Glossar
Glossar der Begriffe, die in diesem Informationsangebot verwendet werden.
Kachexie
syn. Auszehrung
starke Abmagerung
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: häufige Komplikation einer Krebserkrankung bzw. ihrer Behandlung (insbesondere Chemotherapie), die u.U. vorübergehend eine künstliche (z.B. parenterale) Ernährung erforderlich macht
Querverweise:
Chemotherapie
-
parenteral
Kalium
(Abk.: K)
Alkalimetall; für den Menschen lebensnotwendiges chemisches Element; seine Gesamtkonzentration wird in der Regel im Blut nachgewiesen; hat wichtige Aufgaben bei der Erregbarkeit von Nerven, für die Funktion von Muskelzellen und das Gleichgewicht des Wasserhaushaltes im Körper
Querverweise:
Elektrolyte
kanzerogen
Krebs erzeugend
Querverweise:
Kanzerogen
-
Kanzerogenität
Kanzerogen
Substanzen oder Faktoren, die Krebs erzeugend wirken oder die Krebsentstehung fördern können. Dazu gehören z.B. bestimmte chemische Substanzen, physikalische Faktoren (v.a. ionisierende Strahlen, Alpha-, Beta-, Gammastrahlen, Röntgenstrahlen, bestimmte Anteile der Ultraviolett-Strahlen) und bestimmte Viren.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Die Behandlung mit manchen Zytostatika und die Strahlentherapie können langfristig zu einer zweiten Krebserkrankung (Zweitmalignom) führen. Diese Nebenwirkung wird als kanzerogen bezeichnet.
Querverweise:
Röntgenstrahlen
-
Strahlentherapie
-
Zytostatika
-
ionisierende Strahlen
-
Ultraviolett-Strahlen
-
Viren
Kanzerogenität
krebserzeugende Wirkung
Kapillare
syn. Haargefäße
feinste Blutgefäße (lat. capillus = Haar) im Körper. In den Kapillaren werden Nährstoffe und der Sauerstoff aus dem Blut an das Gewebe abgegeben und Abfallprodukte und Kohlendioxid aus dem Gewebe in das Blut aufgenommen und abtransportiert.
kardio-
syn. kard-; kardia-
Wortteil mit den Bedeutungen (1) Herz oder (2) Magenmund
kardiotoxisch
die Herzfunktion schädigend
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Manche Zytostatika haben Nebenwirkungen, die langfristig die Herzfunktion schädigen können (z.B. Doxorubicin). Deshalb muss diese während und nach einer solchen Behandlung regelmäßig kontrolliert werden, z.B. mittels Elektrokardiographie (EKG) oder Echokardiographie.
Querverweise:
Echokardiographie
-
Elektrokardiographie
-
Zytostatikum
Karnofsky-Index
In der Kinderkrebsheilkunde gebräuchliche Klassifikation zur Festlegung der Leistungsfähigkeit eines Patienten.
Karzinogen
syn. Kanzerogen
Substanzen oder Faktoren, die Krebs erzeugend wirken oder die Krebsentstehung fördern können; Hierzu zählen z.B. bestimmte chemische Substanzen, physikalische Faktoren (v.a. ionisierende Strahlen, Alpha-, Beta-, Gammastrahlen, Röntgenstrahlen, bestimmte Anteile der Ultraviolett-Strahlung) und bestimmte Viren.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Die Behandlung mit manchen Zytostatika und die Strahlentherapie können langfristig zu einer zweiten Krebserkrankung (Zweitmalignom) führen. Diese Nebenwirkung wird als kanzerogen bezeichnet.
Querverweise:
ionisierende Strahlen
-
Karzinom
-
Röntgenstrahlung
-
Strahlentherapie
-
Virus
-
Zytostatikum
-
Ultraviolett-Strahlen
Karzinogenese
syn. Kanzerogenese
schrittweise Entstehung von Krebserkrankungen (in zeitlicher wie ursächlicher Hinsicht)
Karzinom
bösartiger Tumor, der aus entartetem Epithelgewebe (z.B. Haut, Schleimhäute, Drüsengewebe) entsteht;
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Karzinome kommen bei Kindern und Jugendlichen eher selten vor (etwa 1% aller Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter).
