Ependymom (Kurzinformation)

Das Ependymom ist ein seltener Tumor des Zentralnervensytems (ZNS-Tumor). In diesem Text erhalten Sie die wichtigsten Information zu Krankheitsbild, Häufigkeit, möglichen Ursachen und Symptomen sowie zu Diagnose, Therapieplanung, Behandlung und Prognose der Erkrankung.

Autor: Maria Yiallouros, erstellt am: 06.03.2007, Redaktion: Maria Yiallouros, Zuletzt geändert: 29.05.2018 doi:10.1591/poh.patinfo.ependy.kurz.1.20070626

Krankheitsbild

Ependymome sind Tumoren des Zentralnervensystems (ZNS). Sie gehören zu den soliden Tumoren und entstehen infolge einer Entartung von Zellen des Gehirns oder Rückenmarks. Da sie direkt vom Zentralnervensystem ausgehen, werden sie auch als primäre ZNS-Tumoren bezeichnet. Damit werden sie von Absiedelungen (Metastasen) bösartiger Tumoren abgegrenzt, die in einem anderen Organ entstanden sind.

Es gibt unterschiedliche Arten von Ependymomen; manche von ihnen waschen langsam, andere breiten sich relativ schnell in das umgebende Hirngewebe aus. Da der knöcherne Schädel aber nur begrenzt Raum für wachsendes Gewebe bietet und zum Teil lebenswichtige Gehirnregionen betroffen sind, können selbst langsam wachsende Ependymome im Krankheitsverlauf lebensbedrohend sein.

Lage und Ausbreitung im Zentralnervensystem

Ependymome gehen von bösartig veränderten (entarteten) Ependymzellen aus, das sind jene Zellen, welche die Innenwände der Hirnkammern (Hirnventrikel) und des Rückenmarkkanals (Spinalkanal) auskleiden. Entsprechend kommen diese Tumoren innerhalb des Ventrikelsystems und im Rückenmarkskanal vor.

Am häufigsten – mit etwa 60 % – wachsen Ependymome im 4. Ventrikel der hinteren Schädelgrube [siehe hintere Schädelgrube], das heißt, im Bereich des Kleinhirns. Von dort breiten sie sich oft in Richtung Hirnstamm und zum oberen Halsmark aus. Fachleute sprechen in diesem Fall auch von einem infratentoriellen Wachstum. 30 % der Ependymome befinden sich im Bereich der Seitenventrikel des Großhirns und des 3. Ventrikels im Zwischenhirns (so genanntes supratentorielles Wachstum). 10 % der Ependymome wachsen im Rückenmarkskanal (intraspinal).

Bei weniger als 5 % der Kinder mit Ependymom im Bereich des Großhirns oder der hinteren Schädelgrube (WHO-Grad II/III) wird bereits zum Zeitpunkt der Diagnosestellung eine Streuung des Tumors (Metastasierung) innerhalb des Zentralnervensystems nachgewiesen. Metastasen außerhalb des Zentralnervensystems, zum Beispiel in der Lunge und/oder in Lymphknoten, kommen selten vor.

Inzwischen ist bekannt, dass sich Ependymome, die in verschiedenen Regionen des Zentralnervensystems wachsen, in ihren biologischen Eigenschaften und hinsichtlich der gesundheitlichen Probleme, die sie beim Patienten verursachen, voneinander unterscheiden. Dies gilt insbesondere für Ependymome des Rückenmarkkanals (siehe auch Kapitel „Therapieplanung“).

Häufigkeit

Ependymome sind sehr seltene Tumorerkrankungen. Sie machen etwa 2 % aller Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter aus. Ihr Anteil an den primären ZNS-Tumoren, die bei Kindern und Jugendlichen vorkommen, beträgt etwa 10 %. In Deutschland erkranken pro Jahr durchschnittlich etwa 30 Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren neu an einem Ependymom. Dies entspricht einer Häufigkeit von circa drei Neuerkrankungen pro 1.000.000 Kinder

Ependymome können in allen Altersgruppen vorkommen, am häufigsten sind sie jedoch im ersten Lebensjahrzehnt und insbesondere in den ersten drei bis vier Lebensjahren. Das Durchschnittsalter der Patienten zum Zeitpunkt der Diagnosestellung liegt bei etwa 4,5 Jahren. Jungen sind insgesamt etwas häufiger betroffen als Mädchen (Geschlechterverhältnis: 1,5:1). Eine Ausnahme bilden die Ependymome des Rückenmarks, die eher bei älteren Patienten vorkommen: Das mittlere Erkrankungsalter liegt hier bei etwa 14 Jahren.

