Psychosoziale Betreuung

Autor: PD Dr. med. Gesche Tallen, Zuletzt geändert: 26.05.2016

Jede Phase einer Krebserkrankung bringt verschiedene Belastungen mit sich, deren Bewältigung, wenn überhaupt, in vielen Fällen nur durch das Angebot und die Hilfe eines psychosozialen Teams möglich ist.

Patienten (Kind oder Jugendlicher), Eltern, Geschwister, Angehörige, Freunde, Nachbarn, Lehrer, Ärzte, Pflegende, Psychologen und Psychotherapeuten, Sozialarbeiter und alle anderen Personen der unmittelbaren Umwelt sind auf unterschiedliche Weise von Belastungen betroffen. Sie brauchen daher oft ein besonderes – ihrer jeweiligen Situation, Umgangsweise und Eingebundenheit angemessenes – Konzept der Bewältigung.

Ein psychosoziales Team setzt sich aus Psychologen und/oder Kinder- und Jugendpsychotherapeuten und Sozialarbeitern/-pädagogen zusammen. Sie beraten, begleiten, unterstützen und geben den betroffenen Patienten und ihren Familien Anleitungen und therapeutische Hilfestellungen für den Umgang mit der lebensbedrohlichen Erkrankung.

Für eine qualitativ gute psychosoziale Betreuung im Sinne einer ganzheitlichen Behandlung erweist sich eine enge und stetige Zusammenarbeit innerhalb des psychosozialen Teams und mit den anderen Berufsgruppen aus dem Behandlungsteam als unabdingbar. So nimmt das psychosoziale Team zum Beispiel regelmäßig an Visiten, Gesprächen mit Patienten und Angehörigen teil.

Die psychosoziale Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Krebserkrankungen zielt zunächst auf die aktuelle Bewältigung der Erkrankung und ihrer Behandlung, angesichts der wachsenden Zahl Überlebender aber auch auf die Rehabilitation, die Wiedereingliederung in den normalen Alltag bei Erhaltung der größtmöglichen Lebensqualität.

Im Rahmen der Kinder- und Jugendpsychotherapie kommen unterschiedliche Methoden zur Anwendung:

  • Kunst-und Musiktherapie
  • Rezeptive Musiktherapie
  • Integrative Körperpsychotherapie
  • Einzeltherapie im Rahmen der Nachsorge

Darüberhinaus unterstützen die Mitarbeiter Sie bei Fragen zu:

  • Sonstige psychosoziale Betreuungsmöglichkeiten
  • Sozialrechtliche Fragen
  • Elterngruppen
  • Weiterführende Literatur