liegt Hämoglobin in verringerter Menge vor.
Querverweise:
Anämie
-
Bluttransfusion
-
Bedside-Test
Hauptinformationsseite:
Die Bestandteile des Blutes
Hämolyse
Zerfall der roten Blutkörperchen
hämolytisch
Hämolyse bewirkend
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: -die Erythrozyten werden zu schnell abgebaut.
-die Lebensdauer der Erythrozyten ist verkürzt.
-die Zellwände der Erythrozyten werden angegriffen, so dass sich die Zellen auflösen.
Querverweise:
Hämolyse
Hämorrhagie
Blutung
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Bei einem krankheits- oder behandlungsbedingten Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie) ist das Blutungsrisiko erhöht (z.B. Haut- und Schleimhautblutungen, u.U. auch Blutungen innerer Organe). Ein erhöhtes Blutungsrisiko besteht z.B. bei Leukämiepatienten durch die Erkrankung selbst sowie deren Behandlung (Chemotherapie).
Querverweise:
Leukämie
-
Thrombozyten
-
Thrombozytopenie
hämorrhagisch
mit Blutungen zusammenhängend oder zu Blutungen führend
Hämorrhoiden
knotenförmig hervortretende Erweiterungen der Mastdarmvenen im Bereich des Afters (Anus)
Querverweise:
Vene
haploidentische Stammzelltransplantation
syn. haploident
spezielle Form der allogenen Stammzelltransplantation, bei der die Hälfte der Zelloberflächenmerkmale (HLA-Merkmale) übereinstimmen; als haploidente Spender kommen in der Regel die Eltern des Patienten in Frage. Da sämtliche Erbmerkmale - also auch die HLA-Gewebsantigene - zu gleichen Teilen von Vater und Mutter stammen, kann der Patient (hier: das Kind oder der Jugendliche) jeweils nur in der Hälfte seiner Gene mit seinem Vater oder seiner Mutter übereinstimmen. Man spricht deswegen von haplo- (=halb) ident.
Querverweise:
allogene Stammzelltransplantation
-
HLA
-
HLA-Typisierung
-
Gen
Harn
syn. Urin
in den Nieren gefilterte und über die Harnwege ausgeschiedene Körperflüssigkeit, die u.a. den Flüssigkeitshaushalt, das Elektrolyt- und das Säure-Basen-Gleichgewicht reguliert. Darüber hinaus entledigt sich der Körper mit dem Urin überschüssiger Stoffe wie Stoffwechselabbauprodukte und Medikamente. Eine Urinanalyse kann Hinweise auf verschiedene Störungen von inneren Organen geben.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Urinuntersuchungen sind Teil der Laboruntersuchungen, die im Rahmen der Krebsdiagnostik (Initial- und Verlaufsdiagnostik) durchgeführt werden. Die Zusammensetzung des Urins gibt Aufschluss z.B. über die Funktionen innerer Organe (z. B. Nieren, Leber) und das Allgemeinbefinden des Patienten. Bei manchen Krebserkrankungen lassen sich z.T. auch Tumormarker im Urin nachweisen.
Querverweise:
Elektrolyte
-
Harnstoff
-
Harnsäure
-
Säure-Basen-Gleichgewicht
-
Tumormarker
Harnsäure
Endprodukt des Purinstoffwechsels; wird größtenteils über die Niere ausgeschieden
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Erhöhte Harnsäurewerte im Blut (Hyperurikämie) kommen z.B. bei erhöhtem Zellabbau (bei Leukämien und Lymphomen z.B. nach Chemotherapie) vor und können, wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden, zu einer Schädigung der Nieren führen.
Querverweise:
Chemotherapie
-
Leukämie
-
Lymphom
-
Purinbasen
-
Tumorlyse-Syndrom
Harnstoff
Bestandteil des Harns, der im so genannten Harnstoffzyklus in der Leber gebildet und durch die Niere ausgeschieden wird; wichtiges Endprodukt des Proteinstoffwechsels und Hauptausscheidungsform von Stickstoff
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Eine Harnstoffbestimmung erfolgt v.a. im Rahmen diagnostischer Untersuchungen und als Verlaufskontrolle bei Niereninsuffizienz. Mangelnde oder fehlende Nierenfunktion kann als Nebenwirkung und/oder Komplikation bei einigen Krebserkrankungen sowie deren Behandlung auftreten.