Querverweise:
Epithelgewebe
Katecholamine
Sammelbegriff für die körpereigenen Substanzen Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin, die als Botenstoffe (Hormone) des sympathischen Nervensystems eine anregende Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System haben (sie führen zu einer Steigerung von Herzfrequenz und Blutdruck). Katecholamine werden in den Nebennieren und im Nervensystem gebildet. Es gibt auch künstlich hergestellte Katecholamine, die als Arzneistoffe verwendet werden.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Bei Patienten mit einem Neuroblastom werden Katecholamine häufig unkontrolliert von den Tumorzellen gebildet. In der Folge sind die Katecholamin-Abbauprodukte Vanillin- und Homovanillinmandelsäure im Urin erhöht nachweisbar. Katecholamine beziehungsweise deren Abbauprodukte können aus diesem Grund als so genannte Tumormarker zu Diagnosezwecken genutzt werden.
Querverweise:
Dopamin
-
Homovanillinmandelsäure
-
Neuroblastom
-
Vanillinmandelsäure
-
sympathisches Nervensystem
-
Hormone
Katheter
röhren- oder schlauchförmiges, starres oder biegsames Instrument zum Einführen in Hohlorgane, Gefäße oder bestimmte Körperhöhlen (z.B. Blase), z.B. zwecks Untersuchung, Spülung, Drainage, Probengewinnung, Überwachung von Körperfunktionen oder zur Verabreichung von Medikamenten.
Querverweise:
Blasenkatheter
-
zentraler Venenkatheter
Katheterverweilsystem
syn. venöser Verweilkatheter, zentraler Venenkathe
dauerhaft angelegter Katheter
Querverweise:
Katheter
-
Vene
-
venös
-
zentraler Venenkatheter
Keimbahn
Zellfolge, die im Dienste der direkten Weitergabe der Erbsubstanz im Laufe der Individualentwicklung steht. Beginnt mit der befruchteten Zelle und führt über die Bildung von Urkeimzellen zur Bildung des für die Fortpflanzung verantwortlichen Gewebes der Geschlechtsdrüsen
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Manche Keimzelltumoren entstehen aus entarteten Zellen der Keimbahn.
Querverweise:
Keimzellen
-
Keimzelltumor
Keimblatt
Als Keimblätter bezeichnet man die drei in der frühen Embryonalentwicklung entstehenden Zellschichten (Ektoderm, Entoderm und Mesoderm), von denen sich sämtliche in der Organ- und Gewebeentwicklung entstehenden Strukturen des Embryos ableiten.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Embryonale Tumoren können u.a. aus entartetem Gewebe der Keimblätter entstehen.
Querverweise:
Ektoderm
-
embryonal
-
Entoderm
-
Mesoderm
Keimdrüsen
syn. Geschlechtsdrüse
Drüsen, die die männlichen und weiblichen Keimzellen hervorbringen (Eierstöcke bei der Frau, Hoden beim Mann)
Querverweise:
Keimzellen
Keimzellen
syn. Gameten
reife Zellen, die zur geschlechtlichen Befruchtung fähig sind (Eizellen bei der Frau, Samenzellen beim Mann)
Querverweise:
Zelle
Keimzelltumor
Keimzelltumoren sind embryonale, solide Tumoren, die aus entarteten Stammzellen und Vorläuferzellen der Keimdrüsen während der Entwicklung des Menschen im Mutterleib oder danach entstehen; sie kommen v.a. im Steißbeinbereich, in den Eierstöcken, den Hoden oder im Zentralnervensystem vor. Am häufigsten sind Keimzelltumoren bei Säuglingen und Kindern bis zum 1. Lebensjahr; sie machen insgesamt 3,4% aller Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter aus.
