Weichteilsarkome und seltene Weichteiltumoren (Kurzinformation)

Autor: Dipl. Biol. Maria Yiallouros, Dr. med. Stefanie Kube, erstellt am: 19.05.2009, Freigabe: Prof. Dr. med. Ewa Koscielniak, Zuletzt geändert: 21.10.2011 doi:10.1591/poh.patinfo.weichteiltumor.kurz.20101215 , Kurz-URL: www.kinderkrebsinfo.de/weichteiltumoren

Krankheitsbild

Der Begriff Weichteilsarkome (auch Weichgewebssarkome oder bösartige Weichteiltumoren genannt) umfasst eine Vielzahl sehr verschiedener bösartiger Erkrankungen, die in Muskeln, Bändern, Gelenken oder im Nervengewebe vorkommen.

Das bei Kindern und Jugendlichen häufigste Weichteilsarkom ist das Rhabdomyosarkom (abgekürzt: RMS). Die meisten Weichteilsarkome wachsen und streuen schnell, so dass sie, wenn sie unbehandelt bleiben, innerhalb weniger Wochen oder Monate zum Tod führen können.

Häufigkeit

Weichteilsarkome und seltene Weichteiltumoren machen insgesamt etwa 6,6 % aller Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter aus. Sie sind damit die vierthäufigsten soliden Tumoren bei Kindern und Jugendlichen (nach den Tumoren des Zentralnervensystems, Lymphomen und Neuroblastomen).

In Deutschland erkranken jährlich etwa 140 Kinder und Jugendliche neu an einem bösartigen Weichteiltumor. Am häufigsten tritt die Erkrankung bei Kindern vor dem fünften oder sechsten Lebensjahr auf. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei 6 Jahren. Jungen sind etwas häufiger betroffen als Mädchen (Geschlechterverhältnis 1,2:1). Allerdings unterscheiden sich sowohl das Geschlechterverhältnis als auch die Altersverteilung bei den verschiedenen Arten von Weichteilsarkomen sehr.

Feingewebliche Eigenschaften und Tumortypen

Weichteilsarkome und seltene Weichteiltumoren entstehen im Allgemeinen durch eine bösartige Veränderung (Entartung) unreifer Vorläuferzellen von Weichgeweben. Zu diesen gehören insbesondere das Muskelgewebe, Fett- und Bindegewebe sowie das Gewebe peripherer Nerven [peripheres Nervensystem].

Anhand ihrer feingeweblichen (histologischen) Struktur und der Art der Zellen, aus denen sie sich entwickeln, werden mehrere Arten von Weichteilsarkomen und seltenen Weichteiltumoren unterschieden. Die verschiedenen Tumorarten treten unterschiedlich häufig auf und unterscheiden sich zum Teil auch in ihrem biologischen Verhalten voneinander. Das heißt zum Beispiel, dass sie unterschiedlich schnell und auf verschiedene Weise wachsen und streuen (metastasieren) oder auch unterschiedlich empfindlich auf Behandlungsmethoden wie die Chemotherapie reagieren.

Die häufigsten Weichteilsarkome bei Kindern und Jugendlichen bis zum 21. Lebensjahr sind:

  • Rhabdomyosarkom (RMS): 57 %
  • Extraossäre Tumoren der Ewing Gruppe (ETEG) [Extraossäres Ewing-Sarkom (EES) / Peripherer primitiver neuroektodermaler Tumor (pPNET)]: 10 %
  • Synovialsarkom (SS): 8 %
  • Maligner peripherer Nervenscheidentumor (MPNST): 4 %
  • Fibromatose (FBM): 2 %
  • Undifferenziertes Sarkom (UDS): 2 %

Darüber hinaus gibt es noch eine Reihe weiterer, nur sehr selten vorkommender Weichteilsarkome. Die vergleichsweise häufig auftretenden Rhabdomyosarkome lassen sich anhand feingeweblicher Unterschiede und Unterschiede im Wachstumsverhalten weiter unterteilen, unter anderem in das „klassische embryonale Rhabdomyosarkom“ und die „alveolären Rhabdomyosarkome“. (Der Begriff „embryonal“ bedeutet in diesem Zusammenhang nicht, dass der Tumor bereits während der Embryonalentwicklung des Kindes entstanden ist.)

Lage und Ausbreitung

Weichteilsarkome und seltene Weichteiltumore können im Prinzip überall im Körper entstehen, da sich im gesamten Körper Weichteilgewebe befindet. Die Tumoren breiten sich oft entlang anatomischer Strukturen aus, zum Beispiel entlang von Muskelscheiden, Bändern oder Blutgefäßen. Dabei können sich einzelne Zellen vom Tumor lösen und über Blutbahnen oder Lymphgefäße in andere Teile des Körpers gelangen. Dort können sie sich ansiedeln und erneut vermehren; es entstehen Tochtergeschwülste (Metastasen). Metastasen treten bei Weichteilsarkomen insbesondere in der Lunge, in benachbarten Lymphknoten und im Skelettsystem auf. Es können aber auch andere Organe betroffen sein.

