Glossar
Glossar der Begriffe, die in diesem Informationsangebot verwendet werden.
Magnetresonanztomographie
(Abk.: MRT)
syn. Kernspintomographie
Bild gebendes Verfahren; sehr genaue, strahlenfreie Untersuchungsmethode zur Darstellung von Strukturen im Inneren des Körpers; mit Hilfe magnetischer Felder werden Schnittbilder des Körpers erzeugt, die meist eine sehr gute Beurteilung der Organe und vieler Organveränderungen ermöglichen.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Die MRT wird im Rahmen der Krebsdiagnostik zur Beurteilung des Krankheitsstadiums und zur Therapieplanung eingesetzt.
Querverweise:
Diagnostik
-
Röntgenstrahlung
Makrocephalus
großer Kopf, der beim Kind mit noch offenen Fontanellen durch einen Wasserkopf (Hydrocephalus), aber auch durch einen großen Tumor ohne Wasserkopf verursacht werden kann.
Querverweise:
Fontanelle
-
Hydrocephalus
-
Tumor
Makrophage
Makrophagen sind so genannte Fresszellen, gehören zu den weißen Blutzellen und damit zur körpereigenen Immunabwehr. Makrophagen beseitigen Krankheitserreger wie Bakterien, Pilze, und Viren sowie kleinste Fremdkörper und abgestorbene Zellen, indem sie diese umschließen und dann verdauen. Außerdem präsentieren sie Teile der aufgefressenen und verdauten Organismen und regen auf diese Weise andere weiße Blutzellen zur Immunabwehr an.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Bei Kindern und Jugendlichen mit manchen Immundefekten ist die Bildung oder die Funktion von Makrophagen gestört. Die Patienten haben dann ein erhöhtes Infektionsrisiko.
Querverweise:
Infektion
-
Immundefekt
-
Immunsystem
-
Bakterien
Makrophagen
Unterform der weißen Blutzellen (Leukozyten), die sich in den Körpergeweben aufhalten und als so genannte „große Fresszellen“, gemeinsam mit den im Blut zirkulierenden Monozyten, ein Abwehrsystem gegen körperfremde feste Teilchen (z.B. Bakterien und andere Krankheitserreger, Fremdkörper, aber auch abgestorbene Zellen und Zelltrümmer) bilden; darüber hinaus regen sie die Lymphozyten zur Immunabwehr an, indem sie Teile der aufgefressenen und verdauten Organismen auf ihrer Oberfläche präsentieren.
Querverweise:
Leukozyten
-
Lymphozyten
-
Monozyten
Malaria
syn. Sumpffieber, Wechselfieber
meldepflichtige Tropenkrankheit, hervorrgerufen durch Parasiten der Gattung Plasmodium, wird von Stechmücken auf den Menschen übertragen.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Malaria kann Ursache für eine Neutropenie bei Kindern und Jugendlichen sein (siehe Kinderblutkrankheiten).
Querverweise:
Neutropenie
maligne
bösartig; charakterisiert ein abnormes Zellwachstum
Malignität
Bösartigkeit
Malignitätsgrad
bezeichnet den Grad der Bösartigkeit (Malignität) von Krebserkrankungen, der anhand feingeweblicher (histologischer) Kriterien bestimmt wird (s. auch Grading)
Querverweise:
Grading
-
Histologie
Malignom
Bezeichung für einen malignen (bösartigen) Tumor
Querverweise:
maligne
-
Tumor
Masern
durch das Masern-Virus ausgelöste Infektionskrankheit, die vorwiegend im Kindesalter auftritt und v.a. durch Fieber und einen für die Krankheit typischen Hautausschlag gekennzeichnet ist; hinterlässt lebenslange Immunität.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Bei abwehrgeschwächten (immunsupprimierten) Kindern und Jugendlichen (z.B. im Rahmen der Krebsbehandlung) kann eine Infektion mit dem Masernvirus gefährlich sein.