Querverweise:
Harn
-
Niereninsuffizienz
-
Protein
Heparin
gerinnungshemmender Stoff, der u.a. in Lunge, Leber, Thymus und Milz vorkommt
Hepatitis
Entzündung der Leber Leberentzündungen können auf unterschiedliche Weise entstehen, beispielsweise im Rahmen einer Infektion mit bestimmten Viren, den so genannten Hepatitis-Viren, nach einer Bestrahlung oder Verletzung und auch bei einer Blutabflusstörung.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Bei Kindern und Jugendlichen mit einer Hepatitis kann ein Mangel an weissen Blutkörperchen (Neutropenie) auftreten.
Querverweise:
Infektion
-
Viren
Hepatoblastom
embryonaler, bösartiger solider Tumor der Leber
Querverweise:
Blastem
-
embryonal
-
solide
-
Tumor
hereditär
erblich, vererbbar
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: z.B. erbliche Krebs-Syndrome
Herpes-simplex-Viren
(Abk.: HSV 1; HSV 2)
durch Herpes-simplex-Viren (HSV-1 oder HSV-2) ausgelöste Infektionen können sich lokal (z.B. in Form von Lippenbläschen) oder auch generalisiert (z.B. als Herpes-Enzephalitis = Hirnhautentzündung) zeigen; sie werden meist über Tröpfcheninfektion übertragen.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Durch HSV ausgelöste Infektionen können als Komplikation einer Krebsbehandlung bei abwehrgeschwächten (immunsupprimierten) Kindern und Jugendlichen auftreten
Querverweise:
Immunsuppression
-
Infektion
Herpes-zoster-Virus
(Abk.: HZV)
syn. Varizella-Zoster-Virus
DNS-Virus aus der Familie der Herpesviren; Erreger der Windpocken (Varizellen) und der Gürtelrose (Zoster); Übertragung durch Tröpfchen- und Schmierinfektion
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: eine Infektion mit dem HZV kann als Komplikation einer Krebserkrankung bei immunsupprimierten Kindern und Jugendlichen auftreten; um Infektionen bei diesen Patienten zu verhindern, erfolgen vorbeugende Maßnahmen (z.B. Schutzimpfung; ggf. Behandlung mit Virus hemmenden Medikamenten)
Querverweise:
Gürtelrose
-
Immunsuppression
-
Windpocken
Hickman-Katheter
zentraler Venenkatheter; Infusionsschlauch, dessen Ende in einem großen, herznahen Blutgefäß liegt. Das äußere Ende wird unterhalb des Schlüsselbeins durch die Haut heraus geleitet und kann, wenn eine Infusion erfolgen soll, mit dem Schlauchsystem des Infusionsbehälters verbunden werden. Bei Nichtgebrauch wird das nach außen ragende Katheterende verschlossen und steril verpackt.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Die meisten Kinder/Jugendlichen erhalten im Rahmen einer Krebsbehandlung (Chemotherapie) einen zentralen Venenkatheter, z.B. einen Hickman-Katheter
Querverweise:
Chemotherapie
-
Infusion
-
Vene
-
zentraler Venenkatheter
Hauptinformationsseite:
Katheterimplantation
hintere Schädelgrube
Teil des knöchernen Schädels, in dem sich unter anderem das Kleinhirn, ein Teil des Hirnstamms (die Rückseite der Brücke = Pons), der 4. Hirnventrikel und der Zusammenfluss der venösen Blutleiter (confluens sinuum) befinden.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Sitz einiger der primären Hirntumoren wie Medulloblastom oder Kleinhirn-Astrozytom
Querverweise:
Astrozytom
-
Hirnstamm
-
Hirntumor
-
Hirnventrikel
-
Kleinhirn
-
Medulloblastom
-
venös
Hauptinformationsseite:
Aufbau und Funktion des Zentralnervensystems (ZNS)
Hippel-Lindau-Syndrom
syn. Netzhautangiomatose, Von-Hippel-Lindau-Syndro
erbliche Erkrankung, gekennzeichnet u.a. durch geschwulstartige Neubildung von Gefäßgewebe (so genannten Angiomen) im Bereich der Augen-Netzhaut und des Kleinhirns, evtl. auch des Rückenmarks, sowie durch Zystenbildung in Bauchspeicheldrüse (Pankreas), Nieren und Leber, Phäochromozytomen und Nierenzellkarzinomen
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Kinder und Jugendliche mit diesem Syndrom haben ein erhöhtes Risiko, an einem ZNS-Tumor (Hirntumor), z.B. einem so genannten Hämangioblastom (Lindau-Tumor), sowie weiteren bösartigen Tumoren (Phäochromozytomen und Nierenzellkarzinomen) zu erkranken.
