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Glossar der Begriffe, die in diesem Informationsangebot verwendet werden.

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Echokardiographie syn. Ultraschallkardiographie, Herzsonographie
Ultraschalluntersuchung des Herzens zur Überprüfung seiner Leistungsfähigkeit (Herzfunktion); untersucht und beurteilt werden u.a. die Lage bzw. Struktur der Herzklappen und -wände, die Wanddicke des Herzmuskels, die Größe des Herzens und das ausgeworfene Blutvolumen (Pumpfunktion des Herzens).
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Dient im Rahmen der Behandlung von Blut- oder Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen v.a. zur Überwachung der Herzleistung, damit sich anbahnende Schäden rechzeitig erkannt werden.
Querverweise: Diagnostik - Ultraschall - Zytostatika


Eisenüberladung
Eisenwerte im Blut und in der Leber überschreiten ein bestimmtes Maß Diese Werte zeigen an, dass die natürlichen Eisenspeicher voll sind und der Körper überschüssiges Eisen in Organen wie Herz, Leber oder Hormondrüsen ablagert. Dort ruft es auf Dauer jedoch schwere Organschäden hervor. Eine Eisenüberladung muss deshalb konsequent behandelt werden.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Eisenüberladung nach häufigen Bluttransfusionen


Ektoderm
äußeres der drei Keimblätter, aus dem sich während der Embryonalentwicklung Oberflächenstrukturen (z.B. Haut) und Sinnesorgane sowie das Zentralnervensystem (ZNS) und Kopfstrukturen entwickeln
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: embryonale Tumoren können u.a. aus entartetem ektodermalem Gewebe entstehen
Querverweise: Keimblatt - Embryo - Zentralnervensystem


Elektroenzephalogramm (Abk.: EEG)
graphische Darstellung der elektrischen Gehirnaktivität, die im Rahmen einer Elektroenzephalographie gemessen wird.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Die Messung der elektrischen Gehirnaktivität (Elektroenzephalographie) ist Teil der Routineuntersuchungen bei der Erst- und Verlaufsdiagnostik einer Krebserkrankung; Diagnostik bei Epilepsie
Querverweise: Elektroenzephalographie - Diagnostik - Epilepsie


Elektroenzephalographie (Abk.: EEG)
Methode zur Registrierung der elektrischen Gehirnaktivität. Das Elektroenzephalogramm (ebenfalls EEG abgekürzt) ist die graphische Darstellung dieser elektrischen Gehirnaktivität. Durch seine Auswertung las­sen sich Hin­wei­se auf Funk­ti­ons­stö­run­gen des Ge­hirns ge­win­nen.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Die Elektroenzephalographie ist Teil der Routineuntersuchungen bei der Erst- und Verlaufsdiagnostik einer Krebserkrankung; Diagnostik bei Epilepsie
Querverweise: Diagnostik - Epilepsie


Elektrokardiographie (Abk.: EKG)
Methode zur Registrierung der elektrischen Herzaktivität
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Untersuchungsverfahren im Rahmen der Initial- und Verlaufsdiagnostik bei den meisten Blut- und Krebserkrankungen
Querverweise: Diagnostik - evozierte Potentiale


Elektrolyte
Säuren, Basen, Salze, die im Körper an der Regelung des Wasserhaushaltes beteiligt sind (z.B. Natrium, Kalium, Bicarbonat)
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Durch häufiges Erbrechen und/oder starken Durchfall im Rahmen möglicher Nebenwirkungen einer Krebsbehandlung kann es zu Elektrolyt- und Flüssigkeitsverlusten kommen, die zu unterschiedlichen Komplikationen (z.B. Störungen der Herz- und/oder Nierenfunktion, Krampfanfälle, Bewusstseinsstörungen) führen können. Deshalb werden im Rahmen einer Krebsbehandlung die Elektrolyte regelmäßig kontrolliert (Blutentnahme) und wenn nötig durch bestimmte Infusionen (Elektrolytlösungen) wieder zugeführt.
Querverweise: Diarrhö - Emesis - Infusion


elektromagnetisch
i.A.