Querverweise:
Immunität
-
Immunsuppression
-
Infektion
-
Virus
MDS
syn. Myelodysplastisches Syndrom
Abkürzung für: Myelodysplastisches Syndrom. Bei Kindern sehr seltene Erkrankung des Blut bildenden Systems im Knochenmark; führt ähnlich einer Leukämie zu einer Störung der Blutbildung und infolgedessen zu Anämie, erhöhter Blutungsneigung und/oder Infektanfälligkeit. Die Erkrankung geht fast immer in eine akute myeloische Leukämie (AML) über.
Querverweise:
akute myeloische Leukämie
-
Anämie
-
Leukämie
Mediastinoskopie
Spiegelung der Brusthöhle: Untersuchung des Brustraums mit einem Spezialendoskop, das unter Narkose nach einem kleinen Schnitt oberhalb des Brustbeins in den Raum zwischen den Lungenflügeln (Mediastinum) eingeführt wird.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Diagnostisches Verfahren zur Beurteilung von Lymphknoten im Mediastinum im Rahmen der Krebsdiagnostik, auch mit Entnahme von Gewebeproben (Biopsie) oder Probepunktionen. Wird in der Regel nur angewandt, wenn mit Hilfe Bild gebender Verfahren keine Klärung herbeigeführt werden kann.
Querverweise:
Biopsie
-
Endoskop
-
Mediastinum
-
Narkose
-
Punktion
Mediastinum
syn. Mittelfell
mittlerer, zwischen den beiden Lungen gelegener Abschnitt des Brustraums
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Große mediastinale Tumoren (z.B. im Zusammenhang mit einer akuten lymphoblastischen Leukämie (ALL) oder einem malignen Non-Hodgkin-Lymphom) können durch Bedrängung der Luftröhre und/oder der Lungen lebensbedrohliche Atmungsprobleme auslösen.
Querverweise:
akute lymphoblastische Leukämie
-
Non-Hodgkin-Lymphom
Medulloblastom
syn. primitiver neuroektodermaler Tumor (PNET)
bösartiger embryonaler (primitiver) Tumor des Kleinhirns. Er tritt vor allem im Kleinkindes- und Kindesalter auf und ist mit knapp 20% der häufigste bösartige solide Tumor im Kindes- und Jugendalter.
Querverweise:
embryonal
-
Kleinhirn
-
primitiv
-
Tumor
MEN-Syndrom
Kurzbezeichnung für: multiple endokrine Neoplasien; seltenes, zu den Krebs-Syndromen gehörendes erbliches Krankheitsbild, bei dem mindestens zwei verschiedene Hormon produzierende Drüsen von Tumorveränderungen befallen sind. Der so genannte Typ I (MEN-I, Wermer-Syndrom) ist gekennzeichnet durch Adenome der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse), der Nebenschilddrüse und durch Tumoren der Bauchspeicheldrüse, Typ II (MEN-IIa, Sipple-Syndrom; MEN-IIb, Froboese-Syndrom) durch eine Kombination von Schilddrüsenkarzinomen und Phäochromozytom.
Querverweise:
Adenom
-
Karzinom
-
Krebssyndrom
-
Neoplasie
-
Phäochromozytom
Meningitis
Hirnhautentzündung
Mesenchym
embryonales Bindegewebe; entsteht aus Zellen aller drei Keimblätter des Embryos, insbesondere dem mittleren (Mesoderm); Mesenchymzellen besitzen eine hohe Teilungsfähigkeit und können sich in verschiedene Gewebe differenzieren, sind also multipotent; Aus dem Mesenchym entwickeln sich z.B. Knochen, Muskeln, Sehnen und alle anderen Bindegewebsbildungen, Blutzellen und Gefäße.
Querverweise:
Differenzierung
-
embryonal
-
Keimblatt
-
Mesoderm
Mesoderm
mittleres der drei embryonalen Keimblätter, die sich während der Embryonalentwicklung bilden (die Mesoderm-Zellen entstehen beim Menschen in der dritten Entwicklungswoche). Aus dem Mesoderm entstehen im weiteren Verlauf der Embryonalentwicklung u.a. Knochen (mit Ausnahme vieler Schädelknochen) und Skelettmuskulatur; Teile der Haut, Bindegewebe, glatte Muskulatur der Eingeweide, Nieren und Nebennierenrinde, Herz, Blutgefäße und Blutzellen, Milz, Lymphknoten und –gefäße sowie die Keimdrüsen.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Embryonale Tumoren können u.a. aus entartetem mesodermalem Gewebe der Keimblätter entstehen.