Querverweise:
Hämangioblastom
-
Hirntumor
-
Pankreas
-
Phäochromozytom
-
Syndrom
Hirnhäute
syn. Meningen
Bindegewebsschichten, die das Gehirn schützend umhüllen. An die drei Hirnhäute schließt sich nach außen der Schädelknochen an. Im Bereich des Rückenmarks gehen die Hirnhäute in die ebenfalls dreischichtige Rückenmarkshaut über, die den Rest des Zentralnervensystems umgibt.
Querverweise:
Bindegewebe
-
Liquor
-
Rückenmark
-
Zentralnervensystem
Hauptinformationsseite:
Aufbau und Funktion des Zentralnervensystems (ZNS)
Hirnstamm
syn. Stammhirn
Abschnitt des Gehirns, der den Übergang zwischen Gehirn und Rückenmark bildet. Es steuert lebenswichtige Funktionen wie Atmung, Herzfrequenz und Blutdruck und ist für wichtige Reflexe wie z.B. den Lidschluss-, Schluck- oder Hustenreflex, den Tränenfluss und die Speichelproduktion zuständig. Hier liegen auch die Ursprungsorte der Hirnnerven.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Etwa 10 bis 20 % der ZNS-Tumoren im Kindes- und Jugendalter sind Hirnstammtumoren. Meist handelt es sich um Gliome.
Querverweise:
Rückenmark
-
Zwischenhirn
-
ZNS-Tumor
-
Gliom
-
Gehirn
Hauptinformationsseite:
Aufbau und Funktion des Zentralnervensystems (ZNS)
Hirntumor
syn. Tumor des Zentralnervensystems (kurz: ZNS-Tum
Tumor des Zentralnervensystems; Ein primärer ZNS-Tumor ist ein solider Tumor, der in Gehirn- oder Rückenmarksgewebe entsteht. Bei sekundären ZNS-Tumoren handelt es sich um Metastasen von Tumoren anderer Organe oder Gewebe.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Primäre Hirntumoren sind die häufigsten soliden Tumoren und, nach den Leukämien, die zweithäufigsten Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Zu den wichtigsten ZNS-Tumoren zählen niedrigmaligne und hochmaligne Gliome, Medulloblastome, Ependymome und Kraniopharyngeome.
Querverweise:
Ependymom
-
Gliom
-
Leukämie
-
Medulloblastom
-
Metastase
-
solide
-
Rückenmark
-
Tumor
-
Zentralnervensystem
Hauptinformationsseite:
Hirntumoren - Tumoren des Zentralnervensystems (ZNS)
Hirnventrikel
syn. Ventriculus cerebri
mit Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit (Liquor cerebrospinalis) gefüllte Gehirnkammern; die insgesamt vier Hirnventrikel stellen die Fortsetzung des Rückenmarkkanals dar, der sich im Gehirn zu vier Kammern erweitert.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Ein Verschluss der Abflüsse des Liquors aus den Ventrikeln, z.B. infolge eines Hirntumors, führt zu einem Wasserkopf (Hydrocephalus), der u.U. eine Ventrikeldrainage erforderlich macht. Im Rahmen der Behandlung eines Hirntumors werden z.T. über ventrikuläre Zugänge (Ventrikelkatheter) Zytostatika direkt in die Hirnventrikel verabreicht.