Der Ursprungsort und das Wachstumsverhalten von Weichteilsarkomen und seltenen Weichteiltumoren hängen maßgeblich mit der Art des Tumors zusammen. Rhabdomyosarkome zum Beispiel können zwar prinzipiell in fast allen Organen entstehen, besonders häufig finden sie sich allerdings im Kopf-Hals-Bereich, in den Harn- und Geschlechtsorganen sowie in den Gliedmaßen. Dabei verhalten sich die alveolären Rhabdomyosarkome aggressiver als die embryonalen Rhabdomyosarkome, das heißt, sie wachsen schneller und breiten sich in der Regel rascher über den Blut- und/oder Lymphweg im Körper aus. Auch die Gefahr eines Krankheitsrückfalles ist bei den alveolären Rhabdomyosarkomen größer als bei den embryonalen.

Extraossäre Ewing-Sarkome und periphere primitive neuroektodermale Tumoren wiederum entstehen vorwiegend in den Gliedmaßen und im Rumpf. Synovialsarkome kommen vor allem in den Gliedmaßen in der Nähe von Gelenken sowie im Kopf-Hals-Bereich vor. Beide Tumortypen tendieren rasch zur Bildung von Metastasen.

Ursachen

Die Ursache für die Entstehung von Weichteilsarkomen und seltenen Weichteiltumoren konnte bis heute nicht endgültig geklärt werden. Es wird vermutet, dass sie sich aus den Ursprungszellen des Bindegewebes (Weichteilgewebes) entwickeln. In der medizinischen Fachsprache nennt man diese Zellen „mesenchymale Stammzellen“. Die Entartung findet meist schon vor der Geburt statt.

Es gibt Hinweise auf bestimmte Risikofaktoren, die die Bildung von Weichteilsarkomen begünstigen. So kann in manchen Familien ein gehäuftes Auftreten von Rhabdomyosarkomen beobachtet werden. Auch in Familien, in denen verstärkt Karzinome vorkommen, erkranken Kinder häufiger an Rhabdomyosarkomen. Dies deutet darauf hin, dass in diesen Fällen eine genetisch bedingte Veranlagung für die Entwicklung dieser Krankheit vorliegt. Beispiel für eine solche Veranlagung ist die Neurofibromatose, bei der ein vermehrtes Auftreten von malignen peripheren Nervenscheidentumoren beobachtet werden kann.

Für die Mehrheit der Patienten mit einem Weichteilsarkom oder seltenen Weichteiltumor lassen sich jedoch keine Risikofaktoren nachweisen.

Krankheitszeichen

Die Krankheitszeichen (Symptome) eines Weichteilsarkoms richten sich nach dem Sitz und der Ausdehnung des Tumors und sind deshalb sehr vielfältig. Daher nennen wir an dieser Stelle nur beispielhaft einige häufige Krankheitszeichen:

  • Weichteilsarkome/-tumoren, die sich oberflächennah entwickeln, verursachen eine oft langsam zunehmende Schwellung beziehungsweise Schmerzen. Beides wird fälschlicherweise nicht selten auf einen Unfall, zum Beispiel im Sport, zurückgeführt. Außerdem kann es zu Funktionseinbußen im betroffenen Organ kommen, beispielsweise zu Bewegungseinschränkungen im Bereich von Armen und Beinen.
  • Bei einem Weichteilsarkom/-tumor der Augenhöhle kommt es anfangs zu einem schmerzfreien Hervortreten des Augapfels (Exophthalmus) und einer Lidschwellung, später zu Schmerzen durch Zunahme des örtlichen Drucks. Auch Sehstörungen sind möglich.
  • Bei Weichteilsarkomen/-tumoren im Bereich der Nase liegt zum Zeitpunkt der Diagnosestellung nicht selten schon seit langer Zeit eine verstopfte Nase oder ein Schnupfen vor.
  • Ist die Schädelbasis mitbetroffen, so kann es zu Ausfällen der Hirnnerven kommen, die sich in gelähmten Gesichtsnerven oder Doppelbildern äußern können.
  • Tumoren der Harn- und Geschlechtsorgane können durch allgemeines Unwohlsein, Verstopfung und/oder Störungen beim Wasserlassen, vaginale Blutung, blutigen Urin und Schmerzen auffallen, oft aber erst, wenn sie schon sehr groß sind.

