Welche Behandlungsmethoden sind erforderlich?

Autor: Dipl.-Biol. Maria Yiallouros, erstellt am: 17.10.2011, Zuletzt geändert: 06.07.2016

Die Behandlung eines Patienten mit Neuroblastom besteht in der Regel aus einer Kombination von Operation und Chemotherapie. Wenn nach dieser Behandlung noch aktives Tumorgewebe vorhanden ist, kann sich daran noch eine Bestrahlung der Tumorregion anschließen.

Weitere Therapieverfahren können ergänzend eingesetzt werden, zum Beispiel die Behandlung mit radioaktiv markiertem Methyljodbenzylguanidin (MIBG-Therapie, eine Hochdosis-Chemotherapie und nachfolgende autologe Stammzelltransplantation, auch Megatherapie genannt, und/oder eine Behandlung mit Retinsäure.

Bei einem Teil der Patienten reicht zunächst auch die alleinige Beobachtung des Tumors aus (Beobachtung der erwarteten spontanen Tumorrückbildung). In diesem Fall werden – nach einer Gewebeentnahme zur feingeweblichen und molekulargenetischen Untersuchung des Tumors – regelmäßige Kontrolluntersuchungen (Ultraschall, Tumormarker, Magnetresonanztomographie) durchgeführt, um den Krankheitsverlauf zu überprüfen.

Welche der genannten Verfahren in Frage kommen und in welcher Kombination, hängt in erster Linie von der Ausdehnung und Operabilität des Tumors, seinem Wachstumsverhalten sowie vom Alter des Patienten ab (siehe Kapitel „Therapieplanung“).

Je weiter die Krankheit fortgeschritten ist und je größer das Risiko eines aggressiven Tumorwachstums oder auch eines Krankheitsrückfalles nach erfolgter Therapie ist, umso komplexer und intensiver wird letztlich die Therapie sein.