Querverweise:
Ektoderm
-
Entoderm
-
Keimblatt
Metabolismus
Stoffwechsel
Metaphyse
Gelenknaher Abschnitt eines Röhrenknochens zwischen Mittelteil (Diaphyse) und Endstück (Epiphyse), in dem sich das Längenwachstum des Knochens vollzieht
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Osteosarkome entstehen meistens im Bereich der Metaphysen der langen Röhrenknochen
Querverweise:
Osteosarkom
Metastase
hier: Tochtergeschwulst, Tumorabsiedlung; Tumor, der durch Verschleppung von Tumorzellen aus einem anderen Bereich des Körpers entstanden ist; insbesondere bei bösartigen Geschwülsten (Krebs)
Querverweise:
Metastasierung
-
Tumor
Metastasierung
syn. Filialisierung
Sammelbezeichnung für einen Krankheitsprozess, bei dem eine Absiedlung der kranken Zellen über den Blutweg und/oder das lymphatische System in ursprünglich gesunde Körperregionen stattfindet
Querverweise:
lymphatisches System
MIBG
Methyljodbenzlyguanidin; Substanz, die in seiner chemischen Struktur den Katecholaminen ähnlich ist
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: 123mIBG wird im Rahmen spezieller nuklearmedizinischer Verfahren (Szintigraphie) vor allem in der Diagnostik und auch der Therapie von Neuroblastomen eingesetzt
Querverweise:
Diagnostik
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Katecholamine
-
Neuroblastom
-
Nuklearmedizin
-
Szintigraphie
-
MIBG-Szintigraphie
-
MIBG-Therapie
MIBG-Szintigraphie
Bild gebendes, nuklearmedizinisches Verfahren, das mit Hilfe von radioaktiv markiertem Methyljodbenzylguanidin (MIBG) spezifisch zur Diagnose von Tumoren des sympathischen Nervensystems eingesetzt wird. Dazu zählen bei Kindern und Jugendlichen zum Beispiel das Neuroblastom und das Phäochromozytom sowie deren Metastasen. MIBG ist eine Substanz, die in seiner chemischen Struktur den körpereigenen Katecholaminen ähnlich ist. Es reichert sich typischerweise in Tumoren an, die Katecholamine produzieren können. Da an das MIBG schwach radioaktives Iod gekoppelt ist, senden die mit dieser Substanz angereicherten Tumorzellen Signale aus, die von einer speziellen Kamera aufgenommen und zu einem Bild verarbeitet werden können.
Querverweise:
Katecholamine
-
Metastase
-
Neuroblastom
-
Nuklearmedizin
-
Phäochromozytom
-
radioaktiv
-
sympathisches Nervensystem
Hauptinformationsseite:
I123-mIBG-Szintigraphie
MIBG-Therapie
Behandlung mit radioaktiv markiertem Methyljodbenzylguanidin (MIBG), einer Substanz, die sich vor allem in Katecholamin produzierenden Tumoren des sympathischen Nervensystems anreichert (z.B. dem Neuroblastom). Die radioaktive Dosis wird für Behandlungszwecke so hoch gewählt, dass das Tumorgewebe durch die MIBG-Anreicherung quasi „von innen“ bestrahlt und dadurch zerstört wird.
Querverweise:
Neuroblastom
-
radioaktiv
-
MIBG
-
Katecholamine
-
sympathisches Nervensystem
-
Bestrahlung
Hauptinformationsseite:
MIBG-Therapie
Migräne
Durch Faktoren wie Stress, Klimaeinflüsse, Genussmittel und bestimmte Medikamente ausgelöste oder auch ohne nachweisbare Ursache auftretende anfallartige Kopfschmerzen von unterschiedlicher Dauer, manchmal von Übelkeit, Erbrechen, Sehstörungen und anderen Beschwerden begleitet
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Kopfschmerzen, die durch einen Hirntumor ausgelöst werden, können leicht als Migräne missgedeutet werden
Querverweise:
Hirntumor
Mikro-
Wortteil mit der Bedeutung klein, niedrig, gering
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Mikrometastasen sind kleinste, mit herkömmlichen Bild gebenden Verfahren selten darstellbare Metastasen, von deren Vorhandensein bereits bei der Diagnosestellung jeder bösartigen Erkrankung ausgegangen werden muss.