Querverweise:
Hirntumor
-
Hydrocephalus
-
Liquor
-
Ventrikelkatheter
-
Zytostatika
Hauptinformationsseite:
Aufbau und Funktion des Zentralnervensystems (ZNS)
Histokompatibiliät
Gewebeverträglichkeit
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: spielt bei der allogenen Stammzelltransplantation eine wichtige Rolle
Querverweise:
allogene Stammzelltransplantation
Histokompatibiliätstestung
Bestimmung und Vergleich der Gewebsgruppen (Histokompatibilitäts-Antigene), insbesondere von Spender und Empfänger vor einer Transplantation (z.B. einer allogenen Stammzelltransplantation)
Querverweise:
Antigen
-
Histokompatibilitäts-Antigene
-
allogene Stammzelltransplantation
-
Transplantation
Histokompatibilitäts-Antigene
syn. HLA-Moleküle; MHC-Antigene
HLA: Abkürzung für (englisch) human leucocyte antigen (menschliches Leukozyten-Antigen); Eiweiß-Strukturen (Antigene) auf der Oberfläche der meisten Körper-Zellen. Die HLA-Antigene werden von den T-Lymphozyten, einer Unterart der weißen Blutzellen, erkannt; sie dienen dem Immunsystem u.a. zur Unterscheidung zwischen „körpereigenen“ und „körperfremden“ Strukturen / Substanzen.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Die Histokompatibilitäts-Antigene sind von zentraler Bedeutung für die Gewebeverträglichkeit von Transplantaten; bei einer allogenen Stammzelltransplantation können nicht kompatible HLA-Antigene auf den transplantierten Zellen erkannt werden und eine immunologische Abstoßungsreaktion beim Empfänger verursachen. Aus diesem Grund erfolgt vor jeder Transplantation (zur Gewährleistung einer möglichst weitgehenden Übereinstimmung der HLA-Moleküle) eine so genannte Gewebetypisierung (HLA-Typisierung) von Spender und Empfänger.
Querverweise:
allogene Stammzelltransplantation
-
Antigen
-
Histokompatibiliät
-
HLA-System
-
HLA-Typisierung
-
Leukozyten
-
T-Lymphozyten
-
Transplantation
Histologie
Lehre von den Geweben des Körpers
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Die Histologie (bzw. Histopathologie) spielt im Rahmen der Diagnostik von Krebserkrankungen eine wichtige Rolle; bei einer histologischen (feingeweblichen) Untersuchung werden Gewebeproben nach spezieller Aufbereitung (Herstellung von Gewebeschnitten und Anwendung bestimmter Färbetechniken) mikroskopisch untersucht. Genaue Diagnosen lassen sich in der Kinderkrebsheilkunde i.d.R. erst anhand histologischer (sowie u.U. weiterer Labor-)Befunde stellen.
Querverweise:
Diagnostik
-
Histopathologie
histologisch
die Gewebe des Körpers betreffend; bei einer histologischen (feingeweblichen) Untersuchung werden Gewebeproben nach spezieller Aufbereitung (Herstellung von Gewebeschnitten und Anwendung bestimmter Färbetechniken) mit dem Mikroskop untersucht.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Die Histologie (bzw. Histopathologie) spielt im Rahmen der Diagnostik von Krebserkrankungen eine wichtige Rolle. Genaue Diagnosen lassen sich in der Kinderkrebsheilkunde in der Regel erst anhand histologischer (sowie unter Umständen weiterer Labor-)Befunde stellen.
Querverweise:
Diagnostik
-
Histologie
-
Histopathologie
-
Mikroskop
Histopathologie
Lehre von den krankhaften Veränderungen der Körpergewebe
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Die Histopathologie (bzw. Histologie) spielt im Rahmen der Diagnostik von Krebserkrankungen eine wichtige Rolle; bei einer histopathologischen Untersuchung werden Tumorgewebeproben nach spezieller Aufbereitung (Herstellung von Gewebeschnitten und Anwendung bestimmter Färbetechniken) mikroskopisch untersucht. Genaue Diagnosen lassen sich in der Kinderkrebsheilkunde i.d.R. erst anhand histopathologischer (sowie u.U. weiterer Labor-)Befunde stellen.