In anderen Bereichen des Körpers fallen Weichteilsarkome/-tumore häufig nur durch ihre tast- oder sichtbare Tumormasse auf, zum Beispiel im Rahmen einer körperlichen Untersuchung durch den Kinderarzt oder auch durch ein Bild gebendes Verfahren wie der Ultraschalluntersuchung. Sie verursachen oft keine Beschwerden, das heißt, die Betroffenen fühlen sich gut.

Kinder und Jugendliche mit Beschwerden, wie sie hier beschrieben sind, haben selbstverständlich nicht immer ein Weichteilsarkom oder einen anderen bösartigen Tumor. Dennoch ist es ratsam, die Ursache solcher Symptome sorgfältig durch einen erfahrenen Kinderarzt abklären zu lassen. Dieser sollte den Patienten in ein Krankenhaus überweisen, das auf Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen spezialisiert ist (Klinik für pädiatrische Onkologie/Hämatologie). Eine Erstdiagnostik (Bild gebende Verfahren beziehungsweise Biopsie), die nicht in einem solchen Zentrum durchgeführt wird, ist oft unzureichend und kann die Therapie und dadurch auch die Prognose des Patienten (das heißt, die Chance auf Heilung) negativ beeinflussen.

Diagnose

Bei Verdacht auf ein Weichteilsarkom oder einen Weichteiltumor sind umfangreiche Untersuchungen und die Zusammenarbeit von Spezialisten unterschiedlicher Fachrichtungen notwendig, um festzustellen, ob tatsächlich ein solcher Tumor vorliegt. Ist dies der Fall, muss abgeklärt werden, um welche Form des Tumors es sich handelt und wie weit sich die Erkrankung im Körper ausgebreitet hat. Die Klärung dieser Fragen erfolgt nach den Protokollen der „CWS-Guidance“ der „Cooperativen Weichteilsarkom Studiengruppe“ der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) und ist Voraussetzung für eine optimale Behandlung und Prognose des Patienten. Weitere Informationen zur „CWS-Guidance“ finden Sie unten.

Zur Diagnosestellung eines Weichteilsarkoms oder seltenen Weichteiltumors führen zunächst Bild gebende Verfahren wie die Magnetresonanztomographie (MRT). Mit Hilfe dieser Standardmethoden lässt sich genau feststellen, ob ein Tumor vorliegt. Auch Lage und Größe des Tumors, seine Abgrenzung zu Nachbarstrukturen (wie Organe, Blutgefäße, Nerven) oder Veränderungen am Skelettsystem sind mit diesen Methoden gut sichtbar.

Um die Diagnose endgültig zu sichern, ist auf jeden Fall die feingewebliche (histologische) und molekulargenetische Untersuchung von operativ entnommenem Tumorgewebe (Biopsie) notwendig. Aufgrund der Seltenheit der Erkrankung ist es besonders wichtig, dass die entnommenen Gewebeproben nicht nur von einem Pathologen der behandelnden Klinik begutachtet, sondern zusätzlich einem Referenzzentrum für Kinderpathologie - dem Kindertumorregister der GPOH in Kiel - vorgelegt werden. Ein solches Zentrum erhält Gewebeproben eines bestimmten Tumors aus ganz Deutschland und hat somit besondere Erfahrung in der Begutachtung. Außerdem sollen die Proben auch molekulargenetisch untersucht werden. Dadurch wird die Diagnose zusätzlich gesichert und der Tumor kann besser charakterisiert werden. Aus diesen Informationen ergeben sich sehr wichtige Hinweise für die Therapie. Für die molekulargenetische Untersuchung benötigt man unbedingt frisch gefrorenes Tumormaterial. Deswegen ist es besonders wichtig, dass die Biopsie an einem spezialisierten Zentrum für Kinderonkologie durchgeführt wird, wo sowohl das Wissen wie auch die entsprechenden Möglichkeiten der Tumorbearbeitung vorhanden sind. Die Probenreste werden in der Tumorbank aufbewahrt und können für wissenschaftliche Zwecke verwendet werden, um einen Fortschritt in der Behandlung dieser Tumoren zu erzielen. Informationen zur Tumorbank finden Sie unten.

Zur Metastasensuche werden unter anderem eine Röntgenuntersuchung und Computertomographie (CT) der Lunge, eine Magnetresonanztomographie des Schädels, eine Szintigraphie der Knochen Skelett-Szintigraphie und eine Knochenmarkuntersuchung (nach Knochenmarkpunktion) durchgeführt. Je nach Krankheits- und Behandlungssituation können weitere Untersuchungen hinzukommen (wie Ultraschall, Positronen-Emissions-Tomographie).