Querverweise:
Metastase
Mikroorgansimen
mikroskopisch kleine Lebewesen bzw. Organismen, die mit bloßem Auge meist nicht sichtbar sind. Zu den Mikroorgansimen gehören Einzeller, Bakterien, manche Pilze und Viren. Einige Mikroorganismen sind Erreger von Infektionskrankheiten.
Querverweise:
Bakterien
-
Viren
Mikroskop
Instrument, das ermöglicht, Objekte oder bestimmte Strukturen von Objekten, die für das menschliche Auge nicht sichtbar sind, vergrößert anzusehen.
minimale Resterkrankung
(Abk.: MRD für englisch minimal residual disease)
Der Begriff bezeichnet (nach erfolgter Chemo- und Strahlentherapie) verbliebene (residuelle) Tumorzellmengen, die sich mit morphologischen Untersuchungsmethoden (Mikroskopie) nicht nachweisen lassen; diese Zellen können sich erneut vermehren und zu einem Wiederauftreten der Krankheit führen. Der MRD-Nachweis erfolgt mittels molekulargenetischer Methoden.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Der Zusammenhang zwischen Tumormasse und Therapieerfolg ist zum Beispiel bei akuten Leukämien und Non-Hodgkin-Lymphomen belegt: Durch den Nachweis eigentlich „verschwunden“ angenommener Krebszellen ist eine Abschätzung der Tumorlast möglich, die die Grundlage für verbesserte, risikoangepasste Behandlungsstrategien liefert; Ziel ist, auch diese möglichst frühzeitig erkannten minimalen Mengen an Restkrebszellen zu zerstören, um so das Risiko eines Rückfalls zu vermindern und die Chancen auf eine Heilung wesentlich zu verbessern.
Querverweise:
Chemotherapie
-
immunologisch
-
Leukämie
-
Molekulargenetik
-
Non-Hodgkin-Lymphom
-
Strahlentherapie
Mitochondrium
Zellorganell, in dem die meisten Energie erzeugenden Stoffwechselvorgänge stattfinden; so genanntes „Kraftwerk“ der Zelle
Querverweise:
Zelle
Mitose
Zellteilung nach Längsteilung und anschließender Verdopplung der Chromosomen in mehreren Phasen (Prophase, Metaphase, Anaphase, Telophase), bei der jeweils zwei neue identische Tochterzellen mit doppeltem Chromosomensatz entstehen
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Eine der bösartigen Eigenschaften von Krebserkrankungen ist die hohe Teilungsrate (Mitoserate) und dadurch schnelle Vermehrung der Krebszellen. Manche Zytostatika (so genannte Mitosehemmstoffe wie Vincristin) erzeugen ihre Wirkung dadurch, dass sie in bestimmte Phasen der Mitose eingreifen und diese verhindern.
Querverweise:
Chromosom
-
Zelle
-
Zytostatikum
Molekül
chemische Verbindung aus zwei oder mehr miteinander verbundenen Atomen
Querverweise:
Atom
molekular
die Ebene der Moleküle betreffend
Querverweise:
Molekül
molekularbiologisch
Struktur, Bildung, Funktion sowie Wechselwirkungen von DNA und RNA (untereinander und mit Proteinen) auf molekularer Ebene betreffend.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Molekularbiologische Methoden spielen in der modernen biologischen und medizinischen Forschung eine wichtige Rolle.