Querverweise:
Stammzellen
-
Tumor
-
Zentralnervensystem
-
Keimdrüsen
-
Keimzellen
-
embryonal
-
solider Tumor
Kernspintomographie
(Abk.: MRT)
syn. Magnetresonanztomographie
Bild gebendes Verfahren; sehr genaue, strahlenfreie Untersuchungsmethode zur Darstellung von Strukturen im Inneren des Körpers. Mit einer Kernspintomographie lassen sich Schnittbilder des Körpers erzeugen, die oft eine sehr gute Beurteilung der Organe und vieler Organveränderungen erlauben; Das Verfahren nutzt, im Gegensatz zur Röntgendiagnostik und Computertomographie, keine Röntgenstrahlen, sondern magnetische Felder.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Die Kernspintomographie wird im Rahmen der Krebsdiagnostik zur Beurteilung des Krankheitsstadiums und zur Therapieplanung eingesetzt.
Querverweise:
Computertomographie
-
Diagnostik
-
Röntgenstrahlung
Kiel-Klassifikation
syn. Kieler Klassifikation
in Europa gebräuchliches System zur Einteilung von Non-Hodgkin-Lymphomen nach feingeweblichen (zytologischen/histologischen) und immunologischen Kriterien
Querverweise:
Histologie
-
immunologisch
-
Non-Hodgkin-Lymphom
-
Tumor
-
Zytologie
Kinderonkologe
Arzt, der auf die Behandlung von Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen spezialisiert ist.
Kinderradiologe
Facharzt, der für röntgen- und strahlentherapeutische Maßnahmen bei Kindern und Jugendlichen zuständig ist.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Ein wichtiger Bereich in der Kinderradiologie ist z.B. die Planung und Durchführung von Bild gebenden Untersuchungsverfahren (Röntgen, Ultraschall, Magnetresonanztomographie, Computertomographie), wobei ganz speziell die körperlichen und psychischen Belange der einzelnen Patienten berücksichtigt werden. Hierbei spielt auch der Strahlenschutz eine wesentliche Rolle. Da Kinder keine kleinen Erwachsenen sind, sind fundierte Kenntnisse der Krankheitsbilder im Kindes- und Jugendalter erforderlich.
Querverweise:
Computertomographie
-
Magnetresonanztomographie
-
Röntgenuntersuchung
-
Strahlentherapie
-
Ultraschall
Kleinhirn
syn. Cerebellum
Teil des Gehirns, der zwischen Großhirn und Hirnstamm in der hinteren Schädelgrube liegt; verantwortlich u.a. für den richtigen Ablauf aller Körperbewegungen; außerdem maßgeblich an der Aufrechterhaltung des Gleichgewichts beteiligt.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Ein Großteil der ZNS-Tumoren im Kindes- und Jugendalter wachsen im Kleinhirn, so zum Beispiel Astrozytome und Medulloblastome. Tumoren in diesem Bereich könnnen sich durch Gleichgewichts- und Bewegungsstörungen bemerkbar machen.
Querverweise:
Astrozytom
-
Großhirn
-
hintere Schädelgrube
-
Hirnstamm
-
Medulloblastom
-
ZNS
Hauptinformationsseite:
Aufbau und Funktion des Zentralnervensystems (ZNS)
Kleinhirnbrückenwinkel
Nische im hinteren Bereich des Gehirns und ein Teil des Kleinhirns; dort befinden sich auf engstem Raum die zentralen Anteile von 10 der insgesamt 12 Hirnnerven. Krankhafte Veränderungen im Kleinhirnbrückenwinkel können u.a. zu Funktionsausfällen der Hirnnerven und des Kleinhirns führen, z.T. mit Anzeichen eines erhöhten Drucks im Schädelinneren (intracranieller Druck).