Vor der Behandlung erfolgt routinemäßig eine Funktionsüberprüfung verschiedener Organe, so zum Beispiel eine Elektrokardiographie (EKG) und Echokardiographie zur Prüfung der Herzfunktion, eine Elektroenzephalographie (EEG) zur Prüfung der Gehirnfunktion, ein Hörfunktionstest (Audiometrie), eine Nierenfunktionsprüfung sowie verschiedene Blutuntersuchungen. Veränderungen, die möglicherweise im Laufe der Therapie auftreten, können aufgrund solcher Ausgangsbefunde besser beurteilt und bei der Behandlung entsprechend berücksichtigt werden.

Therapieplanung

Nachdem die Diagnose und die Ausbreitung der Erkrankung feststehen, erfolgt die Therapieplanung. Um eine möglichst individuelle, auf den Patienten zugeschnittene (risikoadaptierte) Behandlung durchführen zu können, berücksichtigt das Behandlungsteam bei der Planung bestimmte Faktoren, die die Prognose des Patienten beeinflussen (so genannte Risiko- oder Prognosefaktoren). Anhand dieser Prognosefaktoren werden die Patienten verschiedenen Risikogruppen zugeordnet, die nach jeweils unterschiedlichen Therapieplänen behandelt werden. Die Einteilung in Risikogruppen mit zugehörigem Therapieplan erfolgt in Deutschland und anderen europäischen Ländern nach den Leitlinien der "CWS-Guidance" (siehe auch unten).

Wichtige Prognosefaktoren bei Patienten mit einem Weichteilsarkom/-tumor sind zum Beispiel die Art, Lage, Größe und Ausdehnung des Tumors, die anhand der beschriebenen Diagnoseverfahren ermittelt werden.

Die Art des Tumors, also seine feingewebliche Beschaffenheit (Histologie), wirkt sich zum Beispiel darauf aus, wie die Erkrankung auf eine Chemotherapie anspricht (es gibt chemotherapiesensible und chemotherapieunsensible Weichteilsarkome) und wie groß das Risiko der Metastasenbildung sowie die Rückfallwahrscheinlichkeit sind. Die Experten unterscheiden entsprechend zwischen Weichteilsarkomen/-tumoren mit günstiger und ungünstiger Histologie. Der Ort der Tumorbildung wiederum bestimmt die Möglichkeiten der operativen Tumorentfernung und der Strahlentherapie.

Darüber hinaus spielt auch das Alter des Patienten eine wichtige Rolle. So vertragen zum Beispiel jüngere Patienten die Chemotherapie in der Regel deutlich besser als ältere. Bei Kindern unter drei Jahren (insbesondere unter einem Jahr) wird die Strahlentherapie wiederum nur selten eingesetzt, im Einzelfall jedoch durchaus angewandt.

Alle Faktoren fließen in die Behandlungsplanung ein mit dem Ziel, für jeden Patienten das jeweils bestmögliche Behandlungsergebnis bei kleinstmöglichem Risiko von Nebenwirkungen und Spätfolgen zu erreichen.

Behandlung

Bei Kindern und Jugendlichen mit einem Weichteilsarkom oder seltenen Weichteiltumor kommen als Behandlungsmöglichkeiten die Operation, die Strahlentherapie, die Chemotherapie beziehungsweise eine Kombination dieser Therapieformen in Frage. Welche Therapie im Einzelfall die beste ist, richtet sich insbesondere nach der Art und Lage des Tumors sowie nach dem Alter des Patienten und muss zudem auf die Ausdehnung und Chemotherapieempfindlichkeit des Tumors abgestimmt werden (siehe oben). Das Ziel der Behandlung ist, eine langfristige Heilung des Patienten zu erreichen und dabei das Risiko Therapie begleitender Nebenwirkungen und Spätfolgen so gering wie möglich zu halten.

Um möglichst alle Krebszellen (auch solche, die man nicht mit Bild gebenden Methoden wie der Magnetresonanztomographie sehen kann) zu vernichten, wird in der Chemotherapie prinzipiell eine Kombination verschiedener zellwachstum- und damit tumorwachstumshemmender Medikamente (Zytostatika) eingesetzt, die sich bei der Bekämpfung von Weichteilsarkomen/-tumoren als besonders wirkungsvoll erwiesen haben. Die Zytostatika werden in mehreren Chemotherapiezyklen verabreicht. Dazwischen liegen Therapiepausen, die der Erholung des Patienten dienen.

Operation und Strahlentherapie gehören zu den so genannten lokaltherapeutischen Methoden. Eine Operation mit dem Ziel der vollständigen Tumorentfernung ist im Therapieplan häufig erst später vorgesehen, das heißt, nachdem man den Tumor durch Chemotherapie verkleinert hat. Die Operation wird im behandelnden Zentrum sorgfältig mit Vertretern aller beteiligten Disziplinen (Kinderonkologen, Chirurgen, Strahlentherapeuten, Radiologen) diskutiert und vorbereitet. Besonders wichtig ist die Entscheidung, in welcher Reihenfolge Operation und Bestrahlung erfolgen sollen. Die CWS-Studienzentrale und die CWS-Referenzexperten stehen dabei dem behandelnden Zentrum beratend zur Verfügung. Da die Weichteilsarkome sehr selten sind, sollten Operationen möglichst in einem Zentrum erfolgen, das langjährige Erfahrung in der Sarkomchirurgie hat.