Ursachen

Der genaue Entstehungsmechanismus, der der Entwicklung dieser Tumoren zugrunde liegt, ist noch nicht bekannt. Man weiß, dass nach einer Bestrahlung des Schädels im Kindesalter, zum Beispiel im Rahmen der Behandlung einer akuten Leukämie oder eines bösartigen Augentumors wie dem Retinoblastom, ein erhöhtes Risiko für die Entstehung eines Tumors im Zentralnervensystem besteht. Patienten mit einer Neurofibromatose Typ II (NF-2), einer erblichen Fehlbildungskrankheit, haben ein erhöhtes Risiko für Ependymome im Bereich der Wirbelsäule.

Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass Ependymomzellen Veränderungen in bestimmten Genen oder Chromosomen aufweisen. Daraus resultieren vor allem Störungen bei der Zellentwicklung, die zur "Entartung" beitragen, also dazu, dass aus einer gesunden Zelle eine Ependymomzelle wird. Es konnte bisher allerdings nicht gezeigt werden, dass solche im Tumorgewebe nachweisbaren Genveränderungen von Eltern an ihre Kinder vererbt werden.

Symptome

Krankheitszeichen (Symptome) entwickeln sich bei Kindern und Jugendlichen mit einem Ependymom, je nach Wachstumsgeschwindigkeit des Tumors, unterschiedlich schnell. Die Symptome, die bei einem Ependymom auftreten können, richten sich (wie bei anderen Arten von ZNS-Tumoren) vor allem nach dem Alter des Patienten und danach, wo sich der Tumor im Zentralnervensystem befindet und wie er sich ausbreitet. Dabei werden allgemeine (unspezifische) und lokale (spezifische) Krankheitszeichen unterschieden.

Unspezifische Symptome

Unspezifische Allgemeinsymptome treten unabhängig von der Lage des Tumors auf und ganz generell auch bei anderen Krankheiten, die nichts mit einem ZNS-Tumor zu tun haben. Sie äußern sich zum Beispiel in Kopf- und/oder Rückenschmerzen, Schwindelgefühlen, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen (bei einem Hirntumor typischerweise unabhängig von der Nahrungsaufnahme [Nüchternerbrechen] und oft morgens und im Liegen), Gewichtsverlust, Müdigkeit, Leistungsknick, Konzentrationsstörungen, Wesensveränderungen und Entwicklungsverzögerungen.

Die Ursache für diese Symptome ist meist der langsam zunehmende Druck im Schädelinneren, der direkt durch den wachsenden Tumor bedingt ist und/oder durch eine vom Tumor verursachte Zirkulations- oder Abflussstörung der Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit (Liquor). Letztere kann auch zur Bildung eines so genannten "Wasserkopfes" (Hydrocephalus) führen. Dieser kann bei Babys und Kleinkindern mit noch offenen Fontanellen unter anderem durch eine verstärkte Zunahme des Kopfumfanges (Makrocephalus) auffallen.

Spezifische Symptome

Lokale (spezifische) Symptome geben Hinweise darauf, wo sich der Tumor im Zentralnervensystem befindet und welche Aufgabenzentren er dort beeinträchtigt. So kann ein Ependymom im Bereich des Kleinhirns zum Beispiel Gleichgewichts- und Gangstörungen hervorrufen, während ein Tumor im Großhirn mit Krampfanfällen und ein Tumor im Bereich des Rückenmarks mit verschiedenartigen Lähmungen einhergehen können. Auch andere Beschwerden, wie Seh-, Bewusstseins- und Schlafstörungen, können Hinweise auf die Lage des Tumors geben.