Querverweise:
molekulargenetisch
-
DNA
-
Ribonukleinsäure
-
Desoxyribonukleinsäure
-
Protein
Molekulargenetik
Teilgebiet der Genetik und der Biologie, welches Vererbung, Aufbau, Stoffwechsel, Differenzierung und Wechselwirkungen von Zellen auf molekularer Ebene untersucht. Im Mittelpunkt stehen die Analyse der Erbinformation der Desoxyribonukleinsäure (DNA) und Ribonukleinsäure (RNA) und deren Verarbeitung im Rahmen der Proteinsynthese sowie die Genregulation.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Molekulargenetische Untersuchungen sind wichtige diagnostische und wissenschaftliche Verfahren in der Kinderkrebsheilkunde
Querverweise:
Genetik
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Diagnostik
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Desoxyribonukleinsäure
-
Differenzierung
-
molekular
-
Nukleinsäuren
-
Protein
-
Ribonukleinsäure
molekulargenetisch
Struktur, Bildung, Entwicklung, Funktion und Wechselwirkungen von Zellen und Zellbausteinen (z. B. Nukleinsäuren, Proteine) auf molekularer Ebene betreffend. Im Mittelpunkt stehen die Analyse der in den Nukleinsäuren (DNA und RNA) gespeicherten Erbinformation und deren Verarbeitung im Rahmen der Proteinsynthese sowie die Genregulation.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Molekulargenetische Untersuchungen sind wichtige diagnostische und wissenschaftliche Verfahren in der Kinderkrebsheilkunde.
Querverweise:
Diagnostik
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Gen
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Genetik
-
molekular
-
Molekulargenetik
-
Protein
-
Zelle
-
Nukleinsäuren
-
DNA
-
RNA
Molekulargewicht
syn. Molekülmasse, molekulare Masse
Summe der Atommassen aller Atome in einem Moleküls
Querverweise:
Molekül
monoklonal
von einem einzigen, genetisch identischen Zellklon ausgehend und gebildet und daher mit identischen Eigenschaften
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: s. monoklonale Antikörper
Querverweise:
genetisch
-
monoklonaler Antikörper
monoklonaler Antikörper
Antikörper, die von den Abkömmlingen eines einzigen B-Lymphozyten gebildet werden und völlig identisch sind; sie richten sich gegen einen kleinen Molekülabschnitt (Epitop) eines Antigens und können gentechnisch zu diagnostischen und therapeutischen Zwecken hergestellt werden.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Verschiedene diagnostische Verfahren (z.B. die Immunphänotypisierung) beruhen auf der Verwendung monoklonaler Antikörper. Bei manchen Krebserkrankungen (z.B. Non-Hodgkin-Lymphomen) werden monokonale Antikörper (im Rahmen von Studien) auch zur Behandlung eingesetzt (sog. Immuntherapie).
Querverweise:
Antigen
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Antikörper
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B-Lymphozyten
-
Diagnostik
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Immunphänotypisierung
-
Molekül
-
Non-Hodgkin-Lymphom
Monosomie 7
syn. familiäre Monosomie 7
angeborene Erkrankung , die mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung einer akuten myeloischen Leukämie (AML) verbunden ist. Ursache der Erkrankung ist eine Erbgutveränderung (Genommutation), bei der das Chromosom 7 aufgrund eines Chromosomenverlusts nur einfach anstatt wie sonst üblich doppelt vorhanden ist.
Querverweise:
akute myeloische Leukämie
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Chromosom
-
Genom
-
Leukämie
Monozyten
Unterform der weißen Blutzellen (Leukozyten); nach ihrer Ausreifung im Knochenmark zirkulieren sie zunächst ein bis zwei Tage im Blut und dienen dort der Immunabwehr. Anschließend wandern sie in verschiedene Gewebe ein und entwickeln sich dort zu ortsständigen, gewebetypischen Makrophagen („große Fresszellen“) weiter.
Querverweise:
Immunabwehr
-
Knochenmark
-
Leukozyten
-
Makrophagen
Hauptinformationsseite:
Die Bestandteile des Blutes
Morbus
lateinisches Wort mit der Bedeutung Krankheit
Morbus Down
syn. Trisomie 21, Down-Syndrom
vererbbare Chromosomenaberration, bei der das dreifach vorliegende Chromosom Nr. 21 zu Fehlentwicklungen fast sämtlicher Gewebe und Organe führt, die dann langsam wachsen, unreif bleiben, schneller altern und Fehlbildungen aufweisen können. Bei den betroffenen Patienten zeigt sich u.a. meist eine individuell unterschiedlich ausgeprägte geistige Behinderung, Minderwuchs, Fehlbildungen im Gesichtsbereich.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Patienten mit Morbus Down haben ein erhöhtes Risiko, an Krebs, besonders an Leukämien zu erkranken.