Behandlung von Patienten mit lokalisierten Rhabdomyosarkomen

Patienten mit einem lokalisierten Rhabdomyosarkom werden nach aktueller Therapie-Leitlinie („CWS-Guidance“), abhängig von den jeweiligen Prognosefaktoren, in vier verschiedene Risikogruppen eingeteilt:

  • In der Niedrigrisikogruppe besteht die Therapie aus der kompletten Tumorentfernung und einer Chemotherapie mit den Medikamenten Vincristin und Actionmycin-D über etwa 22 Wochen.
  • Bei der Standardrisikogruppe beinhaltet die Chemotherapie zusätzlich Ifosfamid, und die Patienten werden meist bestrahlt (Therapiedauer etwa 25 Wochen).
  • In den beiden höchsten Risikogruppen erfolgt die chirurgische Tumorentfernung in Abhängigkeit von Ort und Ausdehnung des Tumors entweder vor Beginn der Chemotherapie oder zu einem späteren Zeitpunkt. Alle Patienten dieser Gruppe werden bestrahlt. Die Chemotherapie, die mit Ifosfamid, Vincristin, Actinomycin-D und teilweise Adriamycin erfolgt, dauert etwa 25 Wochen.

Behandlung von Patienten mit RMS-artigen Weichteilsarkomen

Patienten mit RMS-artigen-Weichteilsarkomen (das heißt, mit Synovialsarkomen, extraossären Ewing-Sarkomen, peripheren primitiven neuroektodermalen Tumoren oder undifferenzierten Sarkomen) werden sehr ähnlich wie die Hochrisikogruppe der Rhabdomyosarkome behandelt, wobei – neben der Chemotherapie und Chirurgie – die Bestrahlung ein noch wichtigeres Therapieelement darstellt. Die gesamte Behandlung dauert, je nach Therapiegruppe, etwa 25 Wochen.

Behandlung von Patienten mit Non-RMS-artigen Weichteilsarkomen und seltenen Weichteiltumoren

Bei Patienten mit Non-RMS-artigen Weichteilsarkomen hängt die Art der Therapie von der Größe des Tumors und dem Erfolg der Operation ab:

  • Bei vollständiger Entfernung (R0-Resektion) eines kleinen Tumors ist im Allgemeinen keine weitere Therapie erforderlich, da das Risiko eines Krankheitsrückfalls gering ist. Unter „vollständiger Resektion“ versteht man aber nicht die alleinige Entfernung des sichtbaren Tumors, sondern eine Entfernung des Tumors unter Mitnahme eines so genannten „Sicherheitsabstandes“, das heißt einschließlich des gesunden Gewebes um den Tumor herum. Der Tumor soll dabei nicht angetastet beziehungsweise angeschnitten werden. Dadurch soll erreicht werden, dass die kleinen, unsichtbaren Tumorausläufer nicht im Körper des Patienten verbleiben.
  • Patienten, bei denen nach der Operation Tumorreste vorhanden sind oder deren Tumor zum Zeitpunkt der Diagnose eine bestimmte Größe (5 cm) überschreitet (Patienten der Standard-Risiko-Gruppe), erhalten im Anschluss an die Operation eine Strahlentherapie.
  • Hochrisiko-Patienten (zum Beispiel mit Befall der Lymphknoten und ungünstiger Lage des Tumors) erhalten außer einer Bestrahlung auch eine intensive mehrwöchige Chemotherapie mit mehreren Medikamenten (wie zum Beispiel Vincristin, Adriamycin, Ifosfamid und Actinomycin-D).

Behandlung von Patienten mit Metastasen beziehungsweise Krankheitsrückfall

Entsprechend den Leitlinien der „CWS-Guidance“ erhalten Patienten mit Metastasen eine Chemotherapie aus Ifosfamid, Vincristin, Actinomycin-D, Carboplatin, Epirubicin und Etoposid (CEVAIE). Auch die Lokaltherapie (Bestrahlung, Operation) spielt eine wichtige Rolle. Im Anschluss an die intensive Chemotherapie erfolgt eine (Orale) Erhaltungstherapie mit den MedikamentenTrofosfamid (T), Idarubicin (I) und Etoposid (E) (abgekürzt O-TIE). Diese Medikamente werden in Tablettenform eingenommen (also oral), so dass die Behandlung ambulant erfolgen kann. Die gesamte Behandlung dauert etwa ein Jahr.

