Langzeitinfusions Studie (LTI)

Autor: Prof. Dr. med. Holger Lode, Julia Dobke, erstellt am: 11.04.2012, Zuletzt geändert: 13.06.2012

Titel Phase I/II Dosierungsstudie einer Dauerinfusion von ch14.18/CHO in Kombination mit subkutanem Proleukin (=Interleukin-2) bei Patienten mit refraktärem oder rezidiviertem Neuroblastom.
Erkrankung Refraktäres oder rezidiviertes Neuroblastom
Art Prospektive, nicht-geblindete, “open-label”, Dosisfindungsstudie mit Bestätigungsphase (multizentrische Phase I/II Studie)
Fragestellung / Ziel

Die Immuntherapie des Neuroblastoms mit ch14.18 Antikörper ist eine wirksame therapeutische Option, deren Hauptnebenwirkung die Induktion neuropathischer Schmerzen ist.
Die Studie untersucht, ob durch durch die Verlängerung der Infusionsdauer (24-stündige Dauerinfusion über mindestens 10 Tage; Tagesdosis 10mg/m²/Tag) eine Applikationsform des Antikörpers etablierbar ist, welche ohne die Gabe von i.v. Morphin schmerzfrei möglich und somit auch im ambulanten Bereich durchführbar wird.
Bislang war im Rahmen des etablierten Infusionsschemas der Einsatz von hochdosiert intravenösem Morphin nötig, um die während der Applikation des ch 14.18/CHO auftretenden Schmerzen zu kontrollieren.
Wichtige Endpunkte der Studie sind die immunmodulatorische Wirkung der Therapie (ADCC, CDC, NK-Aktivierung) sowie die Pharmacokinetik von ch14.18/CHO im geänderten Applikations-modus.

Primärer Endpunkt:
Etablierung einer Behandlungsform mit ch14.18 Antikörper, die mit einem verbesserten Nebenwirkungsprofil einhergeht und gleichzeitig eine wirksame Immunmodulation in Kombination mit subkutanem Interleukin-2 (Proleukin) erzeugt.

Sekundäre Endpunkte:
• Reduktion der Schmerzintensität während der Therapie durch validierte Bewertungsprotokolle.
• Korrelation von NK-Zell Aktivierung und ch14.18/CHO Spiegel mit dem Ausmaß der ADCC mit MNC und Serum von Patienten an Tag 15.
• Verstärkung der systemischen Immunmodulation durc die kombinierte Behandlung mit ch14.18/CHO und s.c. Proleukin (IL-2) bestimmt durch wiederholte Untersuchung von NK-Zell Aktivierung, löslichem IL-2 Rezeptor, ADCC, CDC und anti-idiotypischer Immunantwort.
• Steigerung der absoluten NK-Zellzahl.
• Bestimmung der Pharmacokinetik von ch14.18/CHO.
• Analyse des Ansprechens auf diese Therapie bei Patienten mit evaluierbarer Resterkrankung.
• Bestätigung des Ansprechens der Erkrankung eine einer Erweiterungskohorte von 20 Patienten.

Therapie / Studienarme

Immuntherapie mit ch14.18 Antikörper als 24-stündige Dauerinfusion über mindestens 10 Tage; Tagesdosis 10mg/m²/Tag.

Einschluss-Kriterien
  • Histologisch gesichertes Neuroblastom
  • Mindestens eine Hochdosistherapie und Stammzelltransplantation wurde durchgeführt
  • Behandeltes und ansprechendes Lokalrezidiv ohne Zeichen eines Progress zum Zeitpunkt des Studieneinschluss
  • Behandeltes und ansprechendes disseminiertes Rezidiv ohne Zeichen eines Progress zum Zeitpunkt des Studieneinschluss
Patientenanzahl Minimum N = 20 Patienten Maximum N = 60 Patienten
Status Rekrutierungszeitraum: 01.04.2012-31.03.2014
EudraCT 2009-018077-31
Eintrag Studien- Register
Leiter Prof. Dr. med. H. Lode, Prof. Dr. med. R. Ladenstein
Kontakt

Studienleitung

Prof. Dr. Holger Lode
Universitätsklinikum Greifswald
Allg. Pädiatrie mit Poliklinik/Päd. Onkologie
Ferdinand-Sauerbruch-Str.
17475 Greifswald
Telefon +49 (3834) 86 6301
Fax +49 (3834) 86 6410
holger.lode@uni-greifswald.de

Prof. Dr. med. Ruth Ladenstein
St. Anna-Kinderspital
Children´s Cancer Research Institute (CCRI)
Kinderspitalgasse 6
1090 Wien
Telefon +43 (1) 40470 4750
Fax +43 (1) 40470 7430
ruth.ladenstein@ccri.at

Weitere Informationen Sponsoren:
St. Anna Kinderkrebsforschung (international)
Children’s Cancer Research Institute (CCRI)
Zimmermannplatz 10, A-1090 Vienna, Austria
Universitätsmedizin Greifswald (national)
Fleischmannstrasse 8, 17475 Greifswald
Förderung Die Antikörperproduktion wurde durch Elternvereine und Stiftungen der SIOPEN Länder realisiert. Die Datenbank wurde durch eine EU Förderung im 6. Rahmenprogramm realisiert (Prof. Ladenstein). Begleitstudien werden durch die Hector-Stiftung gefördert (Prof. Lode).