Querverweise:
Chromosomenaberration
-
Chromosom
Morbus Hodgkin
syn. Lymphogranulomatose, Hodgkin-Lymphom
bösartige Erkrankung des lymphatischen Systems; gehört zu den malignen Lymphomen und macht etwa 5% der bösartigen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter aus.
Querverweise:
Lymphom
Hauptinformationsseite:
Hodgkin-Lymphom (Morbus Hodgkin)
Morbus Paget
syn. Paget-Krankheit, Osteodystrophia deformans
hier: Knochenkrankheit mit noch nicht eindeutig geklärter Ursache, die schleichend beginnt und mit Verkrümmungen und Verdickungen eines oder mehrerer Röhrenknochen, entsprechenden Fehlstellungen und Schmerzen einhergeht
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Patienten mit Osteodystrophia deformans haben, aus noch nicht eindeutig geklärten Gründen, ein erhöhtes Risiko, an Knochentumoren zu erkranken
Querverweise:
Karzinom
-
Osteosarkom
Morphin
syn. Morphium
zu den Opiaten gehörender (Haupt-)inhaltsstoff des Opiums
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Anwendung bei der Behandlung von Schmerzen und bei bestimmten Formen der Narkose
Querverweise:
Narkose
-
Opiate
-
Opium
morphologisch
hier: Struktur und Form von Geweben beziehungsweise Zellen betreffend. Der Begriff Morphologie kommt aus dem Griechischen und bedeutet "Lehre von der Gestalt / Form". Als Teilbereich der Biologie ist die Morphologie die Lehre von der Struktur und Form der Organismen, ihrer Gewebe und Zellen. Auf zellulärer Ebene spricht man von "Zytomorphologie".
Querverweise:
Zelle
-
Zytomorphologie
MRT
syn. Kernspintomographie
Abkürzung für Magnetresonanztomographie, eine sehr genaue, strahlenfreie Untersuchungsmethode zur Darstellung von Strukturen im Inneren des Körpers
Querverweise:
Magnetresonanztomographie
Mukositis
Schleimhautentzündung des Magen-Darm-Trakts
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Häufige Nebenwirkung bei der Behandlung mit Zytostatika (besonders Methotrexat), seltener bei manchen Formen der Strahlentherapie; kann je nach Ausprägung zu Schleimhautablösungen, Schmerzen, Schluckstörungen und dadurch zu verminderter Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme führen und muss entsprechend behandelt werdern. Gegebenenfalls muss bei der nächsten Zytostatikagabe auch die Dosis des verantwortlichen Zytostatikums vermindert werden.
Querverweise:
Strahlentherapie
-
Zytostatikum
multifokal
an mehreren Stellen auftretend
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Manche Tumorerkrankungen können mit mehreren Tumoren in unterschiedlichen Körperregionen auftreten: einerseits z.B. durch eine unabhängige, gleichzeitige Tumorentstehung in unterschiedlichen Körperregionen (z.B. Neurofibrome bei Neurofibromatose), andererseits durch eine Metastasierung (z.B. Lungenmetastasen beim Osteosarkom).
Querverweise:
Metastase
-
Metastasierung
-
Neurofibromatose
-
Osteosarkom
multiple endokrine Neoplasien
(Abk.: MEN)
seltenes, zu den Krebs-Syndromen gehörendes erbliches Krankheitsbild, bei dem mindestens zwei verschiedene Hormon produzierende Drüsen von Tumorveränderungen befallen sind. Der so genannte Typ I (MEN-I, Wermer-Syndrom) ist gekennzeichnet durch Adenome der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse), der Nebenschilddrüse und durch Tumoren der Bauchspeicheldrüse, Typ II (MEN-IIa, Sipple-Syndrom; MEN-IIb, Froboese-Syndrom) durch eine Kombination von Schilddrüsenkarzinomen und Phäochromozytom.