Patienten mit einer besonders ungünstigen Prognose können an so genannten experimentellen Studien teilnehmen. Dazu zählt zum Beispiel eine allogene, speziell haploidentische Stammzelltransplantation, die als Immuntherapie am Ende der konventionellen Therapie angesetzt werden kann. (Weitere Informationen hierzu: siehe Universitätsklinikum Tübingen und Stammzelltransplantationszentrum des Universitätsklinikums Frankfurt/Main; Informationen auf unseren Seiten über die allogene Stammzelltransplantation finden Sie hier.)

Bei Patienten, die nicht auf eine Chemotherapie ansprechen oder die einen Krankheitsrückfall erleiden, richtet sich die Behandlung nach der zuvor erfolgten Therapie. In der Regel kommen dann andere und zum Teil neue Medikamente zur Anwendung, welche zwar nicht in den üblichen Behandlungsplänen vorkommen, aber aufgrund neuerer Forschungsergebnisse Anlass zur Hoffnung geben.

Prognose

Die Überlebensaussichten von Kindern und Jugendlichen mit einem Weichteilsarkom oder einem seltenen Weichteiltumor hängen von verschiedenen Faktoren ab. Entscheidend sind insbesondere die Art, Lage und Größe des Tumors, seine Ausbreitung zum Zeitpunkt der Diagnosestellung, die Möglichkeit der Tumorentfernung und das Alter des Patienten.

In den letzten Jahrzehnten hat sich dank der standardisierten Behandlung im Rahmen von Therapieoptimierungsstudien die Prognose für Patienten mit einem Weichteilsarkom oder seltenen Weichteiltumor deutlich verbessert. Während noch Ende der 70er Jahre nur 30 bis 40 % aller Kinder langfristig überleben konnten, liegt die 10-Jahres-Überlebensrate durch die stetige Verbesserung der Behandlung mittlerweile bei durchschnittlich 70 %. Bei günstiger Konstellation kann ein Langzeitüberleben in über 80 % der Fälle beobachtet werden. Dagegen nimmt bei Patienten mit großen, zum Zeitpunkt der Diagnose nicht operablen Tumoren, und in verstärktem Maße bei Patienten, bei denen bereits Lymphknoten befallen sind und/oder Metastasen in anderen Körperregionen vorliegen, die Wahrscheinlichkeit einer langfristigen Heilung ab.

Wichtige Anmerkung: Bei den genannten Überlebensraten handelt es sich um statistische Größen. Sie stellen nur für die Gesamtheit der an einem Weichteilsarkom/-tumor erkrankten Patienten eine wichtige und zutreffende Aussage dar. Ob der einzelne Patient geheilt werden kann oder nicht, lässt sich aus der Statistik nicht vorhersagen. Wenn Sie Fragen zur prognostischen Einschätzung der Erkrankungsart Ihres Kindes haben, wenden Sie sich daher bitte an das Behandlungsteam.

Therapieoptimierungsstudien / Register

In den großen Behandlungszentren werden Kinder und Jugendliche mit einem Weichteilsarkom oder Weichteiltumor und auch mit einem Rückfall dieser Erkrankungen nach standardisierten Therapieprotokollen behandelt. Sie alle haben eine Verbesserung der Langzeitüberlebensraten bei gleichzeitiger Geringhaltung therapiebedingter Spätfolgen zum Ziel. Die Behandlung nach solchen Therapieprotokollen erfolgte bisher in Therapieoptimierungsstudien. Therapieoptimierungsstudien sind kontrollierte klinische Studien, die im Rahmen der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH‎) entwickelt, überwacht und regelmäßig an den aktuellen Stand der Wissenschaft angepasst werden.

Aus den Vorläuferstudien der letzten 30 Jahre ist bekannt, dass Kinder, die nicht im Rahmen von Therapieoptimierungsstudien behandelt werden, eine wesentlich schlechtere Chance haben, eine Tumorerkrankung zu überleben. In Deutschland hat der GB-A (Gemeinsamer Bundesausschuss) deshalb festgelegt, dass alle Patienten mit Krebserkrankungen innerhalb einer GPOH-Studie behandelt werden sollen. Für Patienten mit Weichteilsarkomen/-tumoren wurde eine solche 2009 in Deutschland abgeschlossen: die Cooperative Weichteilsarkom-Studie 2002 – Pilotstudie (kurz: CWS-2002 P). An der Studie waren zahlreiche Kinderkliniken und Behandlungseinrichtungen in ganz Deutschland sowie in anderen europäischen Ländern beteiligt.