Gut zu wissen: Das Auftreten eines oder mehrerer dieser Krankheitszeichen muss nicht bedeuten, dass ein Ependymom oder ein anderer Hirntumor vorliegt. Viele der genannten Symptome können auch bei vergleichsweise harmlosen Erkrankungen auftreten, die mit einem Hirntumor nichts zu tun haben. Bei entsprechenden Beschwerden (zum Beispiel immer wiederkehrenden Kopfschmerzen, bei kleinen Kindern auch bei einer unverhältnismäßig schnellen Zunahme des Kopfumfanges) ist es jedoch ratsam, so bald wie möglich einen Arzt zu konsultieren, um die Ursache zu klären. Liegt tatsächlich ein Ependymom oder ein anderer Hirntumor vor, muss schnellstmöglich mit der Therapie begonnen werden.

Diagnose

Findet der (Kinder-)Arzt durch Krankheitsgeschichte (Anamnese) und körperliche Untersuchung Hinweise auf einen bösartigen Tumor des Zentralnervensystems (ZNS), wird er den Patienten in ein Krankenhaus überweisen, das auf Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen spezialisiert ist (Klinik für pädiatrische Onkologie/Hämatologie). Denn bei Verdacht auf einen solchen Tumor sind umfangreiche Untersuchungen und die Zusammenarbeit von Spezialisten unterschiedlicher Fachrichtungen notwendig, um festzustellen, ob tatsächlich ein ZNS-Tumor vorliegt und, wenn ja, um welche Art von Tumor es sich handelt und wie weit sich die Erkrankung im Körper ausgebreitet hat. Die Klärung dieser Fragen ist Voraussetzung für eine optimale Behandlung und Prognose des Patienten.

Untersuchungen zur Diagnosesicherung

Zur Diagnosestellung eines ZNS-Tumors wie dem Ependymom führen – nach einer erneuten sorgfältigen Anamnese und körperlicher Untersuchung – zunächst bildgebende Verfahren wie die Magnetresonanztomographie (MRT) und gelegentlich auch die Computertomographie (CT). Mit Hilfe dieser Methoden lässt sich genau feststellen, ob ein Tumor und gegebenenfalls Tumorabsiedlungen (Metastasen) im Gehirn oder Rückenmarkskanal vorliegen. Auch Lage und Größe des Tumors, seine Abgrenzung zu Nachbarstrukturen und ein Hydrocephalus sind mit diesen Verfahren sehr gut sichtbar.

Um die Diagnose endgültig zu sichern, muss in jedem Fall eine Gewebeprobe entnommen (Biopsie) und auf ihre feingeweblichen und molekularen Eigenschaften untersucht werden. In der Regel wird das bei der Operation gewonnene Tumorgewebe für die Diagnosestellung verwendet.

Der Umfang der feingeweblichen (histologischen) und, vor allem, der molekulargenetischen Untersuchungen hat sich in den letzten Jahren stark erweitert. Durch den Einsatz moderner Labormethoden lassen sich mittlerweile molekulare Gewebeeigenschaften bestimmen, die zum einen die Diagnose noch sicherer machen, zum anderen auch Auskunft über den zu erwarteten Krankheitsverlauf (zum Beispiel Wachstumsverhalten) geben können. Die molekulare Diagnostik spielt daher bereits eine Rolle bei der Therapieentscheidung und wird in Zukunft sicher weiter an Bedeutung gewinnen.

Untersuchungen zur Ausbreitung der Erkrankung

Bestätigt sich der Verdacht auf ein Ependymom, sind zusätzliche Untersuchungen erforderlich, um die Ausbreitung der Erkrankung im Zentralnervensystem zu bestimmen. Abgesehen von einer MRT des gesamten Zentralnervensystems (Gehirn und Rückenmark), die der Suche nach makroskopisch sichtbaren Metastasen dient, lassen sich durch eine mikroskopische Untersuchung der Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit (Liquor) einzelne Tumorzellen (die im MRT nicht zu sehen sind) im Rückenmarkskanal nachweisen. Die Liquorgewinnung erfolgt meist nach der Operation durch eine Punktion im Bereich der Lendenwirbelsäule (Lumbalpunktion). Dort ist der Raum, der das Nervenwasser enthält, am besten zu erreichen.

