ALL-REZ Beobachtungsstudie

Autor: Julia Dobke, erstellt am: 21.11.2012, Zuletzt geändert: 29.05.2019

Titel ALL-REZ BFM-Beobachtungsstudie und Biobank für Rezidive einer akuten lymphoblastischen Leukämie im Kindes – und Jugendalter
Erkrankung Rezidive einer akuten lymphoblastischen Leukämie bei Kindern und Jugendlichen
Art Beobachtungsstudie
Fragestellung / Ziel
  • Möglichst vollständige Erfassung aller Kinder und Jugendlichen mit einem ALL-Rezidiv (alle Kinder/Jugendliche, die nicht in die Studie IntReAll SR aufgenommen werden)
  • Weiterführung der etablierten Referenzdiagnostik und der Tumorbank
  • Gewährleistung einer langfristigen Nachbeobachtung der Patienten

Durch die möglichst vollständige Erfassung aller Kinder und Jugendlichen mit einem ALL-Rezidiv in einem Register können epidemiologische Aussagen über die Inzidenz, Verlauf und Prognose von Kindern mit ALL-Rezidiv gemacht werden. Diese Gruppe trägt wie keine andere zur Sterblichkeit von Kindern mit bösartigen Erkrankungen bei. Patienten können systematisch nachbeobachtet werden.
Spätfolgen können erfasst und mit vorangegangenen Therapien und klinischen Faktoren korreliert werden. Entsprechende Risiken können in zukünftigen Therapiestrategien berücksichtigt werden. Als Kompetenzzentrum für rezidivierte/ refraktäre ALL kann die Studienzentrale teilnehmende Zentren in speziellen Fragestellungen hinsichtlich individuellen Therapiestrategien sowie Bestrahlungs- und Transplantationsindikationen beraten. Patienten mit rezidivierter und/oder refraktärer ALL können hinsichtlich der Behandlung in einer offenen AMG-Studie beraten und entsprechend zugewiesen werden.

Therapie / Studienarme

Die diesem Protokoll beiliegenden Therapieanweisungen stellen in der vorliegenden speziellen Form und Kombination keine Empfehlungen für eine allgemein anerkannte Behandlung dar, sondern sind vielmehr Richtlinien für eine Behandlung.
Die Risikogruppen S1 bis S4 werden gemäß der Definition der Studie ALL-REZ BFM 2002 eingeteilt . Die einzige Änderung dieser Einteilung liegt in der Einordnung der sehr frühen isoliert extramedullären Rezidive in die S4-Gruppe. Aufgrund der guten Ergebnisse der Studie ALL-REZ BFM 2002 wird für Kinder und Jugendliche mit 1. ALL-Rezidiv weiterhin eine Behandlung gemäß des Protokolls ALL-REZ BFM 2002 empfohlen, bis zum Beginn der neuen internationalen ALL-Rezidiv-Studie. Die Konsolidierung wird mit Protokoll
II-Ida durchgeführt. Im Falle eines Folgerezidivs wird die Rücksprache mit der Studienzentrale empfohlen.

Einschluss-Kriterien
  • Diagnose eines ALL-Rezidivs (Immunphänotyp B-Vorläufer oder T, isoliert oder kombiniert medullär oder extramedullär) bei Patienten ≤ 18 Jahre
  • Beobachtungsstudie:
  • Einverständnis zur Datenweitergabe bei Möglichkeit der Langzeitnachbeobachtung
  • Tumorbank:
  • Einverständnis zum Tumorbanking und zu biologischen Begleituntersuchun
Status September 2012-bis auf Weiteres
Leiter Dr. med. Arend von Stackelberg
E-Mail mailto:allrez@charite.de
Kontakt

Leiter

PD Dr. med. Arend von Stackelberg
Charité, Campus Virchow-Klinikum
Klinik f. Pädiatrie m. S. Onkologie und Hämatologie
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
Telefon +49 (30) 450 566833
Fax +49 (30) 450 566901
arend.stackelberg@charite.de

Stellvertretende Studienleitung

Dr. Christiane Chen-Santel
Charité, Campus Virchow-Klinikum
Klinik für Pädiatrie m. S. Onkologie und Hämatologie
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
Telefon +49 (251) 83 52833
christiane.chen-santel@charite.de

Dokumentation

Julia Dobke
Charité Universitätsmedizin Berlin
Pädiatrische Klinik m. S. Onkologie, Hämatologie und SZT
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
Telefon +49 (30) 450 566 354
Fax +49 (30) 450 566 901
julia.dobke@charite.de

Andrea Kretschmann
Charité, Campus Virchow-Klinikum
ALL-REZ Studienzentrale, Klinik für Pädiatrie m.S.Onkologie und Hämatologie
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
Telefon +49 (30) 450 566 354
Fax +49 (30) 450 566 901
andrea.kretschmann@charite.de

Teilnehmer GPOH-Kliniken
Dokumente
Förderung Eine Finanzierung der Beobachtungsstudie erfolgt durch die Deutsche Kinderkrebsstiftung und durch die Referenzleistungsvergütung der Gesetzlichen Krankenkassen