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde:
Querverweise:
Kleinhirn
Hauptinformationsseite:
Aufbau und Funktion des Zentralnervensystems (ZNS)
Kleinhirnzelt
syn. Kleinhirndach; Tentorium cerebelli
bindegewebige Struktur, die wie eine Art Zwischenwand die hinteren Anteile des Großhirns vom Kleinhirn abgrenzt und und nur eine Durchtrittsstelle für den Hirnstamm freilässt. Sie wird von der harten Hirnhaut gebildet, die dachartig die hintere Schädelgrube überdeckt.
Querverweise:
Bindegewebe
-
Großhirn
-
hintere Schädelgrube
-
Hirnhäute
-
Kleinhirn
Hauptinformationsseite:
Aufbau und Funktion des Zentralnervensystems (ZNS)
Knochenmark
Ort der Blutbildung. Schwammartiges, stark durchblutetes Gewebe, das die Hohlräume im Innern vieler Knochen (z.B. Wirbelkörper, Becken- und Oberschenkelknochen, Rippen, Brustbein, Schulterblatt und Schlüsselbein) ausfüllt. Im Knochenmark entwickeln sich aus Blutvorläuferzellen (Blutstammzellen) alle Formen von Blutzellen.
Querverweise:
Blutstammzellen
Hauptinformationsseite:
Aufbau und Funktion von Knochenmark und Blut
Knochenmarkdepression
herabgesetzte Blut bildende Funktion des Knochenmarks, meist behandlungsbedingt (v.a. durch Chemotherapie); fast immer reversibel. Abhängig von der Art der Therapie ist die Phase der Knochenmarkdepression eine Zeit erhöhter Infektions- und Blutungsgefahr.
Querverweise:
Chemotherapie
-
Infektion
Knochenmarkpunktion
Entnahme von Knochenmarkgewebe zur Untersuchung der Zellen; bei der Punktion werden mit Hilfe einer dünnen Hohlnadel wenige Milliliter flüssiges Knochenmark aus Beckenknochen oder Brustbein in eine Spritze gezogen. Die Punktion erfolgt bei größeren Kindern unter örtlicher Betäubung; eventuell wird zusätzlich ein Beruhigungsmittel verabreicht (Sedierung). Bei kleineren Kindern kann unter Umständen eine kurze Narkose zweckmäßig sein.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: insbesondere bei bösartigen Blutkrankheiten (Leukämien, Lymphome) wichtiges Untersuchungsverfahren im Rahmen der Initial- und Verlaufsdiagnostik sowie z.T. in der Nachsorge
Querverweise:
Diagnostik
-
Knochenmark
-
Leukämie
-
Lymphom
Knochenmarkstanzbiopsie
syn. Knochenmarkstanze
Entnahme von Knochenmarkgewebe zwecks Untersuchung der Zellen; dabei wird mit Hilfe einer speziellen, etwas dickeren Hohlnadel ein etwa 2 cm langer Gewebezylinder aus dem Knochen gestanzt. Die Untersuchung erfolgt immer in Narkose. Eine Knochenmarkstanzbiopsie kann ergänzend oder an Stelle einer Knochenmarkpunktion erforderlich sein, wenn mit dieser nicht ausreichend Gewebe für eine verlässliche Untersuchung gewonnen werden kann. Die Knochenmarkstanze erfolgt i.d.R. wie die Knochenmarkpunktion aus dem hinteren Beckenkammknochen. Dort ist das Knochenmark nur durch eine relativ dünne Knochenschicht von der Haut getrennt, so dass die Entnahme ohne wesentliches Risiko erfolgen kann.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Knochenmarkentnahmen wie die Stanzbiopsie spielen in der Kinderkrebsheilkunde vor allem bei der Diagnose von Leukämien und Lymphomen eine Rolle sowie bei allen bösartigen Erkrankungen, die ins Knochenmark metastasieren können.