Elektromyographie (Abk.: EMG)
Methode zur Registrierung der elektrischen Muskelaktivität
Querverweise: Diagnostik - evozierte Potentiale


Elektronenmikroskop (Abk.: EM)
Mikroskop, mit dem unter Ausnutzung einer speziellen Strahlung (Elektronenstrahlung) zelluläre Strukuren (in einem Gewebe) sichtbar gemacht werden können
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Feingewebliche Diagnostik bei Tumor- bzw. Krebserkrankungen
Querverweise: Diagnostik - Histologie - Pathologie - Zelle


Embolie
teilweiser oder vollständiger Verschluss eines Blutgefäßes durch Substanzen, die mit dem Blut eingeschwemmt werden (zum Beispiel Blutgerinnsel, Luftblasen)


Embolisation
Einspritzen von Gefäß verschließenden Substanzen in Blutgefäße z.B. zur Unterbindung der Blutversorgung von Tumoren, bei schwer stillbaren, lebensbedrohlichen Blutungen sowie zum Verschluss eines Gefäßkathethers
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: in Einzelfällen bei Tumoren der Blutgefäße oder bei anderen gefäßreichen Tumoren
Querverweise: Katheter - Tumor


Embolus
in die Blutbahn verschlepptes Gebilde, das nicht im Blutplasma löslich ist
Querverweise: Blutplasma


Embryo
Frucht in der Gebärmutter während der Zeit der Organentwicklung
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Bei manchen Krebserkrankungen von Kindern und Jugendlichen geht man davon aus, dass sie bereits vor der Geburt, z.B. während der Embryonalzeit, entstanden sind.


embryonal
sich in einem frühen Entwicklungsstadium befindend, unreif
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Zahlreiche Tumoren des Kindes- und Jugendalters sind embryonale Tumoren, das heißt, sie sind aus entartetem unreifen (undifferenzierten) Gewebe/Keimgewebe entstanden.
Querverweise: undifferenziert


Embryonalentwicklung
i.A.


Emesis
Erbrechen
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: häufige Nebenwirkung von Chemo- und/oder Strahlentherapie; Krankheitszeichen bei einem raumfordernden Hirntumor
Querverweise: Hirntumor


Enchondromatose
i.A.


Endoskop
mit einer Lichtquelle versehenes, röhren- oder schlauchförmiges optisches Instrument, mit dem Hohlorgane (z.B. Blase, Magen) und Körperhöhlen (z.B. Bauchraum, Hirnkammern), u.U. im Rahmen einer Operation, von innen angesehen werden können (so genannte Spiegelung)
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Diagnostik von Tumor- bzw. Krebserkrankungen sowie Nebenwirkungen/Komplikationen im Rahmen der Krebsbehandlung
Querverweise: Diagnostik - Endoskopie


Endoskopie
Ausleuchtung und Betrachtung von Körperhohlräumen und Hohlorganen mit einem Endoskop; die spezifische Bezeichnung richtet sich nach dem untersuchten Organ (z.B. Gastroskopie = Magenspiegelung, Laparoskopie = Bauchspiegelung); Anwendung als diagnostisches Verfahren mit der Möglichkeit zur Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie), als therapeutisches Verfahren z.B. zur Durchführung kleinerer operativer Eingriffe unter visueller Kontrolle
Querverweise: Biopsie - Diagnostik - Endoskop - Laparoskopie


Endothel
Zellgewebe (einschichtiges Plattenepithel), das die Blutgefäße von innen auskleidet
Querverweise: Epithelgewebe


Entoderm
inneres der drei embryonalen Keimblätter, aus dem sich hauptsächlich die Wandauskleidungen (das Endothel) von Hohlorganen (z.B. Darm, Magen) und auch des Dottersacks bilden
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: embryonale Tumoren können u.a. aus entartetem entodermalem Gewebe entstehen
Querverweise: Dottersack - embryonal - Keimblatt


Enukleation
Ausschälen eines abgekapselten Körpers
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: operative Entfernung eines Tumors aus einer Kapsel; Entfernung des Augapfels bei bestimmten Formen des Retinoblastoms
Querverweise: Retinoblastom


Enzym syn. Ferment
für den Stoffwechsel aller Organismen unentbehrliche Eiweißkörper, die bestimmte Stoffwechselvorgänge beschleunigen und sie in eine gewünschte, für den Organismus notwendige Richtung ablaufen lassen, ohne ihre Struktur dabei zu verändern


Ependymom
primärer Tumor des Zentralnervensystems; entsteht im Ventrikelsystem des Gehirns oder im Rückenmarkskanal. Ependymome machen et­wa 10 % al­ler pri­mä­ren ZNS‎-Tu­mo­ren bei Kin­dern und Ju­gend­li­chen aus. Sie sind unterschiedlich bösartig.
Querverweise: Hirnventrikel - Rückenmark - Zentralnervensystem - ZNS-Tumor - Primärtumor
Hauptinformationsseite: Ependymom