Untersuchungen vor Beginn der Behandlung

Behandlungsvorbereitend können weitere Untersuchungen hinzukommen, zum Beispiel eine Überprüfung der Herzfunktion mittels Elektrokardiographie (EKG) und/oder Echokardiographie. Umfangreiche Blutuntersuchungen dienen dazu, den Allgemeinzustand des Patienten zu überprüfen und festzustellen, ob die Funktionen einzelner Organe (zum Beispiel Nieren und Leber) beeinträchtigt sind oder Stoffwechselstörungen vorliegen, die vor oder während der Therapie besonders berücksichtigt werden müssen. Veränderungen, die möglicherweise im Laufe der Therapie auftreten, können anhand solcher Ausgangsbefunde und regelmäßiger Kontrolluntersuchungen zeitig erkannt und besser beurteilt werden.

Therapieplanung

Wenn die Diagnose feststeht, erfolgt die Therapieplanung. Um eine möglichst individuelle, auf die Krankheitssituation und das Rückfallrisiko des einzelnen Patienten zugeschnittene (risikoadaptierte) Behandlung durchführen zu können, berücksichtigt das Behandlungsteam bei der Planung bestimmte Faktoren, die die Prognose des Patienten beeinflussen (so genannte Risiko- oder Prognosefaktoren). Ein wichtiger Prognosefaktor ist die Art des Ependymoms. Sie gibt Auskunft über die Bösartigkeit des Tumors und wird mit Hilfe feingeweblicher und molekulargenetischer Untersuchungsmethoden bestimmt. Die derzeit aktuelle Einteilung der Ependymome wird im Anschluss erläutert.

Weitere wichtige Prognosefaktoren sind die Lage und Ausdehnung des Tumors sowie das Vorhandensein von Metastasen, denn sie beeinflussen die Möglichkeit einer vollständigen Tumorentfernung und somit die Heilungschancen des Patienten. Darüber hinaus spielen aber auch das Alter und der Gesundheitszustand des Patienten eine wichtige Rolle. Alle Faktoren fließen in die Behandlungsplanung ein mit dem Ziel, für jeden Patienten das jeweils bestmögliche Behandlungsergebnis zu erreichen.

Einteilung der Ependymome (Klassifikation)

Es gibt verschiedene Arten von Ependymomen, die sich sowohl feingeweblich, das heißt hinsichtlich ihres Erscheinungsbildes unter dem Mikroskop, als auch bezüglich ihrer molekularen Gewebeeigenschaften voneinander unterscheiden.

Bis vor kurzem erfolgte die Einteilung der Ependymome (Klassifikation) ausschließlich unter Berücksichtigung ihrer feingeweblichen (histologischen) Eigenschaften. Die Klassifikation der Weltgesundheitsorgansiation (englisch: World Health Organization, WHO) unterschied nach diesem Kriterium einerseits niedriggradig maligne Ependymome (WHO-Grad I), deren Zellen sich selten teilen, die also eher langsam wachsen, und höhergradig maligne Ependymome (WHO-Grad II und III) mit höheren Teilungsraten und weiteren typischen Merkmalen für ein aggressives Wachstum.

Es hat sich allerdings gezeigt, dass das Aussehen der Tumoren unter dem Mikroskop nur bedingt geeignet ist, das Wachstumsverhalten eines Ependymoms vorherzusehen. Stattdessen scheinen genetische Eigenschaften des Tumorgewebes eine genauere Einschätzung der Tumorbiologie zu ermöglichen und daher für eine sinnvolle Therapieplanung besser geeignet zu sein. Molekulare Subtypen werden daher in Zukunft eine zunehmend wichtige Rolle bei der Therapieentscheidung spielen.