Querverweise:
Diagnostik
-
Histologie
histopathologisch
die Lehre von den krankhaften Veränderungen der Körpergewebe betreffend
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Die Histopathologie (bzw. Histologie) spielt im Rahmen der Diagnostik von Krebserkrankungen eine wichtige Rolle; bei einer histopathologischen Untersuchung werden Tumorgewebeproben nach spezieller Aufbereitung (Herstellung von Gewebeschnitten und Anwendung bestimmter Färbetechniken) mikroskopisch untersucht. Genaue Diagnosen lassen sich in der Kinderkrebsheilkunde i.d.R. erst anhand histopathologischer (sowie u.U. weiterer Labor-)Befunde stellen.
Querverweise:
Diagnostik
-
Histologie
HIV
(Abk.: Menschliches Immunschwäche-Virus , menschlich)
Abkürzung für Humanes Immundefizienz-Virus (engl. human immunodeficiency virus) Das HIV gehört zur Familie der Retroviren. Eine Ansteckung führt nach einer unterschiedlich langen, meist mehrjährigen Inkubationszeit zu AIDS (engl. acquired immunodeficiency syndrome, dt. „erworbenes Immundefizienzsyndrom“), einer derzeit noch unheilbaren Immunschwächekrankheit.
Querverweise:
Virus
-
immun
-
acquired immuno-deficiency-syndrome
HLA
syn. Histokompatibilitäts-Antigene
HLA: Abkürzung für (englisch) human leukocyte antigen (menschliches Leukozytenantigen) HLA sind Eiweißstrukturen (Antigene) auf der Oberfläche der meisten Körperzellen, die von T-Lymphozyten, einer Unterart der weißen Blutzellen, erkannt werden. Sie dienen dem Immunsystem u.a. zur Unterscheidung zwischen „körpereigenen“ und „körperfremden“ Strukturen/Substanzen.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Die Histokompatibilitäts-Antigene sind von zentraler Bedeutung für die Gewebeverträglichkeit von Transplantaten; bei einer allogenen Stammzelltransplantation können nicht kompatible HLA-Antigene auf den transplantierten Zellen erkannt werden und eine immunologische Abstoßungsreaktion beim Empfänger verursachen. Aus diesem Grund erfolgt vor jeder Transplantation (zur Gewährleistung einer möglichst weitgehenden Übereinstimmung der HLA-Moleküle) eine so genannte Gewebetypisierung (HLA-Typisierung) von Spender und Empfänger.
Querverweise:
Antigen
-
Histokompatibiliät
-
HLA-System
-
HLA-Typisierung
-
Leukozyten
-
T-Lymphozyten
-
allogene Stammzelltransplantation
-
Transplantation
HLA-System
Abkürzung für (englisch) human leucocyte antigen system; ein für die Immunabwehr wichtiges Regulationssystem des Organismus; komplexes, erbliches System von Histokompatibilitäts-Antigenen (HLA-Moleküle) des Menschen, die auf der Oberfläche fast aller Zellen, u.a. auch der weißen Blutzellen (Leukozyten), vorkommen, von T-Lymphozyten erkannt werden und daher für die Gewebeverträglichkeit von Transplantaten von großer Bedeutung sind; die HLA-Moleküle können mit bestimmten labortechnischen Methoden nachgewiesen werden (HLA-Typisierung).
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Einige HLA-Merkmale spielen eine wichtige Rolle bei der Erkennung und Vernichtung virusinfizierter und fremder Zellen. Im Rahmen einer allogenen Stammzelltransplantation kann es durch eine Reaktion körpereigener Immunzellen (T-Lymphozyten) auf fremde HLA-Moleküle zu einer so genannten Transplantat-gegen-Wirt-Reaktion kommen. Zur Vorbeugung einer solchen Abstoßungsreaktionen wird vor einer allogenen Stammzelltransplantation der passende Spender durch eine so genannte Gewebe-Typisierung (HLA-Typisierung) ermittelt: Je ähnlicher das HLA-System von Spender und Empfänger ist, desto niedriger ist das Risiko einer Transplantatabstoßungs- und Transplantat-gegen-Wirt-Reaktion und umso größer die Chance für eine erfolgreiche Transplantation.
