Nachrichten 2015

Henry M. Stratton Medaille 2015 für Karl Welte

Karl Welte erhält als erster deutscher Wissenschaftler diese Medaille

Orlando, den 08.12.2015 Professor Karl Welte wurde auf dem 57. Kongress der Amerikanischen Gesellschaft für Hämatologie (ASH) mit der Henry-M. Stratton-Medaille für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Mit diesem Preis werden Wissenschaftler gewürdigt, die maßgebliche Forschungsergebnisse in der Hämatologie erzielt haben. Karl Welte wird insbesondere für seine Arbeiten hinsichtlich der Entdeckung, Molekularbiologie und klinischen Anwendung des hämatopoetischen Wachstumsfaktors G-CSF geehrt. Seine Forschungen sind überwiegend an der Medizinischen Hochschule Hannover entstanden. Näheres erfahren Sie hier:

Dietrich Niethammer-Preis 2015 für Ursula Creutzig und Günter Henze

Preisverleihung in Frankfurt: Christian Rosé (Pierre Fabre), Ursula Creutzig, Stefan Rutkowski und Dirk Reinhardt (GPOH-Vorstand)

U. Creutzig und G. Henze freuen sich über den Preis

Frankfurt, den 20.11.2015 Ursula Creutzig (Hannover) und Günter Henze (Berlin) sind für nachhaltige Entwicklungen in der pädiatrischen Onkologie mit dem Dietrich Niethammer-Preis ausgezeichnet worden. Der Preis wurde auf der Wissenschaftlichen Halbjahrestagung der GPOH überreicht. Dirk Reinhardt und Arend von Stackelberg würdigten die Leistungen der beiden Preisträger insbesondere in Bezug auf das Kompetenznetz Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (KPOH). G. Henze als Sprecher des Kompetenznetzes und U. Creutzig als Koordinatorin bewirkten nachhaltige Verbesserungen in strukturellen Einrichtungen der pädiatrischen Onkologie. Dazu gehören die Etablierung von Forschungs- und Studienassistentinnen (heute Study Nurses), die Vorbereitung für das heutige Zentrale Datenmanagement (ZDM), Etablierung von Qualitätskriterien (Audits/ Monitoring), Vorbereitung und Mitarbeit beim DBA-Beschluss, Finanzierung der Referenzdiagnostik und den Auf- und Ausbau des Informationsportals kinderkrebsinfo.de.

Fritz-Lampert-Preis 2015 für Peter Bader

Joachim Probst (Trans-Aid-Stiftung), Peter Bader, Fritz Lampert und Dirk Reinhardt (GPOH-Vorstand)

Frankfurt, den 20.11.2015 Im Rahmen der Wissenschaftlichen Halbjahrestagung der GPOH ist Peter Bader (Frankfurt) für seine Preisarbeit "Monitoring of minimal residual disease after allogeneic stem-cell transplantation in relapsed childhood acute lymphoblastic leukemia allows for the identification of impending relapse: results of the ALL-BFM-SCT 2003 trial" mit dem Fritz Lampert-Preis geehrt worden. Die Ergebnisse der Studie ALL-BFM-SCT 2003 zu minimalen Resterkrankungen (minimal residual disease/ MRD) sind hochrangig in der renommierten Fachzeitschrift Journal of Clinical Oncoloy (JCO) publiziert worden.

SIOP-Europe-Award für Heribert Jürgens

Preisverleihung in Wien. G Vassal (SIOP Europe-Präsident) u. H. Jürgens (rechts). Foto:SIOP Europe

Wien, den 27.10.2015 Professor em. Heribert Jürgens ist für sein Lebenswerk auf dem Europäischen Krebskongress „ECC 2015“ in Wien mit dem SIOP-Europe-Award ausgezeichnet worden.Die European Society for Paediatric Oncology (SIOP Europe) vergibt diesen Preis alle zwei Jahre. H. Jürgens beschäftigte sich vor allem mit der Diagnostik und Therapie von Ewing-Tumoren (Knochen- und Weichteil-Tumoren) und leitete in Münster die entsprechenden Studien. Nach seiner Emeritierung im Februar 2015 ist H. Jürgens weiterhin wissenschaftlich tätig, so auch in der aktuellen Studie Ewing 2008. Weitere Informationen erhalten Sie in der Pressemitteilung des Universitätsklinikums Münster.

