Ursachen: Wie entsteht ein Non-Hodgkin-Lymphom?

Autor: Maria Yiallouros, Zuletzt geändert: 12.12.2017

Die Ursachen für die Entstehung von Non-Hodgkin-Lymphomen (NHL) sind weitgehend unbekannt. Zwar weiß man, dass die Krankheit durch die bösartige Veränderung (Entartung) von Lymphozyten entsteht und dass die Entartung mit Veränderungen im Erbgut der Zelle einhergeht. In den meisten Fällen bleibt jedoch unklar, warum genetische Veränderungen auftreten und warum sie bei manchen Kindern zur Erkrankung führen, bei anderen nicht. Nach heutigem Wissen müssen verschiedene Faktoren zusammenwirken, bevor ein NHL entsteht.

Bekannt ist, dass Kinder mit bestimmten angeborenen oder erworbenen Immundefekten und Patienten mit langfristiger immunsuppressiver Therapie (zum Beispiel im Rahmen einer Organ- oder Blut-Stammzelltransplantation) ein erhöhtes Risiko haben, an einem NHL zu erkranken [BUR2017].

Als weitere Ursache eines NHL werden Chromosomenveränderungen beschrieben. Sie können zur Fehlregulation von Genprodukten (zum Beispiel Eiweißen) führen, und dadurch eine Störung des Zellwachstums verursachen. Auch Viren, radioaktive Strahlen sowie bestimmte chemische Substanzen und Medikamente können bei der Entstehung eines NHL eine Rolle spielen [FER2001a].

Ausführlichere Informationen zu den bekannten oder vermuteten Risikofaktoren finden Sie im Anschluss. Festzuhalten bleibt jedoch, dass bei den meisten Patienten keine krankheitsbegünstigenden Faktoren bekannt sind.