Querverweise:
Histokompatibilitäts-Antigene
-
HLA-Typisierung
-
Leukozyten
-
Molekül
-
allogene Stammzelltransplantation
-
T-Lymphozyten
-
Transplantation
HLA-Typisierung
syn. Gewebetypisierung
die vor einer Transplantation von Organen und Geweben erfolgende Bestimmung von Histokompatibilitäts-Antigenen zur Auswahl einer geeigneten Spender-Empfänger-Kombination; untersucht wird das Antigenmuster des HLA-Systems bei Spender und Empfänger, dessen weitgehende Übereinstimmung für die Gewebeverträglichkeit (Histokompatibilität) und damit das Anwachsen des Transplantats von großer Bedeutung ist.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: ist v.a. im Zusammenhang mit einer allogenen Stammzelltransplantion von Bedeutung
Querverweise:
allogene Stammzelltransplantation
-
Antigen
-
Histokompatibilitäts-Antigene
-
HLA-System
-
Transplantation
-
Histokompatibiliät
Hochdosis-Chemotherapie
Einsatz einer besonders hohen Dosis zellwachstumshemmender Medikamente (Zytostatika); bei einer Krebserkrankung zielt sie darauf ab, sämtliche bösartigen Zellen zu vernichten. Da dabei auch das Blut bildende System im Knochenmark zerstört wird, müssen im Anschluss eigene oder fremde Blutstammzellen übertragen werden (autologe bzw. allogene Stammzelltransplantation).
Querverweise:
allogene Stammzelltransplantation
-
autologe Stammzelltransplantation
-
Chemotherapie
-
Knochenmark
-
Blutstammzellen
-
Zelle
-
Zytostatika
Hauptinformationsseite:
Stammzelltransplantation
hochmaligne Gliome
hochgradig bösartige Tumoren des Zentralnervensystems, mit etwa 15 bis 20 % der ZNS-Tumoren bei Kindern und Jugendlichen relativ selten. Hochmaligne Gliome (WHO-Grad-III- und IV-Tumoren) kommen am häufigsten im Hirnstamm (Ponsgliome) und im Großhirn vor (anaplastische Gliome, Glioblastome und Gliosarkome).
Querverweise:
Glioblastom
-
Gliom
-
Großhirn
-
Hirnstamm
-
WHO-Klassifikation
-
Zentralnervensystem
-
ZNS-Tumor
-
niedrigmaligne Gliome
Hauptinformationsseite:
Hochmaligne Gliome
Hoden
paarige männliche Geschlechtsdrüse (Keimdrüse), die sich im Hodensack befindet
Hodgkin-Lymphom
syn. Morbus Hodgkin; Lymphogranulomatose; Lymphdrü
bösartige Erkrankung des lymphatischen Systems; gehört zu den malignen Lymphomen und macht etwa 5% der bösartigen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter aus.
Querverweise:
Lymphom
Hauptinformationsseite:
Hodgkin-Lymphom (Morbus Hodgkin)
Homöopathie
medikamentöses Therapieprinzip, bei dem meist in extrem niedriger Dosierung pflanzliche und mineralische Substanzen eingesetzt werden, die in hoher Dosierung ähnliche Krankheitszeichen hervorrufen würden wie die zu behandelnde Krankheit; in der Schulmedizin werden demgegenüber Erkrankungen mit Arzneimitteln entgegengesetzter Wirkung behandelt; Homöopathie wird daher im Vergleich zur Schulmedizin auch als alternativ bezeichnet.
homöopathisch
das Therapieprinzip der Homöopathie betreffend; homöopathisch betrifft sowohl die Art der medikamentösen Substanzen als auch ihre extrem verdünnte Dosierung
Querverweise:
Homöopathie
Homöostase
Aufrechterhaltung eines gleich bleibenden inneres Körpermilieus und Stabilisierung der Körpersysteme wie Blutdruck, Säure-Basen-Wert (pH-Wert) sowie Sauerstoff- und Glucosegehalt des Blutes. Die Körperorgane und Gewebe hängen von homöostatischen Regelmechanismen ab, da sie z.B. nur innerhalb bestimmter Temperatur- und Säurebereiche optimal funktionieren können.