Die aktuelle WHO-Klassifikation für Tumoren des Zentralnervensystems unterscheidet derzeit (nach histologischen und teilweise auch molekulargenetischen Kriterien) folgende Ependymome:

  • Subependymom WHO-Grad I: langsam wachsender, niedriggradig maligner Tumor
  • Myxopapilläres Ependymom WHO-Grad I: langsam wachsender, niedriggradig maligner Tumor
  • Ependymom WHO-Grad II: in der Regel langsam wachsender Tumor mit wenig Merkmalen aggressiven Wachstums. Gemäß dem vorherrschenden Zellbild unter dem Mikroskop werden verschiedene Varianten unterschieden.
  • Ependymom RELA-Fusion-positiv WHO-Grad II oder III: Tumor mit zum Teil aggressiven Wachstumseigenschaften
  • Anaplastisches Ependymom WHO-Grad III: Tumor mit deutlichen Zeichen eines aggressiven Wachstums

Die meisten Ependymome im Kindes- und Jugendalter sind Grad II- oder III-Tumoren: Im Bereich des Kleinhirns dominieren das Ependymom WHO-Grad II und das anaplastische Ependymom WHO-Grad III; in Großhirn und Zwischenhirn sind Ependymome RELA-Fusion-positiv WHO-Grad II oder III am häufigsten. Das myxopapilläre Ependymom WHO-Grad I kommt ausschließlich im Rückenmarkskanal vor. Subependymome WHO-Grad I treten bei Kindern und Jugendlichen nicht oder nur sehr selten auf.

Anmerkung: Die Grenze zwischen Grad-II- und Grad-III-Tumoren lässt sich bei der feingeweblichen Untersuchung nicht immer eindeutig festlegen, so dass das tatsächliche Wachstumsverhalten durch diese Einteilung nicht sicher vorhergesagt werden kann. Allerdings gibt es zwischen WHO-Grad-II- und -III-Ependymomen keinen Unterschied hinsichtlich Therapie und Heilungsaussichten der Patienten.

Therapie

Die Behandlung eines Patienten mit Ependymom sollte unbedingt in einer kinderonkologischen Behandlungseinrichtung erfolgen. Dort ist das hoch qualifizierte Fachpersonal (Ärzte, Fachpflegekräfte) auf die Behandlung krebskranker Kinder spezialisiert und mit den modernsten Therapieverfahren vertraut. Die Ärzte dieser Klinikabteilungen stehen in fachorientierten Arbeitsgruppen in ständiger, enger Verbindung miteinander und behandeln ihre Patienten nach gemeinsam entwickelten und stetig weiter verbesserten Therapieplänen. Ziel der Behandlung ist, eine hohe Heilungsrate zu erreichen und gleichzeitig die Nebenwirkungen und Spätfolgen so gering wie möglich zu halten.

Die aktuellen Behandlungskonzepte für Kinder und Jugendliche mit einem Ependymom beinhalten für den Großteil der Patienten eine Operation zur Tumorentfernung, eine Strahlentherapie und für éinige Kinder auch eine Chemotherapie. Bei jungen Kindern wird die Chemotherapie vor der Bestrahlung verabreicht. Hierdurch kann eine zeitliche Verzögerung des Bestrahlungsbeginns erreicht werden.

Operation

Die Operation mit Entfernung des Tumors (Tumorresektion) ist bei Patienten mit einem Ependymom von entscheidender Bedeutung, denn es hat sich gezeigt, dass das Ergebnis der Operation den weiteren Krankheitsverlauf maßgeblich beeinflusst: Kann der Tumor vollständig entfernt werden, ist dies in aller Regel mit einer günstigeren Prognose verbunden als wenn – zum Beispiel aufgrund fortgeschrittener Erkrankung – nur eine Teilentfernung möglich ist.

Wenn bei der ersten Operation keine vollständige Entfernung erreicht wird, planen die Ärzte meistens eine spätere erneute Operation, sofern diese dem Patienten nicht schadet. Aufgrund ihrer Lage im Zentralnervensystem ist allerdings bei manchen Ependymomen eine vollständige Entfernung nicht möglich. Insbesondere Ependymome, die im Bereich des 4. Hirnventrikels und des Kleinhirnbrückenwinkels wachsen, können häufig nur unvollständig entfernt werden. Bei einer kompletten Tumorentfernung wäre das Risiko zu groß, dass gesundes, lebenswichtiges Hirngewebe verletzt wird.