Ependymzellen
Gliazellen, die die Innenwände der Hirnkammern (Hirnventrikel) und des Rückenmarkkanals auskleiden. Sie sind für Produktion, Transport und Abbau der Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit (Liquor) verantwortlich.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Aus entarteten Ependymzellen entstehen Ependymome, eine Gruppe von ZNS-Tumoren des Kindes- und Jugendalters.
Querverweise: Ependymom - Gliazellen - Hirntumor - Hirnventrikel - Liquor - Zentralnervensystem - Rückenmark
Hauptinformationsseite: Aufbau und Funktion des Zentralnervensystems (ZNS)


Epidemiologie
Fachgebiet in der Medizin, das sich mit der Erforschung des Vorkommens, der Häufigkeit, der Ursachen und der Ausbreitung von Krankheiten in der Bevölkerung oder in bestimmten Bevölkerungsgruppen befasst


epidemiologisch
die Häufigkeit und geographische Verteilung von Krankheiten betreffend
Querverweise: Epidemiologie


Epilepsie
Erkrankung, die mit Krampfanfällen einhergeht; beruht auf (durch unterschiedliche Faktoren ausgelösten) Funktionsstörungen des Gehirns bzw. Entladungsstörungen von Nervenzellen, die in der Regel mit Antiepileptika behandelt werden können. Insgesamt gibt es, je nach Ursache, Elektroenzephalographie-Eigenschaften und klinischem Erscheinungsbild viele verschiedene Formen von epileptischen Anfällen, die unterschiedlich behandelt werden.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: z.B. durch einen Hirntumor ausgelöste Epilepsie (symptomatische Epilepsie); durch Elektrolytstörungen und/oder Fieber ausgelöster Krampfanfall; manche Zytostatika (z.B. Asparaginase, Ifosfamid) können als seltene Nebenwirkung Krampfanfälle verursachen
Querverweise: Antiepileptikum - Elektrolyte - Elektroenzephalographie - Hirntumor - Zytostatikum


Epilepsiechirurgie
Operativer Eingriff zur Entfernung eines Krampf auslösenden Herdes im Gehirn oder zur Unterbindung der Ausbreitung von epileptischen Krampfanfällen
Querverweise: Epilepsie


Epistaxis
Nasenbluten
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Kann im Rahmen einer Krebserkrankung Zeichen einer behandlungsbedürftigen Thrombozytopenie sein
Querverweise: Thrombozytopenie


Epithelgewebe
Zellverbände, die in einer oder mehreren Schichten äußere oder innere Körperoberflächen auskleiden oder begrenzen (z.B. Haut, Schleimhäute von Mundhöhle, Speiseröhre, Magen und Darm, Auskleidung von Harnblase, Nierenbecken, Eileiter und Gebärmutter; Luftröhre); als Deck- und Drüsengewebe erfüllt es die Funktionen des Schutzes, Stoffaustausches und der Reizaufnahme. Das Epithel ist neben Muskel-, Nerven- und Bindegewebe eine der vier Grundgewebearten.
Querverweise: Nervengewebe


Epstein-Barr-Virus (Abk.: EBV)
Erreger des Pfeifferschen-Drüsenfiebers
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Eine Infektion mit dem EBV wird als möglicher Risikofaktor für die Entstehung bestimmter maligner Lymphome (z.B. Hodgkin-Lymphom, Burkitt-Lymphom) diskutiert.
Querverweise: Hodgkin-Lymphom - Infektion - Lymphom - Pfeiffer-Drüsenfieber


erbliche Krebssyndrome
Krankheitsbilder, die neben dem Tumorrisiko auch Fehlbildungen und geistige Behinderung umfassen können; zu den erblichen Krebssyndromen zählen u.a. das Beckwith-Wiedemann-Syndrom, das Down-Syndrom, das Hippel-Lindau-Syndrom, das Li-Fraumeni-Syndrom, das MEN-Syndrom, die Neurofibromatose und das WAGR-Syndrom.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Patienten mit Down-Syndrom haben z. B. ein erhöhtes Risiko, an einer Leukämie zu erkranken. Ein WAGR-Syndrom, Beckwith-Wiedemann-Syndrom, Denys-Drash-Syndrom oder die Neurofibromatose Typ 1 erhöhen beispielsweise das Risiko für einen Wilms-Tumor.
Querverweise: Beckwith-Wiedemann-Syndrom - Down-Syndrom - familiäre adenomatöse Polyposis - Hippel-Lindau-Syndrom - Li-Fraumeni-Syndrom - MEN-Syndrom - Neurofibromatose - Retinoblastom - WAGR-Syndrom