Querverweise:
Säure-Basen-Gleichgewicht
Homovanillinmandelsäure
(Abk.: HMV)
Abbauprodukt des Hormons Dopamin
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: wird bei Neuroblastomen vermehrt im Urin ausgeschieden und kann daher als Tumormarker verwendet werden
Querverweise:
Dopamin
-
Hormon
-
Neuroblastom
-
Tumormarker
Hormon
Hormone sind chemische Signalstoffe (Eiweiße), die in unterschiedlichen Körperdrüsen produziert werden und verschiedene Aufgaben haben (zum Beispiel Schilddrüsenhormon, Wachstumshormon).
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Nach einer Bestrahlung des Gehirns (z.B. bei der Behandlung von Hirntumoren) kann es zu Störungen der Hypophysenfunktion und dadurch zu Störungen des Hormonhaushalts kommen.
Querverweise:
Hirntumor
-
Hypophyse
-
Strahlentherapie
-
Gehirn
Hormone
Hormone sind chemische Signalstoffe (Eiweiße), die in unterschiedlichen Körperdrüsen produziert werden und verschiedene Aufgaben haben (zum Beispiel Schilddrüsenhormon, Wachstumshormon).
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Nach einer Bestrahlung des Gehirns (z.B. bei der Behandlung von Hirntumoren) kann es zu Störungen der Hypophysenfunktion und dadurch zu Störungen des Hormonhaushalts kommen.
Querverweise:
Bestrahlung
-
Hypophyse
-
Hirntumor
-
Gehirn
Horner-Syndrom
syn. Horner-Trias
Kombination von Krankheitszeichen an einem Auge, die auf Augenmuskellähmungen unterschiedlicher Ursache beruhen; Krankheitszeichen sind zum Beispiel das Zurücksinken des Augapfels in die Augenhöhle (Enophthalmus), eine Verengung der Pupille (Miosis) und das Herabhängen des Oberlids (Ptosis).
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Ein Horner-Syndrom kann auftreten, wenn der zum sympathischen Nervensystem gehörende Grenzstrang im Bereich der Halswirbelsäule geschädigt ist. Das kann z. B. bei einem Neuroblastom der Fall sein.
Querverweise:
Grenzstrang
-
Neuroblastom
-
sympathisches Nervensystem
human
menschlich
humanes Chorion-Gonadotropin
(Abk.: ß-HCG)
syn. Schwangerschaftshormon
Hormon, das während der Schwangerschaft in Zellen des Mutterkuchens (Plazenta) gebildet wird und für die Versorgung des Gelbkörpers zuständig ist. Es kann im Urin und im Blutserum nachgewiesen werden, erreicht normalerweise im 2. bis 3. Schwangerschaftsmonat sein Maximum und kann auch bei bestimmten Tumoren erhöht sein.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Manche Keimzelltumoren können ß-HCG produzieren, welches dann erhöht im Urin und/oder Serum nachgewiesen und als Tumormarker verwendet werden kann.
Querverweise:
Keimzelltumor
-
Serum
-
Tumormarker
-
Urin
Humanmedizin
Wissenschaft vom gesunden und kranken Menschen, von den Ursachen, Wirkungen und der Vorbeugung und Heilung von Krankheiten
Hydrocephalus
syn. Hydrozephalus, Wasserkopf
Fachbegriff für Wasserkopf; er entsteht durch eine Erweiterung der Flüssigkeitsräume (Ventrikel) des Gehirns aufgrund verschiedener Ursachen
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Ein so genannter Verschlusshydrocephalus (hydrocephalus internus occlusus) kann Folge einer Abflussstörung des Nervenwassers (Liquors) sein, z.B. bei einem Kleinhirntumor wie dem Medulloblastom, und eine zeitweilige oder dauerhafte Drainage (Ableitung des Nervenwassers) notwendig machen.