Nicht-chirurgische Behandlung

Die Entscheidung für oder gegen eine nicht-chirurgische Behandlung nach der Operation hängt vor allem vom feingeweblichen Tumortyp (WHO-Grad) und dem Ausmaß der Tumorentfernung ab. Während ein vollständig entferntes WHO-Grad I-Ependymom meist keine weitere Therapie erfordert, ist bei Patienten mit einem Ependymom WHO-Grad-II oder -III im Bereich des Gehirns (intrakranielle Ependymome) eine Weiterbehandlung vorgesehen. Die Bestrahlung der Tumorregion gilt als Therapiestandard. Manche Patienten erhalten darüber hinaus eine Chemotherapie (siehe unten).

Bei der Chemotherapie werden zellwachstumshemmenden Medikamenten (Zytostatika) verabreicht, die darauf abzielen, Krebszellen in ihrem Wachstum zu stoppen oder zu vernichten. Eine Strahlentherapie erfolgt mit energiereichen, elektromagnetischen Strahlen, die von außen durch die Haut auf die betroffene Region eingestrahlt werden. Sie verursachen Schäden im Erbgut der Tumorzellen und führen dadurch zu deren Absterben.

Für Patienten mit einem Ependymom im Rückenmarkkanal (intraspinale Ependymome, WHO-Grad I-III) gibt es bisher keine eindeutige Standardtherapie-Empfehlung nach der Operation. Für diese Patienten wird die Behandlung individuell festgelegt.

Behandlungsoptionen bei Ependymom WHO-Grad I

Patienten mit einem myxopapillären Ependymom WHO-Grad I des Rückenmarkes erhalten in der Regel keine weitere Therapie, wenn der Tumor durch eine neurochirurgische Operation vollständig entfernt werden konnte. Sie werden aber über einen vom Behandlungsteam festgelegten Zeitraum nachbeobachtet, das heißt, es werden in regelmäßigen Abständen körperliche sowie bildgebende Kontrolluntersuchungen durchgeführt. Ist nach der Operation noch ein Tumorrest vorhanden, scheint nach bisherigen Erkenntnissen eine Strahlentherapie der Tumorregion vorteilhaft zu sein, worüber im Einzelfall entschieden werden muss.

Andere Ependymome WHO-Grad I kommen bei Kindern so gut wie nicht vor. Entscheidungen über eine Therapie müssen deshalb immer individuell getroffen werden.

Behandlungsoptionen bei Ependymomen WHO-Grad II-III

Bei bösartigen Erkrankungen wie dem Ependymom WHO-Grad II, dem Anaplastischen Ependymom WHO-Grad III oder dem Ependymom RELA-Fusion-positiv WHO-Grad II oder III reicht die Behandlung des sichtbaren Tumors in der Regel auch dann nicht aus, wenn dieser komplett entfernt werden kann. Denn diese Tumortypen neigen, in unterschiedlichem Maße, zu aggressivem Wachstum, so dass davon ausgegangen werden muss, dass nach der Operation kleinste, mit dem bloßen Auge nicht erkennbare Tumorreste oder auch einzelne Tumorzellen verblieben sind, die sich jederzeit vermehren können. Diese Tumorreste erhöhen das Risiko eines Erkrankungsrückfalls im Bereich der ehemaligen Tumorregion (Lokalrezidiv). Weniger häufig kommt es zu Rückfällen in entfernten Bereichen des Gehirns oder Rückenmarks.

Um einem Erkrankungsrückfall vorzubeugen, ist bei Ependymomen im Bereich des Gehirns eine nicht-chirurgische Nachbehandlung durch Bestrahlung des Resttumors beziehungsweise der ehemaligen Tumorregion und bei einigen Patienten auch eine Chemotherapie sinnvoll. Die Chemotherapie wird zum Beispiel bei sehr jungen Kindern eingesetzt, um den Beginn der Strahlentherapie zu verzögern oder vorerst zu vermeiden. Auch eine Therapieintensivierung (zum Beispiel bei Metastasen und/oder Resttumor) kann Ziel der Chemotherapie sein.

Welche Form der nicht-chirurgischen Therapie im Einzelfall eingesetzt wird, richtet sich in erster Linie nach der Art des Tumors und dem Metastasierungsgrad, dem Vorhandensein eines Resttumors und dem Alter des Patienten zum Zeitpunkt der Diagnosestellung.