Querverweise:
Knochenmark
-
Knochenmarkpunktion
-
Narkose
-
Leukämie
Koagulation
Gerinnung; Übergang von in Flüssigkeit gelösten Stoffen aus dem Lösungszustand (Solzustand) in den Flockungszustand (Gelzustand); verursacht durch Hitze, Elektrolyte oder Enzyme
Querverweise:
Blutgerinnung
-
Elektrolyte
-
Enzym
kognitiv
Mit diesem Begriff bezeichnet man die im Gehirn ablaufenden Informationsverarbeitungsprozesse. Kognitive Prozesse sind alle Denk-, Gedächtnis-, Entscheidungs- und Erkenntnisprozesse.
kolorektal
Grimmdarm (Kolon) und Mastdarm (Rektum) betreffend oder diese beeinflussend
Kompartiment
allgemein für (weitgehend) abgegrenzte Räume. Hier: Gruppe von Muskeln, die durch eine gemeinsame bindegewebige Hülle (Faszie) umschlossen und somit nach außen begrenzt sind (Muskelloge).
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Kompartimente (Muskellogen) finden sich zum Beispiel in den Extremitäten. Dort sind jeweils Muskeln mit ähnlichen Aufgaben zu einer Muskelloge verbunden.
Komplementäre Medizin
(Abk.: CAM)
syn. Komplementärmedizin. Englisch: "complementary
Unter diesem Begriff werden unterschiedliche alternative und komplementäre ("ergänzende") Behandlungsmethoden verstanden.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Anthroposophische Medizin
Kontrastmittel
Substanzen, mit deren Hilfe die Darstellung von Strukturen und Funktionen des Körpers in Bild gebenden Verfahren verbessert werden kann. Kontrastmittel werden vor allem in der Röntgendiagnostik (Röntgenuntersuchung, Computertomographie), der Magnetresonanztomografie (MRT) und bei der Ultraschalluntersuchung eingesetzt.
Querverweise:
Röntgenuntersuchung
-
Computertomographie
-
Magnetresonanztomographie
-
Ultraschall
körperliche Untersuchung
wichtiger Bestandteil diagnostischer Untersuchungen; beinhaltet u.a. das Abtasten und Abhören bestimmter Körperorgane sowie das Testen von Reflexen, um Hinweise auf die Art bzw. den Verlauf einer Erkrankung zu erhalten.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Bei Verdacht auf eine Leukämieerkrankung z.B. gehört zu einer gründlichen körperlichen Untersuchung unter anderem das Abtasten von Lymphknoten, Milz und Leber
Querverweise:
Diagnostik
-
Leukämie
-
Lymphknoten
Hauptinformationsseite:
Körperliche / neurologische Untersuchung
Körperoberfläche
die von der Haut bedeckte Oberfläche des gesamten Körpers; stellt eine medizinisch wichtige Bezugsgröße dar, u.a. zur Abschätzung des Kalorien- und Flüssigkeitsbedarfs im Rahmen einer Infusionstherapie, zur Berechnung der Medikamentendosierung und für Stoffwechseluntersuchungen. Als Berechnungsgrundlage für die Körperoberfläche dient eine Formel, in der Körpergröße und -gewicht miteinander ins Verhältnis gesetzt werden.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Die individuelle Dosis von z.B. Zytostatika wird auf Grundlage der Körperoberfläche berechnet; meist sind in Behandlungsprotokollen Angaben über die Dosis pro kg Körpergewicht enthalten.
Querverweise:
Chemotherapie
-
Zytostatikum
Kortikosteroide
gehören zu den Steroidhormonen, die normalerweise in der Nebennierenrinde aus Cholesterin gebildet werden. (Steroidhormone haben viele verschiedene Eigenschaften und Aufgaben.)
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Für die Krebsbehandlung werden diese Substanzen künstlich (synthetisch) hergestellt. Im Rahmen der Chemotherapie werden die von der eingesetzten Konzentration abhängigen, wachstumshemmenden und zellvernichtenden Eigenschaften der Kortikosteroide ausgenutzt, die auf Veränderungen von Genexpressionen und/oder Zerstörung von Eiweißen im Zellkern beruhen.
