Glossar

Glossar der Begriffe, die in kinderkrebsinfo und kinderblutkrankheiten verwendet werden.

A B C D E F G H I K L M N O P R S T U V W X Z   alle  

radioaktiv
als radioaktiv werden Substanzen mit instabilen Atomkernen bezeichnet, die sich spontan unter Abgabe von Energie umwandeln. Die frei werdende Energie wird als ionisierende Strahlung (energiereiche Teilchen und/oder Gammastrahlung) abgegeben.
Querverweise: DNA - Strahlentherapie - radioaktive Strahlung - ionisierende Strahlen - Diagnostik - Gammastrahlung - Atom

radioaktive Strahlen
Strahlung, die durch den Zerfall (Kernzerfall) radioaktiver Substanzen entsteht; siehe "radioaktive Strahlung"
Querverweise: radioaktiv - ionisierende Strahlen - radioaktive Strahlung

radioaktive Strahlung
Strahlung, die durch den Zerfall (Kernzerfall) radioaktiver Substanzen entsteht. Es handelt sich um Substanzen mit instabilen Atomkernen, die sich spontan unter Abgabe von Energie umwandeln. Die frei werdende Energie wird als ionisierende Strahlung (energiereiche Teilchen und/oder Gammastrahlung) abgegeben.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Sowohl im Rahmen der Diagnostik (Röntgendiagnostik) als auch bei der Strahlentherapie von Kindern und Jugendlichen mit Krebserkrankungen werden die Eigenschaften radioaktiver Strahlung in unterschiedlichen Dosierungen und Verabreichungsformen/-techniken genutzt. Die Wirkung der Strahlentherapie beruht darauf, dass sie DNA-Schäden in den Tumorzellen verursacht und diese dadurch vernichtet. Radioaktive Strahlung kann aber auch mutagene Wirkung haben, also zu Genveränderungen (Mutationen) mit entsprechenden Folgen (Krankheiten wie Krebs, Störung der Embryonalentwicklung) führen.
Querverweise: Strahlentherapie - DNA - Mutagene - ionisierende Strahlen - Gammastrahlung - Diagnostik - Atom

Radioaktivität
Eigenschaft von physikalisch instabilen Nukliden, spontan durch Umwandlung ihres Atomkerns Strahlung (Röntgenstrahlung) auszusenden.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Sowohl im Rahmen der Diagnostik (Röntgendiagnostik) als auch bei der Strahlentherapie von Kindern und Jugendlichen mit Krebserkrankungen werden die Eigenschaften radioaktiver Strahlung in unterschiedlichen Dosierungen und Verabreichungsformen/-techniken genutzt. Die (u.a. dosisabhängig) ausgelösten DNA-Schäden, die die Wirkung der Strahlentherapie ausmachen, können allerdings auch mutagene Effekte haben.
Querverweise: Atom - Desoxyribonukleinsäure - Diagnostik - Mutagene - Nuklid - Röntgenstrahlung - Strahlentherapie

Radiologe
Facharzt für Röntgen- und Strahlentherapie
Querverweise: Kinderradiologe

Radiologie syn. Strahlenheilkunde
medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Wissenschaft und Lehre der Nutzbarmachung bestimmter Strahlungsarten in der Forschung, Diagnostik und Behandlung von Krankheiten befasst
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Radiologen gehören zum Behandlungsteam von Kindern und Jugendlichen mit Krebserkrankungen.

Randomisierung
(statistische) Zufallsverteilung von Patienten auf Behandlungs- und Kontrollgruppen bei einer Studie. Durch die strikte Zufallsverteilung sollen systematische Fehler bei der Auswertung von Therapiestudien ausgeschaltet werden.
Querverweise: Therapieoptimierungsstudie

Rasselgeräusche
Atmungsgeräusche im Bereich der Bronchien, die beim Abhorchen (i.d.R. mit einem Stethoskop) der im Körper entstehenden Geräusche und Töne feststellbar sind

REAL-Klassifikation
internationales System zur Einteilung der malignen Non-Hodgkin-Lymphome nach zytologischen und immunologischen Kriterien. REAL ist die Abk. für (engl.) „Revised European American Lymphoma“classification (revidierte europäisch-amerikanische Lymphomklassifikation);
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: wird neben der in Europa gebräuchlichen Kiel-Klassifikation und der WHO-Klassifikation als System zur Einteilung der malignen Non-Hodgkin-Lymphome im Kindes- und Jugendalter verwendet
Querverweise: immunologisch - Kiel-Klassifikation - WHO-Klassifikation - Zytologie

