Ultraschalluntersuchung (Sonographie)

Autor: PD Dr. med. Gesche Tallen, Redaktion: Maria Yiallouros, Freigabe: Prof. Dr. med. Dr. h.c. Günter Henze, Zuletzt geändert: 26.05.2016

Die Ultraschalluntersuchung (Sonographie) ist ein bildgebendes Verfahren [bildgebende Verfahren], bei dem Ultraschallwellen über einen so genannten Schallkopf durch die Haut in den Körper eingestrahlt werden.

Um die Schallleitung zu verbessern, wird in dem Bereich, der untersucht werden soll, ein hautfreundliches Gel auf die Körperoberfläche aufgetragen. An Gewebe- und Organgrenzen werden die Schallwellen – je nach der Art des Gewebes – in unterschiedlichem Ausmaß "verschluckt" (absorbiert) oder wieder "zurückgeworfen" (reflektiert).

Die zurückgeworfenen Schallwellen werden vom Schallkopf, den der Radiologe weiter auf die Körperoberfläche hält, wieder aufgefangen und von einem Computer in ein Bild verwandelt, das man schon während der Untersuchung ansehen kann. Auf diese Weise erhält man originalgroße, zum Teil dynamische Schnittbilder des Körperinneren.

Ultraschall wird hauptsächlich zur Untersuchung von Weichteilen eingesetzt, zum Beispiel:

  • bei Säuglingen bis zum Verschluss der großen Fontanelle zur Beurteilung der Hirnstrukturen (besonders bei der Diagnostik von Hirntumoren und einem Wasserkopf)
  • zur Beurteilung der Halsweichteile, des Herzens und der Bauchorgane
  • zur Beurteilung der Ausdehnung eines Tumors innerhalb des betroffenen Organs sowie auch im Hinblick auf angrenzende knöcherne Strukturen
  • zur Beurteilung der Lage eines dauerhaft angelegten Katheters (Katheterverweilsystem)
  • mit Hilfe einer speziellen Form des Ultraschalls, der so genannten Farbdoppler-Sonographie, kann zudem die Gefäßversorgung eines Tumors und/oder einer Organregion sichtbar gemacht werden.

Eine Ultraschalluntersuchung dauert in der Regel nicht lange, tut nicht weh und funktioniert ohne Strahlen. Sie kann daher beliebig oft wiederholt werden.

Kinderzeichnung zur Sonographie