Querverweise:
Chemotherapie
-
Genexpression
-
Steroide
-
Steroidhormone
-
Zellkern
Kortison
syn. Cortison
Kostmann-Syndrom
syn. infantile Agranulozytose
angeborene Störung der Knochenmarksfunktion, die mit akuten, lebensbedrohlichen Infektionen einhergeht. Außerdem besteht ein erhöhtes Risiko, an einem Myelodysplastischen Syndrom oder einer akuten myeloischen Leukämie zu erkranken.
Querverweise:
akute myeloische Leukämie
-
Infektion
-
Knochenmark
-
Leukämie
-
myelodysplastisches Syndrom
Krampfanfälle
unkontrollierte, krankhafte Entladungen einzelner Nervenzellen im Gehirn, die auf die Nachbarzellen überspringen. Man unterscheidet zwischen fokalen und generalisierten Krampfanfällen. Fokale Anfälle beschränken sich auf einen bestimmten Hirnbezirk. Je nach Hirnbezirk sind die Symptome unterschiedlich: z.B. Zuckungen einer Körperhälfte, eines Armes oder Beines. Generalisierte Nervenentladungen breiten sich über weite Hirnbereiche aus und führen zum Beispiel zu Zuckungen der Gliedmaßen, plötzlicher Abwesenheit und Bewusstlosigkeit.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Krampfanfälle können zum Beispiel durch einen Tumor des Zentralnervensystems, insbesondere im Bereich des Großhirns, verursacht werden.
Querverweise:
Tumor
-
Zentralnervensystem
Kreatinin
in Arbeit
Krebssyndrom
Krankheitsbild, das neben dem Tumorrisiko auch Fehlbildungen und geistige Behinderung umfassen kann; häufig erblich
Querverweise:
Beckwith-Wiedemann-Syndrom
-
Down-Syndrom
-
familiäre adenomatöse Polyposis
-
Hippel-Lindau-Syndrom
-
Li-Fraumeni-Syndrom
-
MEN-Syndrom
-
Neurofibromatose
-
Retinoblastom
-
WAGR-Syndrom
-
Wilms-Tumor
Kreuzprobe
(Abk.: Kreuztest)
Labortest, mit dem vor jeder Bluttransfusion geprüft werden muss, ob sich das Empfängerblut mit dem Spenderblut verträgt.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Vor einer Transfusion von Blutprodukten (Erythrozyten- oder Thrombozytenkonzentrat), z.B. bei Patienten mit krankheits-oder behandlungsbedingter Anämie, erfolgt eine Kreuzprobe, damit es nicht zu Abstoßungs- bzw. Unverträglichkeitsreaktionen kommt. Vor einer allogenen Stammzelltransplantation erfolgt eine so genannte Kreuzprobe (Cross-match) im HLA-System; dabei wird das Serum des Empfängers gegen Lymphozyten des Spenders getestet, um zu überprüfen, ob zytotoxische Antikörper vorhanden sind.
Querverweise:
allogene Stammzelltransplantation
-
Anämie
-
Bedside-Test
-
HLA-System
-
Serum
-
Bluttransfusion
-
Erythrozyten
-
Thrombozyten
Kryokonservierung
Gefrierkonservierung von Zellen in flüssigem Stickstoff bei -196°C
Kryotherapie
syn. Kältebehandlung
hier: Behandlung eines Tumors (zum Beispiel Retinoblastom) unter Einsatz von niedrigen Temperaturen. Der Tumor wird dabei mehrfach durchgefroren, die kälteempfindlichen Tumorzellen dadurch zerstört.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Behandlungsmethode bei manchen Retinoblastomformen.
Querverweise:
Retinoblastom
kurativ
auf Heilung ausgerichtet, heilend