Ergotherapie
zusammenfassende Bezeichnung für Beschäftigungs- und Arbeitstherapie im Rahmen von Rehabilitationsmaßnahmen, die bei Beeinträchtigungen der Motorik, Sinnesorgane und/oder geistiger und psychischer Fähigkeiten, z.B. infolge einer Krebserkrankung und/oder ihrer Behandlung, zur Anwendung kommen; Ziel ist die weitest mögliche Selbständigkeit im täglichen Leben und (je nach Alter der Patienten) im Beruf
Querverweise: Rehabilitation


Erythropoese syn. Erythrozytopoese
Vorgang der Bildung und Entwicklung der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) im Knochenmark durch Zellteilung und schrittweise Zellreifung; die kernlosen Erythrozyten entstehen dabei aus unreifen, zunächst kernhaltigen, später kernlosen (Retikulozyten) Vorstufen. Die Erythropoese wird durch das Hormon Erythropoetin angeregt.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Die normale Erythropoese kann bei Patienten mit Krebserkrankungen, die das Knochenmark betreffen bzw. befallen haben (z.B. Leukämien; Knochenmarkmetastasen), gestört sein, so dass eine Anämie entsteht. Das gleiche gilt bei einer durch Zytostatika/Strahlentherapie ausgelösten Beeinträchtigung der Knochenmarksfunktion (Knochenmarkdepression).
Querverweise: Anämie - Erythrozyten - Knochenmark - Knochenmarkdepression - Leukämie - Metastase - Strahlentherapie - Zytostatika


Erythropoetin (Abk.: EPO)
in der Niere gebildetes Hormon, das zusammen mit anderen Wachstumsfaktoren die Reifung der Blutzellen kontrolliert und die Bildung der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) beschleunigt; Erythropoetin kann heute gentechnisch hergestellt und als Medikament eingesetzt werden, um die Bildung der Erythrozyten anzuregen.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Die Produktion von Erythropoetin kann bei Störungen der Nierenfunktion vermindert sein und zur Blutarmut (Anämie) führen. Andererseits kann bei manchen (im Kindes- und Jugendaltereher seltenen) Tumoren, welche selbst Erythropoetin bilden, die Gesamt-Erythropoetinkonzentration erhöht sein. Bei der Behandlung bestimmter Anämieformen hat sich die Gabe von Erythropoetin bewährt.
Querverweise: Anämie - Differenzierung - Tumor - Erythrozyten - Hormon


Erythrozyten (Abk.: Ery's) syn. rote Blutkörperchen; rote Blutzellen
rote Blutkörperchen, die häufigsten Zellen im Blut, sie dienen v. a. dem Sauerstoff-Transport im Organismus; Erythrozyten werden im Knochenmark gebildet (Erythropoese). Für die Bindung und den Transport des (in der Lunge aufgenommenen) Sauerstoffs ist der rote Blutfarbstoff (Hämoglobin) im Inneren der Erythrozyten verantwortlich. Sind ro­te Blut­kör­per­chen nicht in aus­rei­chen­der Men­ge vor­han­den oder, aus Man­gel an Hä­mo­glo­bin, nicht funk­ti­ons­tüch­tig, spricht man von ei­ner An­ämie, ei­ner Blut­ar­mut.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Bei manchen bösartigen Erkrankungen, v.a. Leukämien und Non-Hodgkin-Lymphomen, kann die Zahl der roten Blutkörperchen gegenüber gesunden Menschen vermindert sein (Anämie). Auch die Behandlung einer Krebserkrankung (v.a. Chemotherapie) kann durch Beeinträchtigung des Blut bildenden Systems im Knochenmark zu einer verringerten Erythrozytenzahl führen. Die Zahl der Erythrozyten und anderer Blutzellen wird im Blutbild überprüft. Die Oberfläche der Erythrozyten trägt die verschiedenen Blutgruppenmerkmale (A, B, AB und 0) sowie die Rhesusfaktoren positiv (Rh+) und negativ (Rh-), die bei einer Bluttransfusion berücksichtigt werden müssen.
Querverweise: Anämie - Blutbild - Chemotherapie - Erythropoese - Hämoglobin - Knochenmark - Leukämie - Non-Hodgkin-Lymphom - Zellkern
Hauptinformationsseite: Die Bestandteile des Blutes