Die CWS-Studiengruppe hat 2009 für Patienten mit Weichteilsarkomen/-tumoren die klassische Therapieoptimierungsstudie aufgrund neuer gesetzlicher Bestimmungen umstrukturiert. Die einzelnen Bereiche der Studie wurden aufgeteilt, so das es jetzt ein Register zur Erfassung aller relevanten Patientendaten gibt ("SoTi-SaR"), eine Leitlinie zur empfohlenen Diagnostik und Therapie von Patienten mit Weichteilsarkomen und seltenen Weichteiltumoren ("CWS-Guidance") sowie eine randomisierte Studie [siehe Randomisierung] für einen Teil der Patienten ("CWS-2007 HR"). Einzelheiten dazu finden Sie im Anschluss.

SoTiSaR

Durch das CWS-Register "SoTiSaR" (Soft Tissue Sarcoma Registry) wird die flächendeckende Registrierung aller Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Weichteilsarkomen und -tumoren gewährleistet. Das Register schafft die Voraussetzung zur Durchführung von klinischen Studien und Begleitstudien und für die Beratung von behandelnden Ärzten. Außerdem ermöglicht es die Zusammenarbeit mit anderen Studien-/Arbeitsgruppen wie zum Beispiel LESS (Late Effects Surveillance System, Projekt zur Erfassung der Spätfolgen der Therapie) oder der Arbeitsgemeinschaft Lebensqualität (Studien zur Beurteilung der Lebensqualität nach einer Krebsbehandlung). Möglich wird auch der Datenaustausch mit anderen Registern wie dem Kindertumorregister in Mainz und Kiel.
Nur über eine komplette, nicht verfälschte Erfassung aller Patienten (und ihrer Therapieverläufe) mit diesen seltenen Tumoren ist die Kenntnis der tatsächlichen Überlebenschancen solcher Patienten sowie auch ein vertieftes Verständnis der Häufigkeit (Epidemiologie) und Biologie dieser Tumorgruppe möglich. Dies kann dazu führen, dass neue Prognosefaktoren und Therapieansätze gefunden werden. Das oberste Ziel ist, auf diese Weise die Therapie weiter zu verbessern und ihre Qualität zu sichern.

Auch die seltenen erwachsenen Patienten mit einem Rhabdomyosarkom (RMS) sollten nach der CWS-Guidance behandelt und in das CWS-Register SoTiSaR gemeldet werden.

Als erste auf diesem Modell basierende klinische Phase-III Studie wurde CWS-2007-HR am 01.07.2009 auf den Weg gebracht (siehe unten).

CWS-Guidance

Die CWS-Guidance ("Leitlinie") enthält die nach derzeitigem Wissen bestmöglichen, standarisierten Therapieempfehlungen für unterschiedliche Weichteilsarkome und Weichteiltumore. Sie wurde auf der Basis von Ergebnissen der europäischen Studien CWS-81, 86, 91, 96 und 2002P sowie anderer internationaler Studien (SIOP-MMT; italienische AIEOP- STSC, ehemals ICG; amerikanische STS COG, ehemals IRS) erarbeitet. Für Patienten mit Rhabdomyosarkomen (RMS) wird eine Therapie empfohlen, die 2004 mit den Experten der anderen europäischen Studiengruppen im Rahmen der "European paediatric Soft Tissue Sarcoma Study Group (EpSSG)" als europäischer Standard erarbeitet wurde.

Zahlreiche Kinderkliniken und Behandlungseinrichtungen in ganz Deutschland sowie in anderen europäischen Ländern behandeln Kinder und Jugendliche mit einem Weichteilsarkom, seltenen Weichteiltumor oder auch mit einem Rückfall gemäß der "CWS-Guidance".

CWS-2007-HR

Die Studie CWS-2007-HR ist eine klinische Phase-III-Studie für Patienten mit einem lokalisierten Hochrisiko-Rhabdomyosarkom (Hochrisiko-RMS-Gruppe) oder einem lokalisierten rhabdomyosarkomartigen Weichteiltumor (RMS-artige Weichteilsarkom-Gruppe). Die Studie wird randomisiert durchgeführt, das heißt, die Patienten werden nach dem Zufallsverfahren verschiedenen Therapiegruppen zugeteilt: Bei einem Teil der Patienten endet die Behandlung wie bisher mit der intensiven, stationären Chemotherapie. Der andere Teil der Patienten erhält nach Abschluss dieser Chemotherapie zusätzlich eine orale Erhaltungstherapie mit denZytostatika Etoposid, Idarubicin und Trofosfamid (O-TIE). Da die Medikamente in Tablettenform eingenommen werden, kann die Therapie ambulant erfolgen.

Mit dieser Studie soll festgestellt werden, ob eine Erhaltungstherapie bei diesen Patienten die Rate der Krankheitsrückfälle senken und die Überlebenswahrscheinlichkeit erhöhen kann. An der Studie sind zahlreiche Kinderkliniken und Behandlungseinrichtungen in ganz Deutschland sowie in anderen europäischen Ländern beteiligt.