Regression
Rückbildung von Gewebe
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Rückbildung von Tumoren unter Therapie; vereinzelt können sich Tumoren (z. B. Retinoblastome, Neuroblastome des frühen Säuglingsalters) auch spontan, d.h. ohne Behandlung, zurückbilden (sog. Spontanregression)
Querverweise: Retinoblastom - Neuroblastom

Rehabilitation (Abk.: REHA)
medizinische, soziale, psychosoziale und berufliche Maßnahmen nach einer Erkrankung zur Wiedereingliederung in Gesellschaft, Beruf und Privatleben, die u.a. die Wiederherstellung von Fähigkeiten durch Übungsbehandlung, Prothesen und / oder apparative Hilfsmittel umfassen können

rektal
den Enddarm (Rektum) betreffend
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Medikamente in Zäpfchenform werden rektal verabreicht. Manche Tumoren im Bereich der inneren Geschlechtsorgane lassen sich im Rahmen einer rektalen Untersuchung tasten.
Querverweise: Tumor

Remission
vorübergehende Abnahme oder vorübergehendes Verschwinden der Krankheitszeichen der Krebserkrankung, jedoch ohne dass eine Heilung erreicht wird.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Als komplette Remission oder Vollremission wird ein Zustand nach einer Krebstherapie bezeichnet, der eine Feststellung von Krankheitszeichen mit den üblichen Methoden nicht mehr ermöglicht. Unter einer partiellen Remission oder Teilremission versteht man in der Kinderkrebsheilkunde eine deutliche Besserung der klinischen Befunde und des Allgemeinzustands des Patienten.

renales Fanconi-Syndrom syn. De-Toni-Debré-Fanconi-Syndrom
Nierenerkrankung, die mit einem Verlust wichtiger Nährstoffe (zum Beispiel Glucose, Aminosäuren, Mineralien wie Phosphat, Calcium, Kalium) über die Urinausscheidung einhergeht. Ursache ist der gestörte Rücktransport (Rückresorption) dieser Nährstoffe aus dem Primärharn. In der Folge kommt es zu Mangelzuständen im Körper, die u.a. mit neurologischen Störungen, Unterzuckerung und/oder Knochenstoffwechselstörungen (mit ungenügender Mineralisation bzw. Demineralisation der Knochen, Knochenerweichung) einhergehen.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Die Erkrankung kann erblich bedingt sein, sie kann aber zum Beispiel auch durch nierenschädigende Medikamente (wie bestimmte Zytostatika) hervorgerufen werden.
Querverweise: Glukose - Phosphat - Kalium - Calcium - Zytostatika - Primärharn - Urin

Reparaturgen
Gen, das für die Beseitigung von schadhaften Veränderungen der DNA-Struktur in einer Zelle, also eines genetischen Defekts, zuständig ist. Die von DNA-Reparaturgenen kodierten Reparaturenzyme sorgen dafür, dass die fehlerhaften Sequenzen aus der DNA entfernt und durch korrekte Sequenzen ersetzt werden.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Schäden in der DNA können auch im gesunden Organismus spontan im Verlauf der DNA-Vervielfältigung (Replikation) oder durch die Einwirkung mutagener Substanzen, extremer Wärme oder ionisierender Strahlung verursacht werden. Wenn die DNA-Reparatur-Mechanismen einer Zelle nicht funktionieren, kann Krebs entstehen.
Querverweise: DNA - Enzym - Gen - ionisierende Strahlen - Mutagene - Zelle - Gendefekte (vererbbare)

Resektion
chirurgisches Herausschneiden von kranken Organ- oder Körperteilen

Resistenz
hier: Unempfindlichkeit von Krebszellen gegenüber bestimmten zellwachstumshemmenden Medikamenten (Zytostatika)
Querverweise: Zytostatika - Zytostatikaresistenz

