Strahlentherapie bei krebskranken Kindern und Jugendlichen

Strahlentherapie, Ziele, Methoden und Risiken

Autor: Dr. med. habil. Gesche Tallen, Redaktion: Ingrid Grüneberg, Freigabe: PD Dr. med. Dr. rer.nat.D. Steinmann, Prof. Dr. med. Ursula Creutzig, Zuletzt geändert: 11.11.2019

Zusammen mit Chemotherapie und Operation ist die Behandlung mit Strahlen (Strahlentherapie), auch Radiotherapie genannt, eines der wesentlichen Standbeine für die Behandlung von Krebserkrankungen. Die Entwicklung neuer moderner Bestrahlungsarten und -techniken innerhalb der letzten zwei Jahrzehnte hat dazu geführt, dass (auch tief im Körper gelegenes) Tumorgewebe heute ganz gezielt bestrahlt wird und dadurch gleichzeitig die gesunden Nachbarorgane geschont werden können. In der Folge wurden die Wirksamkeit dieser Behandlungsmethode kontinuierlich verbessert und dabei unerwünschte Nebenwirkungen verringert.

Die Strahlentherapie ist ein wichtiger Bestandteil der Behandlungsprotokolle der Gesellschaft für pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) und kommt bei etwa jedem zweiten Kind oder Jugendlichen mit großer Wirksamkeit zum Einsatz. Die folgenden Seiten sollen dazu beitragen, die Grundlagen, Formen und Wirkungen der Strahlentherapie und ihre wichtige Rolle bei der Behandlung von Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter zu erläutern. Die Informationen ersetzen nicht die erforderlichen aufklärenden Gespräche mit dem Behandlungsteam; sie können aber dazu dienen, diese Gespräche vorzubereiten und besser zu verstehen.

Kind auf Strahlentisch © Mit freundlicher Genehmigung Westdeutsches Protonentherapiezentrum Essen (WPE) gGmbH