Nach den aktuellen Therapieempfehlungen der HIT-MED-Studienzentrale (gemäß HIT-MED-Guidance) erhalten Patienten ab einem Alter von 18 Monaten, die nach der Operation weder Resttumor noch Metastasen aufweisen, in der Regel eine Bestrahlung der Tumorregion. Bei jüngeren Patienten ohne Metastasen beziehungsweise Resttumor erfolgt zunächst eine intensive Chemotherapie. Daran kann sich, wenn der Patient ein Alter von einem Jahr erreicht hat, ebenfalls eine Bestrahlung der Tumorregion anschließen.

Bei Patienten mit einem Resttumor nach der Erstoperation besteht das Ziel der nicht-chirurgischen Therapie in erster Linie darin, den Tumor durch eine weitere Operation vollständig zu entfernen. Zu diesem Zweck kann zunächst eine intensive Chemotherapie erfolgen, die darauf abzielt, den Tumor zu verkleinern. Je nach Therapieergebnis und dem Alter des Patienten zum entsprechenden Zeitpunkt kommen anschließend gegebenenfalls weitere Chemotherapiezyklen und/oder eine Bestrahlung der Tumorregion und des Resttumors in Frage. Patienten, deren Tumor bereits Metastasen gebildet hat (das ist selten der Fall bei der Erstdiagnose), werden nach Rücksprache mit der HIT-MED-Studienzentrale individuell behandelt.

Hinweis zu intraspinalen Ependymomen: Bei Patienten mit einem Ependymom WHO-Grad II oder III im Bereich des Rückenmarks kann ebenfalls eine Strahlentherapie (mit oder ohne Chemotherapie) angezeigt sein. Therapieentscheidungen müssen hier allerdings individuell getroffen werden.

Therapieoptimierungsstudien und Register

Fast alle Kinder und Jugendlichen mit einem Ependymom und auch mit einem Rückfall (Rezidiv) dieser Erkrankung werden in Deutschland im Rahmen von Therapieoptimierungsstudien oder Registern behandelt. Therapieoptimierungsstudien sind kontrollierte klinische Studien, die das Ziel haben, erkrankte Patienten nach dem jeweils aktuellsten Wissensstand zu behandeln und gleichzeitig die Therapiemöglichkeiten zu verbessern und weiter zu entwickeln.

Patienten, die an keiner Studie teilnehmen, entweder weil zum Zeitpunkt ihrer Erkrankung keine Studie verfügbar ist oder weil sie die Einschlusskriterien einer bestehenden Studie nicht erfüllen, werden oft in einem so genannten Register dokumentiert. Ein solches Register dient zunächst dazu, die Therapie der Patienten wissenschaftlich zu begleiten. Zur Sicherung der optimalen Behandlung verfasst darüber hinaus die jeweilige Studiengruppe in der Regel detaillierte Empfehlungen und berät die behandelnden Ärzte bei der Auswahl der optimalen Therapie für den einzelnen Patienten.

In Deutschland ist Ende 2011 eine langjährige Therapieoptimierungsstudie zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Ependymom ausgelaufen: die Studie HIT 2000. An der Studie waren zahlreiche Kinderkliniken und Behandlungseinrichtungen in ganz Deutschland und Österreich beteiligt. Derzeit gibt es für Ependymompatienten keine offene Studie. Eine europäische Nachfolgestudie (SIOP-Ependymoma II) ist in Frankreich eröffnet und wird voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2018 auch Patienten aus Deutschland aufnehmen können.