Retikulozyten syn. Proerythrozyten
junge, noch unreife, aber bereits kernlose Vorläuferzellen der roten Blutkörperchen (Erythrozyten); sie gehen im Knochenmark aus kernhaltigen Vorstufen der Erythrozyten hervor und reifen, nach ihrer Auswanderung in das Blut, zu Erythrozyten heran.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Retikulozyten enthalten, im Gegensatz zu Erythrozyten, noch Reste von Zellorganellen und RNA, die mit bestimmten Färbemethoden lichtmikroskopisch nachweisbar sind. Auf diese Weise lässt sich der Anteil der Retikulozyten (bzw. des Retikulozytenhämoglobins) im Blut bestimmen. Er dient als wichtiges Diagnosekriterium bei der Unterscheidung der Anämieformen: Bei einer so genannten hämolytischen Anämie z.B. kommt es zu einer erhöhten Bildung von Erythrozyten im Knochenmark (Erythropoese) und infolgedessen zu einer krankhaften Erhöhung der Retikulozytenzahl, bei der aplastischen Anämie zu einer gedrosselten Erythropoese und somit zu einer Verminderung der Retikulozytenzahl.
Querverweise: Anämie - Erythropoese - Erythrozyten - Hämoglobin - Knochenmark - Leukämie - Zellorganell - RNA

Retinoblastom
bösartiger Tumor der Augen-Netzhaut (Retina), der fast ausschließlich bei Kindern auftritt; insgesamt kommt das Retinoblastom im Kindes- und Jugendalter – mit 2 % aller Krebserkrankungen – selten vor. Es gibt erbliche und nicht-erbliche Formen der Erkrankung. Sowohl ein als auch beide Augen können betroffen sein (unilaterales bzw. bilaterales Retinoblastom). In sehr seltenen Fällen kann ein erbliches Retinoblastom auch gemeinsam mit einem Hirntumor (z.B. einem Pineoblastom) auftreten; in diesem Fall spricht man von einem trilateralen Retinoblastom.
Querverweise: Retinoblastomgen - Hirntumor
Hauptinformationsseite: Retinoblastom

Retinoblastomgen
Tumorsupressorgen mit dem Namen Rb1, das sich auf dem langen Arm des Chromosoms 13 befindet und durch genetische Veränderung (Mutation) die Entwicklung des bösartigen Netzhauttumors (Retinoblastom) verursacht
Querverweise: Retinoblastom - Tumorsuppressorgen

Retinsäure syn. Vitamin-A-Säure
Retinsäuren spielen eine zentrale Rolle bei Zellwachstum und Zellentwicklung (Differenzierung) und haben somit auch Einfluss auf eine Vielzahl von Krankheiten. Bei bestimmten Tumoren werden sie als Medikamente eingesetzt.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Die 13-cis-Retinolsäure bewirkt bei Neuroblastomen unter anderem eine verminderte Zellteilung, die Ausreifung (Differenzierung) von Gewebe und eine verminderte Expression des MYCN-Onkogens. Der Einsatz von Retinsäure im Rahmen einer Erhaltungstherapie soll Krankheitsrückfällen vorbeugen.
Querverweise: Differenzierung - Zelle - Tumor - Neuroblastom - Genexpression - MYCN-Onkogen - Onkogen

Rezeptor
spezialisierte Reiz aufnehmende Struktur des Organismus, die der Verständigung zwischen Organismus und Umwelt oder zwischen den Zellen eines Organismus dient. Hierzu zählen z.B. die Sinneszellen, die äußere Reize (wie Geruch, Geschmack, Licht, Farbe, Druck) aufnehmen und an das Nervensystem weiterleiten. Als Rezeptoren werden aber auch molekulare Strukturen (Proteine oder Proteinkomplexe) auf und in Körperzellen bezeichnet, die bestimmte Botenstoffe (z.B. Hormone, Neurotransmitter) ganz spezifisch binden und in die bzw. innerhalb der Zelle weiterleiten. Dieser Vorgang löst eine Reaktion in der Zelle aus, z.B. die Produktion einer chemischen Substanz oder die Teilung der Zelle (biochemische Signalprozesse).
Querverweise: Hormon - molekular - Nervensystem - Neurotransmitter - Protein - Zelle

Rezeptorgen
Gen, dessen Produkt (z.B. Protein) an der Bildung eines zellulären Rezeptors beteiligt ist. Ein solcher Rezeptor kann sich z.B. auf oder in einer Zelle befinden und ganz spezifisch bestimmte Partikel (Moleküle) binden, die in die Zelle eingeschleust werden und dort biochemische Signalprozesse auslösen. Rezeptoren dienen der Verständigung zwischen Zellen eines Organismus beziehungsweise zwischen Organismus und Umwelt.
Querverweise: Gen - Molekül - Protein - Rezeptor - Zelle

Rezidiv
Rückfall, Wiederauftreten einer Erkrankung nach Heilung
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Ein solider Tumor kann am gleichen Ort (Lokalrezidiv) oder auch an anderer Stelle rezidivieren. Je nachdem, in welchem zeitlichen Abstand zur Heilung ein Rezidiv auftritt, spricht man von einem Früh- oder Spätrezidiv. Auch Rezidive von Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter werden in Deutschland gemäß standardisierter Therapieoptimierungsstudien behandelt.