Querverweise:
Drainage
-
Hirntumor
-
Hirnventrikel
-
Liquor
-
ventrikulo-peritonealer Shunt
-
Ventrikulostomie
Hauptinformationsseite:
Hirntumoren - Tumoren des Zentralnervensystems (ZNS)
Hyper-IgM-Syndrom
Angeborene Erkrankung des körpereigenen Abwehrsystems (Immundefekt). Dieses Krankheitsbild kann durch mindestens drei krankhafte Genveränderungen verursacht werden. Am häufigsten finden sich X-chromosomal vererbte Mutationen im Gen eines Faktors (CD40-Ligand), der maßgeblich an der Bildung der verschiedenen infektionsabwehrenden Eiweißen (Antikörper, Immunglobuline, Ig) beteiligt ist. Dadurch entsteht ein Ungleichgewicht zwischen den Konzentrationen dieser Antikörper im Blut: die sogenannten Antikörper der Klasse IgM finden sich bei den Patienten vermehrt, die der Klassen IgG und IgA deutlich vermindert.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: IgG-Antikörper werden bei der erfolgreichen Abwehr von Virus-, Pilz- und besonders auch bakteriellen Infektionen am meisten gebraucht. Deshalb leiden Kinder mit einem Hyper-IgM-Syndrom bereits in den ersten beiden Lebensjahren an wiederkehrenden Infektion
Querverweise:
Antikörper
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Bakterien
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Neutropenie
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Immunglobuline
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Mutation
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Immundefekt
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Syndrom
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Infektion
Hyperleukozytose
susgeprägte Leukozytose, d.h. stark erhöhte Anzahl weißer Blutkörperchen (Leukozyten) im Blut im Vergleich zur altersentsprechenden Norm (über 100.000 gegenüber normalerweise 5.000 bis 8.000 Leukozyten pro Mikroliter Blut)
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Hyperleukozytosen treten beispielsweise bei einem Teil der Patienten mit akuter Leukämie auf und wirken sich ungünstig auf die Heilungsaussichten aus.
Querverweise:
Leukämie
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Leukozyten
-
Leukozytose
Hyperurikämie
Erhöhung des Harnsäurespiegels im Blut ,verursacht durch eine Störung der Harnsäurebildung oder der Harnsäureausscheidung. Die überschüssige Harnsäure kann sich in Form von Kristallen in den Nierenkanälchen absetzen und auf diese Weise die Nieren erheblich schädigen. Ein lebensbedrohliches Nierenversagen kann die Folge sein.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Eine Hyperurikämie kann u.a. Folge einer Krebserkrankung (wie der AML) oder einer Chemotherapie sein (so genannte sekundäre Hyperurikämie).
Querverweise:
Harnsäure
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Chemotherapie
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akute myeloische Leukämie
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Tumorlyse-Syndrom: Maßnahmen gegen eine Schädigung der Nieren
Hypnose
Hypophyse
syn. Hirnanhangsdrüse
Hormondrüse im Schädelinnern; sie spielt gemeinsam mit dem Hypothalamus eine zentrale Rolle bei der Regulation des Hormonsystems im Körper. Die Hypophysenhormone regen die Produktion und Ausschüttung von Hormonen in den verschiedenen Hormondrüsen des Körpers (wie Schilddrüse, Brustdrüsen, Eierstöcke, Hoden) an. Sie steuern dabei z.B. das Längenwachstum vor der Pubertät, fördern das Wachstum der inneren Organe und die Entwicklung der Keimzellen in den Eierstöcken bzw. Hoden und haben Einfluss auf den Stoffwechsel.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Nach einer Bestrahlung des Gehirns (z.B. bei der Behandlung von Hirntumoren) kann es zu Störungen der Hypophysenfunktion und dadurch zu Störungen des Hormonhaushalts kommen.
Querverweise:
Hirntumor
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Hypothalamus
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Zwischenhirn
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Hormon
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Aufbau und Funktion des Zentralnervensystems (ZNS)
Hypothalamus
Teil des Zwischenhirns und oberstes Steuerungsorgan des Hormonsystems. Der Hypothalamus steuert zahlreiche vegetative Körperfunktionen (z.B. Blutdruck und Herzfrequenz) und ist das übergeordente Zentrum der Homöostase. Er kontrolliert u.a. den Wach-Schlaf-Rhythmus, Hunger und Durst, Körpertemperatur sowie den Sexualtrieb und verarbeitet Schmerz- und Temperaturempfinden. Zudem steuert er die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) und regt sie zur Hormonausschüttung an.
Querverweise:
Homöostase
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Hormon
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Hypophyse
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vegetatives Nervensystem
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Zwischenhirn
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Aufbau und Funktion des Zentralnervensystems (ZNS)