Aktuell stehen folgende Register zur Verfügung:

  • I-HIT-MED Register: Patienten mit einem Ependymom, die derzeit oder künftig nicht an einer klinischen Studie teilnehmen können oder wollen, können in ein Register gemeldet werden (International HIT-MED Registry). Diese Patienten erhalten eine individuelle, das heißt, eine auf ihre Krankheitsform abgestimmte Behandlung. Die Studienzentrale stellt Therapieempfehlungen zur Verfügung; für die Teilnahme am I-HIT-MED Register spielt es jedoch keine Rolle, welche Art der Therapie gegeben wird; das Ziel des Registers ist nicht, eine bestimmte Therapie zu bewerten. Das Register befindet sich unter der Leitung der HIT-MED-Studienzentrale an der Kinderklinik des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (Studienleiter Prof. Dr. med. Stefan Rutkowski).
  • HIT-REZ-Register: Für Patienten, deren Erkrankung nicht auf die Erstbehandlung anspricht (therapierefraktäres, progredientes Ependymom) oder die einen Krankheitsrückfall (Rezidiv) erleiden, besteht die Möglichkeit der Aufnahme in das im Januar 2015 eröffnete HIT-REZ-Register. Die Studienzentrale für das Register befindet sich am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Essen (Studienleitung: Prof. Dr. med. Gudrun Fleischhack). Im Rahmen des Registers werden keine neuen Behandlungsmethoden oder Medikamente erprobt. Die Studienzentrale gibt jedoch Therapieempfehlungen, die sich an den aktuellen Ergebnissen nationaler Studien (zum Beispiel der 2016 abgeschlossenen HIT-REZ 2005-Studie) und internationaler Rezidivstudien orientieren.

Prognose

Die Heilungsaussichten eines Patienten mit Ependymom richten sich insbesondere nach der Lage des Tumors und den Möglichkeiten einer vollständigen Tumorentfernung. Bei Patienten mit einem vollständig entfernten Ependymom liegen die Überlebensraten nach einer Nachbestrahlung der Tumorregion, ohne ein Fortschreiten der Erkrankung, zwischen 60 und 85 % nach fünf Jahren und zwischen 50 und 70 % nach zehn Jahren (progressionsfreies Überleben). Für Patienten mit einem Resttumor nach der Operation sind die Heilungsaussichten deutlich ungünstiger.

Die Prognose für Patienten mit einem Ependymom des Rückenmarks ist insgesamt günstiger als die für Patienten mit einem Ependymom des Gehirns. Auch hier können sich allerdings bestimmte Faktoren (wie Resttumor, Ependymom-Subtyp und jüngeres Alter des Patienten) ungünstig auf die Überlebensaussichten auswirken.

Bei Patienten mit Rückfall (Rezidiv) eines Ependymoms werden in der Regel immer die Möglichkeiten einer erneuten Operation und/oder Bestrahlung geprüft. Es hat sich gezeigt, dass spezielle (radiochirurgische) Bestrahlungstechniken (stereotaktische Radiochirurgie) die durchschnittliche Überlebenszeit verlängern können. Ependymomrezidive sind außerdem bei manchen Patienten empfindlich gegenüber einer Chemotherapie, so dass auch diese Behandlungsform die Prognose verbessern kann.

Anmerkung: Bei den oben genannten Überlebensraten für Patienten mit Ependymom handelt es sich um statistische Größen. Sie stellen nur für die Gesamtheit der an dieser Form der Hirntumoren erkrankten Patienten eine wichtige und zutreffende Aussage dar. Ob der einzelne Patient geheilt werden kann oder nicht, lässt sich aus der Statistik nicht vorhersagen.

Der Begriff Heilung muss hier vor allem als „Tumorfreiheit“ verstanden werden. Denn auch wenn die heute verfügbaren Therapiemethoden zu langfristiger Tumorfreiheit führen können, so können ein möglicherweise schädigendes Wachstum des Tumors und auch langfristige Nebenwirkungen der Therapie Spätschäden hervorrufen. Diese erfordern eine langfristige medizinische Betreuung, gegebenenfalls auch eine intensive Rehabilitation.

Weitere Informationen

Die hier vermittelten Informationen sind vor allem auf der Grundlage der unten angegebenen Literatur und unter Berücksichtigung der aktuellen Leitlinien und Therapiepläne zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Ependymom erstellt worden. Detaillierte Informationen zum Ependymom und generell zu ZNS-Tumoren erhalten Sie in unserem ausführlichen Patiententext beziehungsweise im Bereich ZNS-Tumoren auf www.kinderkrebsinfo.de. Bei Fragen können Sie jederzeit Ihren behandelnden Arzt ansprechen.

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