Rhabdomyosarkom (Abk.: RMS)
häufigstes Weichteilsarkom im Kindes- und Jugendalter
Querverweise: Weichteilsarkome

Rheuma
Oberbegriff für (rheumatische) Erkrankungen unterschiedlichen Ursprungs, die sich durch fließende, reißende und ziehende Schmerzen des Bewegungsapparates mit Funktionsbehinderungen und Steifigkeit der Gelenke bemerkbar machen und häufig mit systemischer Beteilung der Bindegewebe innerer Organe (z.B. Herz, Gefäße, Lunge, Leber, Darm, Zentralnervensystem) einhergehen.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Bei manchen Krebserkrankungen (insbesondere Leukämien) treten Knochen- und Gelenkschmerzen auf, die unter Umständen zunächst als Zeichen rheumatischer Beschwerden (z. B. einer rheumatoiden Arthritis) fehlgedeutet und entsprechend behandelt werden.

Ribonukleinsäure (Abk.: RNS, RNA) syn. ribonucleic acid (RNA) (englisch)
eine der zwei Nukleinsäurearten, die in allen lebenden Zellen vorkommen. Eine wesentliche Funktion der RNA ist die Umsetzung von genetischer Information in Proteine. Ribonukleinsäuren (RNA) sind Moleküle, die bei der Dekodierung der Desoxyribonukleinsäure (DNA) gebildet werden. Sie enthalten entweder die Information zur Bildung von Proteinen (so genannte messenger-RNA) oder üben andere Funktionen aus (so ist rRNA Bestandteil der Ribosomen, die t-RNA transportiert Aminosäuren zu den Ribosomen, wo die Proteinsynthese stattfindet); RNA unterscheidet sich von der DNA durch das Vorhandensein einer anderen Zuckereinheit und die Verwendung der Base Uracil anstelle von Thymin.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: siehe DNA
Querverweise: Aminosäure - Base - DNA - Nukleinsäure - Protein - genetisch

Rickham-Reservoir
unter die Kopfhaut implantiertes, kleines Reservoir aus Kunststoff, das mit einem Liquor-gefüllten Hohlraum im Gehirn verbunden ist. Das Rickham-Reservoir erinnert in seiner Form an ein kleines Kissen. Es ist an seiner Unterseite über einen Schlauch (Ventrikelkatheter) mit einer der Hirnkammern (meist rechter Seitenventrikel) oder einem anderen, mit Nervenwasser (Liquor) gefüllten Hohlraum im Gehirn (z.B. Arachnoidalzyste) verbunden. Das Rickham-Reservoir (oder Ommaya-Reservoir, ein anderes Modell mit vergleichbarer Funktion) wird im Rahmen einer kurzen, neurochirurgischen Operation implantiert. An solch ein Reservoir kann ein Shuntsystem zur Behandlung eines Wasserkopfes oder ein Ventrikelkatheter angeschlossen werden.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Erforderlich sind (ventrikuläre) Zugänge wie das Ommaya-Reservoir beispielsweise bei Hirntumoren, z.B. zur Entnahme von Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit (Liquor) zu diagnostischen oder therapeutischen Zwecken (Ventrikelpunktion) oder zur kontrollierten Gabe von Medikamenten (wie Zytostatika, Antibiotika) in den Liquorraum. Ventrikuläre Zugänge werden u.U. auch im Rahmen der Diagnostik und Behandlung von Leukämien und Non-Hodgkin-Lymphomen eingesetzt.
Querverweise: Antibiotika - Hirntumor - Hirnventrikel - Leukämie - Liquor - Neurochirurgie - Non-Hodgkin-Lymphom - Ventrikelkatheter - Ventrikelpunktion - Shunt - Zytostatika - Wasserkopf - Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit
Hauptinformationsseite: Hirntumoren - Tumoren des Zentralnervensystems (ZNS)

Ringelröteln syn. Erythema infectiosum, fünfte Krankheit
ansteckende Krankheit, die durch das Parvovirus B19 ausgelöst wird. Meist verläuft die Infektion ohne schwere Krankheitszeichen. Viele Kinder haben für circa 10 Tage eine typischen Hautausschlag mit zunächst rötlich-bläulicher Verfärbung der Wangen und später auch der Ober- und Unterarem sowie des Rumpfes mit münzgrßen, ringförmigen Flecken, die oft landkartenartige Figuren bilden. Es gibt keine Impfung und eine Therapie ist meist nicht notwendig.
Querverweise: Virus - Infektion

