Nachrichten aus der Pädiatrischen Onkologie und Hämatologie

Autor: Ingrid Grüneberg, erstellt am: 15.07.2009, Redaktion: Ingrid Grüneberg, Zuletzt geändert: 12.07.2018

Preis der European Hematology Association für Charlotte Niemeyer

Stockholm, 16.06.2018 Prof. Dr. Charlotte Niemeyer, Ärztliche Direktorin der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie am Universitätsklinikum Freiburg, ist von der European Hematology Association (EHA) für ihr Lebenswerk ausgezeichnet worden. Weitere Informationen dazu erhalten Sie auf www.gpoh.de/mitteilungen.

Survivorship Passport

Frankfurt, 05.05.2018 Auf der wissenschaftlichen Halbjahrestagung der GPOH wurde der Entwicklungsstand des Survivorship Passports (SurPass) vorgestellt. Der SurPass ist ein Dokument, dass jedem Überlebenden (Survivor) einer Krebserkrankung im Kindes- und Jugendalter ausgehändigt werden soll. Die behandelnde Kinder- und Jugendklinik stellt den SurPass aus, der eine kurze Zusammenfassung der Krankengeschichte des Patienten enthält. Im Dokument sind Diagnose, Erstbehandlung, Rezidive, die im Rahmen der Chemotherapie erhaltenen Medikamente mit kumulativer Dosis und weitere Therapien wie Stammzell-Transplantation, Strahlentherapie und Operation aufgeführt. Zusätzlich sind im SurPass weitere Informationen zu empfohlenen Nachsorgeuntersuchungen enthalten. Die Entwicklung und Verbreitung des Survivorship Passports erfolgt im Verbund von EU-Projekten der Organisationen SIOPE, ENCCA (European Network for research on Cancer in Children and Adolescents), PanCareSurfUp und ExPO-r-Net. In Italien ist mit der Umsetzung begonnen worden, und zwar in der Kinderklinik Gaslini in Genua, unter der Leitung von Prof. Dr. med. Riccardo Haupt. In Deutschland ist die pilotweise Einführung des SurPasses in bestimmten Kliniken beantragt worden.

Webseite SIOPE (The European Society for Paediatric Society) zum Survivorship Passport

SIOP wird nicht-staatliches Mitglied (Non-State Actor) in der WHO

Genf, 08.02.2018 Die Internationale Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie (SIOP) erhält bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Status als ein Nicht-staatliches Mitglied. Dieser Erfolg ist dem SIOP Global Advocacy Committee unter der Leitung von Dr. Gabriele Calaminus zu verdanken, die sich einige Jahre darum bemüht hatten. Der Antrag und der dreijährige Arbeitsplan (2018 - 2020) wurden während der letzten 142. Sitzung des WHO-Exekutivrats vom 22. bis 27. Januar 2018 in Genf genehmigt. Dieses neue Mandat bietet SIOP hervorragende Möglichkeiten, Privilegien und Verantwortlichkeiten. SIOP wird bei den WHO-Treffen präsent sein und innerhalb des umfangreichen Netzwerks mit WHO-Partnern zusammenarbeiten, um die Situation krebskranker Kinder und Jugendlichen global zu verbessern.

World Health Assembly Side event WHO/SIOP (2015) Repräsentanten für SIOP: F. Pleitgen (Präsident der Deutschen Krebshilfe), G. Calaminus (SIOP Past-President und Head SIOP Global Advocacy), G. Perilongo (SIOP President), R. Herold (Repräsentant Europäische Arzneimittel-Agentur, EMA) v.l.n.r.

Deutscher Krebshilfe Preis 2017 für Heribert Jürgens

Bonn, 05.02.2018 Prof. (em.) Dr. med. Heribert Jürgens (Münster) ist für seine Verdienste in der pädiatrischen Onkologie, insbesondere in der Entwicklung von Therapiestrategien beim Ewing-Sarkom, ausgezeichnet worden. Die Laudatio hielt die GPOH-Vorsitzende Prof. Dr. med. Anglika Eggert (Berlin). H. Jürgens hatte von 1991 - 2015 die Leitung der Pädiatrischen Hämatologie und Onkologie am Universitätsklinikum Münster inne. Nach seiner Emeritierung im Februar 2015 steht er der Fachabteilung als "Senior Expert Sarkome" zur Verfügung. Zur Presseinformation der Stadt, dem Bericht aus Bonn.

Pressekonferenz: Jungen krebskranken Menschen die Chance auf eigene Kinder erhalten

Berlin, den 30.11.2017 Krebskranke Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene haben in Deutschland heutzutage Heilungschancen von etwa 80 Prozent. Die Krebstherapie kann jedoch zu Spätfolgen wie Unfruchtbarkeit führen. Vor Beginn einer möglicherweise fruchtbarkeitsschädigenden Behandlung können entsprechende Maßnahmen getroffen werden. Dazu gehören die Entnahme von Keimzellen (Eizellen und Spermien) und deren Lagerung. Die Kosten hierfür werden von den Gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen, so dass Patienten zum Teil aus finanziellen Gründen darauf verzichten müssen. Auch an Aufklärung über mögliche Spätfolgen mangelt es noch.
Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e. V. (DGHO) und der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs in Berlin wurde diese Problematik thematisiert. "Im Erstgespräch bei Krebserkrankung kann das Thema Elternschaft den Wunsch nach Heilung weiter stärken. Die Patienten und ihre Eltern fühlen sich ernst genommen und können daraus Hoffnung für die Zukunft schöpfen“ so eröffnete die Kinderonkologin Anja Borgmann-Staudt, Professorin an der Charité, als Mandatsträgerin der GPOH ihren Vortrag. Die Pressekonferenz erfolgte anlässlich der aktuellen Veröffentlichung des Bandes 11 der Gesundheitspolitischen Schriftenreihe der DGHO: "Vom Krebs geheilt, aber nicht gesund - Keine Hoffnung auf eigene Kinder". An diesem Band sind die Autoren A. Borgmann-Staudt und M. Freund (Kuratorium Deutsche Stiftung für Junge Erwachsene mit Krebs) maßgeblich beteiligt.

Auf der Pressekonferenz der DGHO am 30.11.2017 in Berlin: Prof. Dr. A. Borgmann-Staudt (Fachärztin Charité Universitätsmedizin Berlin), Prof. Dr. M. Freund (Kuratorium Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs) und Britta Elm (Moderatorin) ( v.l.n.r.). Foto: Frauke Frodl