Heilungaussichten bei Patienten mit Hodgkin-Lymphom

Autor: Dipl.-Biol. Maria Yiallouros, erstellt am: 04.02.2009, Zuletzt geändert: 24.06.2010

Die Heilungsaussichten von Kindern und Jugendlichen mit einem Hodgkin-Lymphom sind sehr gut. Über 95 % aller Patienten, das heißt mehr als neun von zehn Patienten mit Morbus Hodgkin, können dank der heute eingesetzten modernen Untersuchungsmethoden und intensiven standardisierten Kombinationstherapien langfristig geheilt werden [KAA2008a]. Die Prognose für den einzelnen Patienten hängt in erster Linie davon ab, wie weit die Krankheit zum Zeitpunkt der Diagnose fortgeschritten ist (Krankheitsstadium) und wie die Erkrankung auf die Therapie anspricht. Patienten in einem frühen Krankheitsstadium, bei denen nur einzelne Lymphknoten befallen sind (Patienten der Therapiegruppe I) haben in der Regel günstigere Heilungsaussichten (bis zu 97 %) als Patienten in mittleren und fortgeschrittenen Krankheitsstadien (Therapiegruppen II und III). Letztere bedürfen daher einer intensivierten Behandlung.

Etwa 11 % der jährlich etwa 150 in Deutschland neu an einem Hodgkin-Lymphom erkrankten Kindern und Jugendlichen erleiden, trotz der im Grunde sehr hohen Heilungsraten im Rahmen der Erstbehandlung, einen Krankheitsrückfall (Rezidiv) oder eine Tumorprogression [SCH2003a]. Auch bei einem Rezidiv können in der Regel noch gute langfristige Behandlungsergebnisse und Heilungen erreicht werden. Eine weitere Verbesserung der Heilungsaussichten im Rezidivfall ist Ziel derzeitiger und zukünftiger Therapieoptimierungsstudien.

Quellen und Referenzen

[KAA2008a] Kaatsch P, Spix C: Registry - Annual Report 2008 (Jahresbericht 2008 des Deutschen Kinderkrebsregisters). Technischer Bericht, Universität Mainz 2008 [URI: http://www.kinderkrebsregister.de/ extern/ veroeffentlichungen/ jahresberichte/ jb2008/ index.html]

[SCH2003a] Schellong G, Riepenhausen M: Spätfolgen nach Hodgkinscher Krankheit. WIR 2003, 1: 18 [URI: http://www.kinderkrebsstiftung.de/ fileadmin/ KKS/ files/ zeitschriftWIR/ 2003_1/ hodgkinscheKrankheit.pdf]




 
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