Querverweise:
Adenom
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Karzinom
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Neoplasie
-
Phäochromozytom
-
Krebssyndrom
-
Hypophyse
Mutagene
chemische und physikalische Vorgänge, die die Erbinformation DNA schädigen und dadurch Genveränderungen (Mutationen) und in der Folge verschiedene Krankheitsbilder verursachen können (z.B. Schädigungen während der Embryonalentwicklung, Krebserkrankungen).
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Sowohl zahlreiche Zytostatika als auch ionisierende Strahlen (z.B. Röntgenstrahlen, UV-Strahlen) gehören zu den Mutagenen.
Querverweise:
Desoxyribonukleinsäure
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ionisierende Strahlen
-
Mutation
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Röntgenstrahlen
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Zytostatikum
Mutation
Veränderung des genetischen Materials; diese kann ohne erkennbare äußere Ursache entstehen (Spontanmutation) oder durch äußere Einflüsse hervorgerufen werden (induzierte Mutation). Zu letzteren zählen z. B. ionisierende Strahlen oder bestimmte chemische Substanzen (Mutagene). Sind Körperzellen betroffen, spricht man von einer somatischen Mutation, sind Keimzellen betroffen, von einer generativen Mutation. Somatische Mutationen sind nicht vererbbar, während generative Mutationen zu erblichen Schädigungen des Genträgers führen können. Je nach Ausmaß der Veränderung (einzelne oder mehrere Gene, größere Chromosomenabschnitte oder komplette Chromosomen) unterscheidet man Punkt- und Blockmutationen sowie numerische und strukturelle Chromosomenaberrationen.
Querverweise:
Chromosomenaberration
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Mutagene
-
Gen
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Chromosom
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ionisierende Strahlen
-
Keimzellen
MYCN
syn. MYCN-Onkogen
steht für MYCN-Onkogen, ein Krebs erzeugendes Gen, das sich in verschiedenen Tumorarten feststellen lässt, zum Beispiel bei manchen Neuroblastomen und Medulloblastomen.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: siehe MYCN-Onkogen
Querverweise:
MYCN-Onkogen
MYCN-Onkogen
syn. Onkogen n-myc
Krebs erzeugendes Gen; seine Aktivierung führt dazu, dass sich Zellen ungebremst vermehren und der natürliche Zelltod (Apoptose) verhindert wird.
Das MYCN-Onkogen lässt sich in verschiedenen Tumorarten feststellen, zum Beispiel bei manchen Neuroblastomen und Medulloblastomen. Tumorzellen mit dem MYCN-Onkogen sind besonders widerstandsfähig (resistent) gegen Chemo- und Strahlentherapie.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Bei Patienten mit einem Neuroblastom lässt sich anhand der Aktivität des MYCN-Onkogens die Bösartigkeit des Tumors abschätzen: Ein aktives MYCN-Onkogen, sichtbar durch eine entsprechende Vervielfältigung des Gens (Genamplifikation), geht mit einer ungünstigen Prognose für den Patienten einher.
Querverweise:
Genamplifikation
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Neuroblastom
-
Onkogen
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Zelle
-
Gen
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Apoptose
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Prognose
myelodysplastisches Syndrom
(Abk.: MDS)
bei Kindern sehr seltene Erkrankung des Blut bildenden Systems im Knochenmark; führt ähnlich einer Leukämie zu einer Störung der Blutbildung und infolgedessen zu Anämie, erhöhter Blutungsneigung und/oder Infektanfälligkeit. Die Erkrankung geht fast immer in eine akute myeloische Leukämie (AML) über.
Querverweise:
akute myeloische Leukämie
-
Anämie
-
Knochenmark
-
Leukämie
Myelozyten
Vorstufen der Granulozyten im Knochenmark; teilweise noch teilungsfähig
Querverweise:
Granulozyten
-
Knochenmark
Mykosen
durch Pilze verursachte Infektionskrankheiten
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Der so genannte Mundsoor, verursacht durch den Hefepilz Candida albicans, ist eine häufige Infektion immunsupprimierter Patienten. Während einer Zytostatikabehandlung empfiehlt sich deshalb die prophylaktische Behandlung (Mundspülungen) mit so genannten Antimykotika
Querverweise:
Antimykotikum
-
Immunsuppression
-
Infektion
-
Prophylaxe
-
Zytostatikum