Günther Schellong †

Abschied nehmen von Günther Schellong

Münster, den 10.10.2015 Der deutsche Kinderonkologe Professor Dr. med. Günther Schellong ist am 10.10.2015 im Alter von 89 Jahren verstorben. G. Schellong hat sich seit 1978 vor allem der Behandlung von Kindern und Jugendlich mit Hodgkin Lymphom gewidmet. Nach seiner Emeritierung 1991 wandte er sich der Analyse der Langzeitfolgen zu und etablierte ein weltweit anerkanntes Register zu den Spätfolgen bei Hodgkin Lymphomen. Seine Leistungen als Arzt und Wissenschaftler sowie seine Tätigkeiten für die Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie werden in dem Nachruf der GPOH gewürdigt.

Nachsorgepreis für die AG "Fertilität nach Chemo- und Strahlentherapie im Kindes- und Jugendalter"

Berlin, den 30.10.2015 Die Arbeitsgruppe um Frau Anja Borgmann-Staudt aus der Pädiatrischen Klinik m.S. Onkologie und Hämatologie an der Charité hat den Nachsorgepreis 2015 der Stiftung Deutsche KinderKrebsNachsorge verliehen bekommen. Ausgezeichnet wurden die Studien, die die Arbeistgruppe zu den Themen Fruchtbarkeit und Kinderwunsch durchgeführt hat. Mehr zu den Projekten der Gruppe können Sie hier lesen.

Wissenschaftspreis Klinische Pädiatrie für Ursula Creutzig

Stuttgart, den 06.10.2015 Ursula Creutzig (Hannover) erhält den Wissenschaftspreis Klinische Pädiatrie 2015 für ihre Arbeit "Randomised Introduction of 2-CDA as Intensification during Consolidation for Children with High-risk AML - Results from Study AML-BFM 2004". Der Preis ist mit insgesamt 10.000€ dotiert und wird in diesem Jahr geteilt. Der zweite Preisträger, Guido Stichtenoth (Lübeck), ist für seinen Beitrag im Bereich Neonatologie ausgezeichnet worden. ((Stichtenoth et al.): Increased risk for bronchitis after discharge in non-vaccinated very low birth weight infants.
Ziele des Wissenschaftspreises sind die Forschungsförderung in der Pädiatrie und die Veröffentlichungen der Ergebnisse im deutschsprachigen Raum.

Communicator-Preis 2015 an Boris Zernikow

v.l.n.r. T. Sitte, B. Zernikow, Laudator E. v. Hirschhausen
Foto: Deutsche Kinderkrebsstiftung, WIR 3/15

Bochum, den 30.06.2015 Boris Zernikow (Datteln) ist mit dem Communicator-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft ausgezeichnet worden. Der Preis, mit 50.000€ dotiert, wird an Wissenschaftler verliehen, die ihre Forschungsergebnisse einer breiten Öffentlichkeit anschaulich präsentieren. Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen der Jahresversammlung der DFG in Bochum. Boris Zernikows Schwerpunkte sind die Themen Schmerztherapie und Palliativversorgung für Kinder und Jugendliche in Deutschland. Es ist sein Verdienst, so die GPOH-Vorsitzende Angelika Eggert, dass er diesen "Tabuthemen" zu einer größeren Beachtung verholfen hat. Näheres hier

Robert J. Arceci †

"Bob" Arceci

Phoenix, den 08.06.2015 Robert J. Arceci, der international bekannte amerikanische Kinderonkologe, ist durch einen Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Dazu schreiben die Vorsitzende der GPOH, Prof. Angelika Eggert, und der stellvertretende Vorsitzende, Prof. Dirk Reinhardt, in einem Nachruf:
"Mit großer Bestürzung haben wir von dem tragischen Unfalltod von Prof. Dr. Robert Arceci, Direktor des Zentrums für Kinderhämatologie und Onkologie in Phoenix (USA) und Professor an der Universität Arizona, erfahren. Robert J. Arceci war einer der weltweit führenden Kinderhämatoonkologen. Er wirkte als Forscher, Kliniker und Editor der renommierten Zeitschrift „Pediatric Blood and Cancer". Bob Arceci war nicht nur ein exzellenter, weitsichtiger und kritischer Forscher, sondern auch ein hervorragender Kliniker, Mentor und langjähriger Freund. Ein unfassbarer Verlust für seine Familie und die Gemeinschaft der Kinderonkologen weltweit.“

Lesen Sie hierzu auch den Nachruf amerikanischer Kollegen und Freunde Arcecis, veröffentlicht in der Zeitschrift Pediatric Blood & Cancer, Lipton et. al.: "In Memoriam: Robert J. Arceci" (Pediatr Blood Cancer 2015;62:iii).