Tumorbank

1992 wurde in der CWS-Studienzentrale in Stuttgart eine Tumorbank etabliert. Es handelt sich dabei um eine zentrale Aufbewahrungsstelle für Probenmaterial von Patienten mit Weichteilsarkomen und seltenen Weichteiltumoren. Diese Tumorbank ist Teil der zentralen Tumorbank für solide Tumoren des Kompetenznetzes Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (KPOH) unter der Leitung von Prof. Dr. F. Berthold, Köln. Ziel ist es, die Gewebeproben aller Patienten optimal auf molekularbiologische Marker hin zu untersuchen, wodurch häufig eine wesentlich präzisere Diagnosestellung möglich ist. Analysen zwischen verschiedenen Mustern an molekularbiologischen Markern und dem entsprechenden klinischen Verlauf sollen Rückschlüsse auf die prognostische Bedeutung der Marker ermöglichen und den Patienten zukünftig eine individuelle Behandlung anbieten können.

CWS-Studienzentrale

Leitung: Prof. Dr. med. Ewa Koscielniak, Prof. Dr. med. Thomas Klingebiel
Klinikum Stuttgart
Olgahospital – Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin
Bismarckstr. 8
D-70176 Stuttgart
Telefon: +49-711-2787-3812
Telefax: +49-711-2787-2749
Email: cws@olgahospital-stuttgart.de
Homepage: www.cws.olgahospital-stuttgart.de

Literatur

  1. Koscielniak E: Weichteilsarkome. Leitlinie der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie AWMF online 2011 [URI: http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/025-007l_S1_Weichteilsarkome_01.pdf]
  2. Koscielniak E, Dantonello T, Klingebiel T: Weichteiltumoren – Neue Projekte der CWS-Studiengruppe: das Register „SoTiSaR für Weichteilsarkome und –tumoren sowie die multizentrische Studie CWS-2007-HR zur Behandlung von Patienten mit lokalisierten rhabdomyosarkomartigen Weichteilsarkomen. Wir – die Zeitschrift der Deutschen Leukämie-Forschungshilfe e.V. und der Deutschen Kinderkrebsstiftung 3/2009 [URI: http://www.kinderkrebsstiftung.de/fileadmin/KKS/files/zeitschriftWIR/2009_3/weichteiltumoren.pdf]
  3. Kaatsch P, Spix C: Registry - Annual Report 2008 (Jahresbericht 2008 des Deutschen Kinderkrebsregisters). Technischer Bericht, Universität Mainz 2008 [URI: http://www.kinderkrebsregister.de/extern/veroeffentlichungen/jahresberichte/jb2008/index.html]
  4. Weihkopf T, Blettner M, Dantonello T, Jung I, Klingebiel T, Koscielniak E, Lückel M, Spix C, Kaatsch P: Incidence and time trends of soft tissue sarcomas in German children 1985-2004 - a report from the population-based German Childhood Cancer Registry. European journal of cancer 2008, 44: 432 [PMID: 18077150]
  5. Klingebiel T, Koscielniak E: Weichteilsarkome, in: Kiess W, Merkenschlager A, Pfäffle R, Siekmeyer W (Hrsg.): Therapie in der Kinder- und Jugendmedizin. Elsevier, Urban & Fischer, München Jena 1. Aufl. 2007, 820
  6. Klingebiel T, Koscielniak E: Weichteilsarkome, in: Rüben H (Hrsg.): Uroonkologie. Springer Verlag Heidelberg 4. Aufl. 2007, 657
  7. Treuner J, Brecht I: Weichteilsarkome. in: Gadner H, Gaedicke G, Niemeyer CH, Ritter J (Hrsg.): Pädiatrische Hämatologie und Onkologie Springer-Verlag 2006, 865 [ISBN: 3540037020
  8. Claviez A: Rhabdomyosarkome. in Gutjahr P (Hrsg.): Krebs bei Kindern und Jugendlichen Deutscher Ärzte-Verlag Köln, 5. Aufl. 2004, 461 [ISBN: 3769104285
PDF-Datei der Patienteninformation zu Weichteilsarkomen und seltenen Weichteiltumoren (329KB)
Autor: Dipl.-Biol. Maria Yiallouros, Dr. med. Stefanie Kube
Stand: 21.10.2011

PDF-Datei
Patienten-Kurzinformation
zum Weichteilsarkom  urlPDF-Datei
Studien / Register für Patienten mit Weichteilsarkom/-tumor
Kliniken
Behandlungseinrichtungen, die auf Krebs bei Kindern und Jugendlichen spezialisiert sind; Qualitätsberichte; Elternvereine  urlHier finden Sie mehr dazu


 
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