Glossar

Glossar der Begriffe, die in kinderkrebsinfo.de und kinderblutkrankheiten.de verwendet werden.

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X-chromosomale lymphoproliferative Erkrankung (Abk.: XLP)
Die X-chromosomale lymphoproliferative Krankheit ist eine erbliche Immunschwäche. Typisch (bei etwa 2/3 der Patienten) ist der Erkrankungsbeginn im frühen Kleinkindalter (2. bis 3. Lebensjahr), nach einer Infektion mit dem Epstein-Barr Virus (EBV), dem Verursacher des Pfeifferschen Drüsenfiebers (Mononukleose). Diese, bei immungesunden Kindern meist als harmlose oder grippeähnliche verlaufende Erkrankung führt bei einem Patienten mit XLP häufig zu einer hochakuten und oft lebensbedrohlich verlaufenden Infektion.

X-chromosomale Vererbung
Vererbungsform für angeborene Erkrankungen. Bei dieser Vererbungsform liegt eine krankhaft veränderte Erbanlage (Genmutation) auf dem X-Chromosom. Häufig sind die Mütter nur Überträgerinnen der Erkrankung, ohne selbst erkrankt zu sein. Bei ihren Söhnen bricht die Krankheit immer aus, wenn sie das betroffene Gen erben.
Beispiele Kinderkrebsheilkunde / Kinderblutkrankheiten: Manche angeborene Erkrankungen, z. B. das Hyper-IgM-Syndrom, die mit Blutkrankheiten wie einer schweren Neutropenie einhergehen, werden X-chromosomal vererbt.
Querverweise: Neutropenie - Mutation - Chromosomen - Gen - Syndrom