Erythrozytopenie
Verminderung der Erythrozyten im Blut
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: s. Anämie
Querverweise: Anämie - Erythropoese


evozierte Potentiale
Untersuchungsmethode, mit der die Leitfähigkeit und damit die Funktionsfähigkeit von Nervenbahnen getestet werden kann. Das Prinzip beruht auf einer kontrollierten Reizung eines Sinnesorgans oder peripheren Nervs (zum Beispiel Augen, Gehör, Tastsinn der Haut) und der Überprüfung der dadurch ausgelösten Reizantwort (elektrische Potenzial) in verarbeitenden Regionen des Zentralnervensystems.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Die Methode wird vor allem in der Diagnostik von Tumoren des Zentralnervensystems (ZNS) eingesetzt, um Hinweise auf Art und Ort einer Erkrankung im Gehirn oder Rückenmark zu erhalten. Die Messung evozierter Potentiale erfolgt im Rahmen einer Elektroenzephalographie (EEG). Dabei werden während der EEG-Ableitung zum Beispiel die Augen durch Bilder, Muster oder Lichtblitze (visuell evozierte Potentiale), das Gehör durch akustische Signale (akustisch evozierte Potentiale) oder die Haut durch Berührungsreize (somato-sensibel evozierte Potentiale) gereizt. Ersteres spielt insbesondere bei Tumoren der Sehbahnregion eine Rolle, Akustisch und somato-sensibel evozierte Potentiale können bei Tumoren des Kleinhirns, Hirnstamms oder Rückenmarks von Bedeutung sein.
Querverweise: Diagnostik - Elektroenzephalographie - Zentralnervensystem - Nervenzellen


Ewing-Sarkom
Vom Knochen (selten von Weichteilgeweben) ausgehendes hochmalignes (bösartiges) Sarkom; zweithäufigster bösartiger Knochentumor im Kindes- und Jugendalter (nach dem Osteosarkom), v.a. ab dem zweiten Lebensjahrzehnt auftretend
Querverweise: Osteosarkom - Sarkom


Exophthalmus
krankhaftes ein- oder beidseitiges Hervortreten des Augapfels aus der Augenhöhle
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Krankheitszeichen bei Tumoren im Bereich der Augenhöhle (z.B. Retinoblastome; Rhabdomyosarkome)
Querverweise: Retinoblastom - Weichteiltumor


Exsikkose
Austrocknung; Abnahme des Gesamtkörperwassers (Dehydratation)
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: mögliche Komplikation oder Nebenwirkung, z.B. im Rahmen einer Krebsbehandlung, die bei Störung der Nierenfunktion mit gesteigerter Wasserabgabe durch die Niere und, ohne ausgleichende Flüssigkeitszufuhr, zur Dehydratation und Schädigung von Körperorganen führt
Querverweise: Harnsäure - Tumorlyse-Syndrom


exspiratorisch
die Ausatmung betreffend


Exstirpation
(meist operative) Entfernung eines umschriebenen Gewebeteils (z.B. erkranktes Organ oder Organteil)
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: operative Entfernung eines gut abgegrenzten Tumors bzw. tumorverdächtigen Gewebeabschnitts im Rahmen der Behandlung bzw. Diagnostik von Tumor- bzw. Krebserkrankungen


externe Ventrikeldrainage
kleiner neurochirurgischer Eingriff, bei dem überschüssige Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit aus den Hirnwasserkammern (Hirnventrikeln) nach außen abgeleitet wird.
Beispiele / Bedeutung Kinderkrebsheilkunde: Diese Maßnahme kann z.B. notwendig werden, wenn ein Tumor den Abfluss des Hirnwassers m Zentralnervensystem so behindert, dass der Druck im Gehirn stark ansteigt und ein Wasserkopf (Hydrocephalus) entsteht.
Querverweise: Hirnventrikel - Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit - Zentralnervensystem - Wasserkopf - Neurochirurgie
Hauptinformationsseite:


Extubation
Herausziehen des Schlauches (Tubus) aus der Luftröhre nach Beendigung einer Narkose oder bei Wegfall der Indikation zur Intubation und Beatmung
Querverweise: Indikation - Intubation - Narkose


Exzision
chirurgische (operative) Maßnahme; Ausschneiden von Gewebe oder Gewebeteilen (z.B. Tumoren) ohne Rücksicht auf Organgrenzen oder Gewebestrukturen



 
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