RNA syn. Ribonukleinsäure, RNS (deutsche Abkürzung)
Abkürzung für "Ribonukleinsäure", eine der beiden Nukleinsäuren, die in jeder lebenden Zelle vorkommen. Eine wesentliche Funktion ist die Umsetzung der genetischen Information in Proteine. Ribonukleinsäuren (RNA) sind Moleküle, die bei der Dekodierung der Desoxyribonukleinsäure (DNA) gebildet werden. Sie enthalten entweder die Information zur Bildung von Proteinen (so genannte messenger-RNA) oder üben andere Funktionen aus (so ist rRNA Bestandteil der Ribosomen, die t-RNA transportiert Aminosäuren zu den Ribosomen, wo die Proteinsynthese stattfindet). Die RNA ist ähnlich aufgebaut wie die DNA.
Querverweise: Nukleinsäure - Protein - genetisch - Zelle - Aminosäure - DNA

Röntgenstrahlen
energiereiche, radioaktive Strahlung, mit der man durch feste Gegenstände sowie durch lebende Organismen hindurch sehen kann; nach Durchstrahlung einer bestimmten Körperregion wird die je nach Gewebe unterschiedlich abgefangene Strahlung auf einer Filmplatte aufgefangen und als zweidimensionales Bild dargestellt.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Im Rahmen der Bild gebenden Diagnostik von Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen werden die Eigenschaften der Röntgenstrahlung genutzt (z.B. bei der Röntgenaufnahme und der Computertomographie), um tumorbedingte Veränderungen von Organ- und Gewebestrukturen sichtbar zu machen und Tumorherde genau lokalisieren zu können.
Querverweise: Radioaktivität - Computertomographie

Röntgenstrahlung syn. elektromagnetische Wellen
energiereiche, radioaktive Strahlung (entdeckt von W. C. Röntgen 1895), mit der man durch feste Gegenstände sowie durch lebende Organismen hindurch sehen kann; nach Durchstrahlung einer bestimmten Körperregion wird die je nach Gewebe unterschiedlich abgefangene Strahlung auf einer Filmplatte aufgefangen und als zweidimensionales Bild dargestellt.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Im Rahmen der Bild gebenden Diagnostik von Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen werden die Eigenschaften der Röntgenstrahlung genutzt (z.B. bei der Röntgenaufnahme und der Computertomographie), um tumorbedingte Veränderungen von Organ- und Gewebestrukturen sichtbar zu machen und Tumorherde genau lokalisieren zu können.
Querverweise: Computertomographie - Radioaktivität - Tumor

Röntgenuntersuchung
bildgebendes Verfahren, das durch Anwendung von Röntgenstrahlen Organe bzw. Organteile sichtbar macht.
Querverweise: Röntgenstrahlen
Hauptinformationsseite: Röntgenuntersuchung

Röteln syn. Rubella
hochansteckende Infektionskrankheit, die durch das Rötelnvirus ausgelöst wird. Die Erkrankung hinterlässt lebenslange Immunität. Das Rötel-Virus befällt nur Menschen. Die Kinder entwickeln kleine rote Hautflecken, beginnend im Gesicht und nach und nach am gesamten Körper. Es können auch Fieber und Lymphknotenschwellungen auftreten. Sehr gefährlich ist eine Rötelninfektion während der Schwangerschaft, weil sie zu schweren Fehlbildungen des Kindes und zu Fehlgeburten führen kann. Die Behandlung besteht in der Linderung der Krankheitssymptome (symptomatische Therapie). Eine vorbeugende Lebendimpfung ist verfügbar.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Die Rötelnerkrankung ist eine der Ursachen für einen erworbenen Mangel an weissen Blutzellen (erworbene Neutropenie)
Querverweise: Virus - Infektion

Rückenmark syn. Medulla spinalis
Teil des Zentralnervensystems; seine Hauptaufgabe ist die Nachrichtenvermittlung zwischen Gehirn und anderen Körperorganen. Das Rückenmark wird von den drei Rückenmarkshäuten und dem knöchernen Wirbelkanal schützend umhüllt.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Tumoren des Zentralnervensystems können auch das Rückenmark betreffen.
Querverweise: Zentralnervensystem
Hauptinformationsseite: Aufbau und Funktion des Zentralnervensystems (ZNS)